Innovative Mahlzeiten für Küchen- & EinkaufsmuffelInnen?

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Innovative Mahlzeiten für Küchen- & EinkaufsmuffelInnen?

Beitragvon somebody am 19. Mai 2016 07:30

Liebe VorumsUserInnen, :)

bitte postet in diesem Thread folgende 5 Bedingungen erfüllende Rezepte für innovative vegane Mahlzeiten: :)

1. Maximal 5 Zutaten (haushaltsübliche Würzmittel, Öle/Fette und Hilfsstoffe zählen hier nicht).

2. Alle Zutaten sind in gemeinen Supermärkten in der DACH-Region erhältlich.

3. Alle Zutaten sind ohne suspekte Hilfs- und Zusatzstoffe.

4. Vorbereitungszeit maximal 15 Minuten.

5. Maximal 5 Stück abzuwaschende Küchenutensilien (zum Verzehr der Mahlzeiten erforderliche Geschirr- und Besteckteile zählen hier nicht).

Vielen Dank im Voraus. :)
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Beitragvon Rosi am 19. Mai 2016 11:34

Hihi, das ist mein Thread, genau so koche ich. Allerdings denke ich nicht, dass ich dazu was wirklich innovatives beitragen kann. :( Bei mir läuft es eigentlich immer auf die gleiche Zubereitungsweise hinaus:

Ich nehme einen sehr großen Topf, wähle 1 oder 2 Sorten Getreide aus, manchmal auch Kartoffeln. Während das kocht schneide ich Gemüse, also zb. ein paar Karotten, anderes Wurzelgemüse, das kommt dann als erstes dazu. Dann kommt einen Haufen TK Gemüse dazu, meist Erbsen, grüne Bohnen, Brokkoli, oder auch gemischt. Fertig kochen, abkühlen lassen, das ist jetzt die Base und wird in viele Boxen gefüllt die in den Kühlschrank oder evtll. auch Tiefkühler kommen.
Zu jeder Mahlzeit nehme ich mir eine Portion und runde die je nach Funktion und Belieben mit hastig geschnittenem frischen, rohem Gemüse, Kernen und Samen, Tofu, Bohnen, Sojaflocken, Sauerkraut oder was man sonst so will und Gewürzen ab. Dadurch isst man doch immer ein bisschen anders und ist variabel in der Makro- und Mikronährstoffzusammensetzung.

Zubereitungszeit: Für die Base brauche ich schon so ca 15 min, für die "Endzubereitung" dann ca eine Minute.
Benutztes Geschirr: Einen Topf, ein Schneidebrett, ein Messer, einen Löffel zum Umrühren und Einfüllen

Davon esse ich dann so ca 2-3 Tage. Mir ist klar das viele das befremdlich finden mögen, aber ich finde es sehr praktisch und auch wenn die Kombinationen sehr ähnlich erscheinen mögen, wird mir davon nicht langweilig. Ich habe einfach keine Lust lange zu kochen, viele Gerätschaften dreckig zu machen und will aber trotzdem vollwertig essen. Früher habe ich eben zu jeder Mahlzeit extra den Herd angeschmissen und dann meist doch etwas sehr ähnliches wie zur Mahlzeit davor gekocht, auch habe ich immer alles in extra Töpfen und Pfannen gemacht nur um es dann danach in einer Schüssel zu vermischen. Man kann auch alles in einem Topf machen wenn man nix rösten will und die Zutaten einfach an unterschiedlichen Zeitpunkten dazu gibt. Jetzt genieße ich es sehr dass ich so wenig kochen muss.
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Erbsensuppe

Beitragvon Gruftmoggele am 19. Mai 2016 11:42

1 Dose Erbsen
1 Zwiebel
1 EL Margarine

Zwiebel schälen und in Ringe schneiden, mit der Margarine in einer Pfanne glasig dünsten.
Die Häfte der Konservendose in einen Topf geben, pürieren, und restlichen Doseninhalt auch dazu geben. Konservenwasser nicht wegschütten, kommt alles in den Topf. Gewürze je nach Geschmack, bei mir neben Salz/Pfeffer mit Thymian, Bohnenkraut, Instant-Gemüsebrühe, evtl. Schuss Essig, Suppenwürzer. Etwas köcheln lassen.

Nach Belieben eine Scheibe Brot oder Tofuwurst/Räuchertofu mit in der Suppe erwärmen.


