Tofu Konsum

Ernährung, Lebenswandel, Supplemente

Tofu Konsum

Beitragvon Sushi am 25. Jun 2014 21:16

Kann mir jemand sagen, inwiefern der Konsum von Sojaprodukten (als Drink oder in Form von Tofu bzw. Wurstersatz) schädlich ist? Ich hörte, dass die unfementierte Form für den menschlichen Körper nicht verdaulich, wenn nicht sogar giftig, ist und man demnach den Sojakonsum drastisch reduzieren sollte. Ist da was wahres dran? Wenn ja, was bleibt mir dann als günstige Alternative diesbezüglich?
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Beitragvon schwarz am 25. Jun 2014 21:24

Mh, das würde ja dann bedeuten, dass z.B. Edamame auch unverdaulich und giftig wären, das ist aber nicht so. Man sagt ihnen im Gegenteil nach, dass sie besonders leicht verdaulich und gesund sind.

Nachtrag:
Es gibt wohl diverse Studien, die besagen, dass ein zu hoher Konsum von Sojaprodukten hormonelle Auswirkungen hat (Phytoöstrogene) und das Krebsrisiko erhöht.
Deswegen versuchen manche Veganer, ein Zuviel an Soja zu vermeiden. Inwieweit das stimmt, kann ich aber nicht sagen.

Noch ein Nachtrag:
Mir fällt gerade ein, dass man Edamame ja auch nicht roh isst, sondern kurz blanchiert. Das ist allerdings was anderes als Fermentation.
Normale Buschbohnen soll man auch nicht roh essen, weil sie dann Phasin enthalt, ein Toxin, dass rohe Bohnen ungeniessbar und giftig macht. Meinst Du evtl. sowas?
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Beitragvon Vampy am 25. Jun 2014 21:36

in maßen (nicht mehr als 200g Tofu am tag) ist es m.e. ziemlich sicher nicht schädlich, sondern vielmehr gesund. bei deutlich größeren mengen würde ich auch sagen, dass es nicht schädlich ist, aber da kann man dann nicht mehr ganz so sicher sein. und dass es einen unterschied macht ob fermentiert oder nicht, glaube ich nicht; jedenfalls habe ich bisher keine plausible Erklärung gelesen, wieso dass irgendwie nachteilig sein soll.
die frage taucht im Forum aber öfter auf:
Soja und Gesundheit
Soja wirklich schädlich?

also so genau weiß es niemand, aber bisher hat noch nie jmd was negatives berichtet (außer leute mit sojaunverträglichkeit).

alternativen gibt's aber auch ne menge; bei Drinks zb Hafer-, reis-, mandel-, oder haselnussmilch (wobei davon reisdrink wohl am günstigsten ist), statt Tofu/wurst gibt's auch Produkte aus seitan. oder gemüsebratlinge.
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Beitragvon Kim Sun Woo am 26. Jun 2014 00:26

@Vampy
ißt du nie mehr als 200g Sojaprodukte am einem Tag? (oder sprachst du in dem Fall nur von Tofu?)
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Beitragvon Rena am 26. Jun 2014 07:26

Vampy hat geschrieben:.+.. Produkte aus seitan. ...
Aaah Gluten! :taped:
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Beitragvon illith am 26. Jun 2014 11:40

wie ich diese Anti-Soja-Hysterie nicht mehr hören kann.... :roll:

(ist jetzt aber gegen keinen der Anwesenden gerichtet^^)
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Beitragvon untitled am 26. Jun 2014 11:43

:up:
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Beitragvon SarahN am 26. Jun 2014 14:57

ich mag sowieso nciht jeden tag soja essen oder trinken.. es gibt doch einige ausweichmöglichkeiten, wie zum beispiel seitan. gern mache ich mir auch bratlinge oder kleine bällchen aus zb. blumenkohl mit semmelbröseln die dann anstelle von tofu ins essen kommen. auch gern mag ich pakora, gemüse im teigmantel, oder falafel ähnliche kichererbsen-bällchen oder bratlinge :)
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Beitragvon Akayi am 26. Jun 2014 17:57

illith hat geschrieben:wie ich diese Anti-Soja-Hysterie nicht mehr hören kann.... :roll:

:hi5:
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Beitragvon Vampy am 26. Jun 2014 20:25

@kim
nö, aber nicht wg der Gesundheit, sondern weil 200g Tofu schon 1/4 meines tagesbedarfs an Energie wären. ich meine, ich hätt mal irgendwo ne Empfehlung gelesen, dass sojakonsum in maßen, also zb bis zu 200g Tofu wohl relativ sicher nicht ungesund wäre. weiß nicht, was das in sojamilch umgerechnet wäre. bin mir aber auch nicht mehr sicher, ob ich das richtig in Erinnerung habe.

den Artikel find ich ganz informativ: http://www.pm-magazin.de/a/soja-die-zankbohne
da gibt's aber auch keine wirkliche Erkenntnis. der vebu ist da schon etwas deutlicher (wen wunderts): https://vebu.de/lifestyle/essen-a-trink ... kte-gesund

und hier ne offizielle Empfehlung:
Fazit: Gegen einen gelegentlichen Verzehr traditioneller Sojaprodukte wie Sojamilch, Tofu, Sojasauce usw. ist nicht einzuwenden. Der vielfältige Verzehr von Fertigprodukten mit Sojabestandteilen kann zu einer relativ hohen Sojazufuhr führen, die aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes aber auch aus ökologischen Gründen (hohe Verarbeitung und damit hoher Energie- und Ressourcenverbrauch) unterbleiben sollte. Ebenso sollte der Speiseplan nicht durch Nahrungsergänzungsmittel mit Isoflavonen ergänzt werden und Säuglinge keine Muttermilchersatznahrung auf Sojabasis erhalten.

http://www.ugb.de/exklusiv/fragen-servi ... zu-bewert/
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