Meine 2 Lieblings-Fake-Eierspeisen:
Gefüllte Deluxe-Omlette 1 Pers
170g Seidentofu
1TL Sojamilch
1TL Nährhefe
1TL Kartoffelstärke
1TL Tahin
Zwiebelpulver, Kurkuma, Salz, Pfeffer
1 handvoll Füllung, zB gedünstete Pilze, Spinat, Chili sin Carne, glasierte Karöttchen mit Curry, Tomaten und Basilikum etc.
Alles bis auf die Füllung verquirlen und bei mittlerer Hitze in etwas Öl einseitig goldbraun backen. Wenn die Oberseite zu stocken beginnt, Füllung auf eine Omlettenseite geben und das Teil falten. Noch ca. 1 min backen damit die Füllung schön warm wird. Sofort essen. (eignet sich gut als deftiges Frühstück mit Rest vom Vortag!)
Pancakes 2 Pers
110g Mehl
1,5TL Zucker
1TL Backpulver
1 pr Salz
1pr Zimt
1/2 TL Vanilleextrakt
90 ml Wasser
140ml Sojamilch
1 TL Öl
Trockene und nasse Zutaten separat mischen, dann miteinander glattrühren (evt 1-2 TL Mehl hinzufügen). In Teflon-Pfanne ohne Öl Pancake-mässig backen. Mit Früchten, Margarine, Ahornsirup, Marmelade oder Erdnussbutter sofort servieren. (Die Pancakes können falls nötig auf einer Platte im Ofen warmgehalten werden - allerdings sollte man sie dazu nicht stapeln, da sie so matschig werden. Also besser gleich essen!)
illith hat geschrieben:meine Mutter hat mir BTW jüngst noch den Tipp gegeben, dass es wohl notwendig ist, den Teig etwas länger und intensiv zu verquirlen. dann geht da chemisch irgendwas ab, dass der ordentlich zusammenpappt. so wurde es dereinst auf dem hauswirtschaftlichen Gymnasium gelehrt.
(Früher hat man in der Schule noch Dinge gelernt, die man auch tatsächlich fürs Leben brauchen konnte!

)
Das liegt wohl an den Gluten-Ketten, die die Omlette zusammenhalten sollen. Im Mehl liegen die langen Proteine nämlich zusammengelegt vor, ähnlich kleinen Wollknäueln. Wenn man sie mit Flüssigkeit verquirlt, entwirren sie sich. Erfahrungsgemäss geht es auch wenn man das Mehl gut auflöst und dann die Pampe eine Weile stehen lässt (Macht man auch mit Eier-Omletten so). Das erklärt übrigens auch, warum Weissmehl für Pfannkuchen am besten funktioniert: es enthält prozentual am meisten Gluten und seine klebrigen Protein-Fäden werden nicht durch Ballaststoff-Partikel auseinandergehalten, die in Ruchmehl uä vorhanden wären. Und da Dinkel kaum Gluten enthält, entfällt auch dies. Achja: langes Mixen könnte die Gluten-Fäden zerstören, was nicht gerade den gewünschten Effekt hätte - mit einer Gabel oder einem Schwingbesen gründlich glattrühren sollte reichen.