Meine Notlösung wenn ich nicht mehr weiß was ich kochen soll und es schnell gehen muss ;) Vielleicht muss man bei großem Hunger auch das Doppelte Rezept nehmen, wer weiß.
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Beitragvon Rosi am 19. Mai 2016 11:44

Vielleicht sind mir doch noch 2 etwas innovativere Dinge eingefallen :

- Bananeis:

gefrorene Bananenstücke in einen Hochleistungsmixer. Etwas Pflanzenmilch oder Wasser dazu. Bei belieben auch noch anderes gefrorenes Obst oder Gewürze wie Zimt, Kardamom. Mixen und fertig. Schmeckt sehr gut und weniger nach Banane als man vll denkt

-Schokobananennachtisch:

eine Banane mit einem Löffel in einer Schüssel grob zerdrücken. Kakaopulver und etwas Wasser oder Pflanzenmilch zum vermischen dazu. Jetzt noch die Nusskomponente dazu. Entweder für "Bounty-Art" geraspelte Kokosnuss, oder zb. die "Snickers-Variante" Erdnussmus/ganze Erdnüsse und eine prise Salz.
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Beitragvon ClaireFontaine am 19. Mai 2016 12:06

Also innovativ ist das nicht, aber eines meiner Lieblingsessen seit Monaten (Slarti guck mal weg, ich schäm mich sonst :D ):

Tiefkühlgemüse nach Wunsch (Erbsen, Brokkoli, etc.) in einen Topf und garen lassen.
Ein Päckchen Glas-/Reisnudeln (also so ein "Bollen" oder ein "Nest") dazu und bevor die durch sind, was sehr schnell geht, Wasser fast komplett abgießen. Jetzt kann man noch sowas wie Spinat oder Kichererbsen oder Tofustücke dazugeben.
Ich gieße dann passierte Tomaten und etwas Sojasahne darüber und würze mit einer Thai Curry-Mischung. Optional ergänzen geht noch mit Paprika, Kurkuma, Chili, Knoblauch,etc. Abschmecken mit Salz und Pfeffer. Einmal aufkochen, fertig.

Gabs gerade zum Frühstück.

Ansonsten gibt es ja noch viele andere Gerichte, die sich so schnell und einfach zubereiten lassen. Zb machen wir eine Gemüsepfanne mit Chinakohl, Karottenstreifen, Frühlingszwiebeln und anderem Gemüse und würzen das mit Currypulver, Kurkuma, Paprika, etc, dazu gibts Udon-Nudeln.

Oder Spaghetti Funghi: Zwiebeln anschwitzen, Pilze drauf, Pilze garen lassen, dann Sojasahne drauf, Knoblauch dazu, mit Salz und Pfeffer abschmecken, fertig. Ich hab ein bißchen rumexperimentiert. Normalerweise lass ich den Knoblauch mitanschwitzen, aber dann muss man die Temperatur sehr niedrig halten (keine Blasenbildung), sonst wird er bitter. Das ist super für Knoblauchnudeln, aber bei Funghi schmeckt es dann am Ende nicht mehr nach Knoblauch. Deshalb probier ich gerade, den Knoblauch erst kurz vor Schluss hinzuzufügen. Unser italienisches Restaurant macht auch ein bißchen Tomate (passierte Tomaten?) mit in die Sahnesoße, das hab ich gestern mal probiert und fand es super als Abwechslung.

Ansosnten fand ich früher immer so halbwarme Salatgerichte ziemlich geil. Also einen Salat machen, dann zb Pilze in Sahnesoße machen und das über den Salat gießen. Aber das fanden bis jetzt alle ziemlich eklig :D
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Beitragvon ranja am 19. Mai 2016 21:09

Gute Frage, bin auch mal auf die noch folgenden Antworten gespannt…

Wenn es bei mir besonders schnell gehen muss, gibt’s oft Nudeln, z.B. Spaghetti mit Petersilien-Walnuss-Pesto. Ist zwar jetzt nicht das innovativste Rezept, aber die anderen Bedingungen sind definitiv erfüllt:

Wasser im Wasserkocher erhitzen (geht schneller als im Topf), in der Zwischenzeit wird die Herdplatte warm, und man kann die Nudeln dann gleich kochen.

Während die Nudeln kochen ca. halben Bund Petersilie, eine Hand voll (ca. 25g) Walnüsse und Olivenöl mit dem Stabmixer zerkleinern, evtl. bisschen Wasser zugeben für die gewünschte Konsistenz, mit Salz und Pfeffer abschmecken. (Angaben für eine Portion)

Dann alles zusammenmengen, fertig. Evtl. noch eine Tomate aufschneiden und würzen, als Salat. Oft habe ich auch noch Salatreste im Kühlschrank, z.B. Linsensalat, um noch ein paar Proteine zu bekommen. Zum Spülen gibt es dann den Topf, den Deckel, den Kochlöffel, den Mixaufsatz und den Becher vom Stabmixer.
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Beitragvon gemüse am 19. Mai 2016 22:05

Oha. Ohne Vorkochen sind das sportliche Vorgaben :) Geht aber, ich hab' die Zeit gestoppt:

Bohnenpfanne
(Portionen: 2 bis 3; Zubereitung: 15 hektische Minuten; Utensilien: 4 bis 5)
Rumfortgemüse (liegt rum, muss fort; bei mir heute Sellerie, Karotten, Lauch, Blattsalat)
1 EL Öl
1 Glas oder Dose gekochte weiße Bohnen (die großen)
1/2 Bund glattblättrige Petersilie
Salz, Pfeffer und ev. etwas Saures: wenig Zitronen- oder Orangensaft, Essig oder Sumach

Gemüse waschen, putzen, möglichst klein schneiden oder schreddern (Sellerie, Karotten und Lauch in ca. 2 mm große Würfel, Blattsalat quer in schmale Streifen).
Öl in einer großen Pfanne erhitzen.
Gemüse zugeben und unter Rühren kurz anbraten. Wenn es zu duften beginnt: Hitze zurückschalten, Deckel drauf und garen.
In der Zwischenzeit die Petersilie waschen und hacken und die Bohnen abspülen und abtropfen lassen.
Petersilie und Bohnen zum Gemüse geben, unterheben und heiß werden lassen.
Mit Salz, Pfeffer und ev. der sauren Zutat abschmecken. Funktioniert auch mit Kichererbsen.


Erdnussbutterbrot mit Gurke
(Portinen: 1; Zubereitung: 5 gemütliche Minuten; Utensilien: 3)
1 sehr dünne Scheibe Roggen- oder Vollkornbrot
Erdnussbutter
etwas Salatgurke (Variante für Skeptiker: Bananen- oder Apfelscheiben)
1 sehr kleine Prise Chili

Brot mit Erdnussbutter bestreichen.
Gurke waschen, in sehr dünne Scheiben schneiden und das Brot damit belegen.
Mit Chili bestreuen. (Beim ersten Mal: Easy on the chilli.)

Dass Erdnussbutter mit Gurke schmecke, konnte ich mir vor dem ersten Mal auch nicht so recht vorstellen. Das ging mir aber bei den Kichererbsenblondies und Bohnenbrownies ebenso :) A propos Bohnen:


Bohnencrème
(Portionen: 2 bis 4; Zubereitung: 5 Minuten; Utensilien: 3 bis 4)
1 Glas oder Dose weiße Bohnen
1 Orange
Rosmarin (getrocknet und gemahlen oder frisch und sehr fein gehackt)
ca. 1 TL Delikatesssenf
Salz, Pfeffer

Bohnen abspülen, abtropfen und in ein hohes Gefäss geben.
Orange schälen (die weiße Haut dabei entfernen), grob zerteilen und zu den Bohnen geben.
Rosmarin und Senf zugeben.
Alles zu einer Crème pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Crème ist natürlich an sich keine Mahlzeit. Sie eignet sich aber mit kleingeschnittenem Grünzeug für Sandwiches oder als Dip zu Rohkost und hält sich im Kühlschrank mehrere Tage. Statt Rosmarin kann man auch Bohnenkraut, Thymian, Minze oder Paprika nehmen. Salbei sollte auch gehen.

(Ordentlicher Porridge benötigt leider deutlich länger als 15 Minuten :) )
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Beitragvon Akayi am 20. Mai 2016 03:12

Ich finde die Proportionen passen nicht ganz. Also 5 Zutaten bitteschön aber dann nur 15 Minuten Zeit.
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Beitragvon somebody am 20. Mai 2016 05:14

@contributors

Liebe Damen, vielen, vielen Dank, ihr seid wundervoll. :heartrain:


@Akayi

Akayi, ein wesentlicher Teil der Menschen hat in ihren alltäglichen Lebenswelten leider nur wenig Zeit für Zutatenbeschaffung und Speisezubereitung zur Verfügung. Unter diesem Gesichtspunkt sind die 15 Minuten Vorbereitungszeit hier IMO durchaus lebensnah.
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Beitragvon DELvegan am 20. Mai 2016 06:11

Kurze Frage, bedeutet "Vorbereitungszeit maximal 15 Minuten" auch Garzeit?

Süße Backofentomaten

Küchenutensilien: Auflaufform, kleine Schüssel. Dazu ein Fladenbrot, einfach die letzten Minuten mit im Backofen erhitzen.

Zutaten

400 g Cherrytomaten am Strauch
6 Kirsch Pfefferoni
2 – 3 EL Agavendicksaft
2 – 3 EL Öl
2 EL getrocknete Kräuter nach Wahl
Salz, Pfeffer
Optional: Fladenbrot, Baguette

Zubereitung
Die Cherrytomaten mit Strauch in eine passende Auflaufform legen. Die Kirsch Pfefferoni dazwischen verteilen. Öl, Salz, Pfeffer und Kräuter gut verrühren und über die Tomaten gießen. Den Löwenzahnhonig oder entsprechenden Ersatz vom Löffel auf die Tomaten tropfen lassen. Dabei sollte jede Tomate etwas abbekommen. Alles im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Umluft auf der mittleren Schiene 15 Min. backen.

Süße Backofentomaten_3.JPG
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