Was, wenn ich nicht stillen kann?

Schwangerschaft, Kinder & Familienleben

Beitragvon illith am 5. Mai 2017 21:04

das dachte ich auch.
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Beitragvon Märzmädels am 6. Mai 2017 15:53

blumenmädchen hat geschrieben:Ich bin zwar noch nicht schwanger, aber der Kinderwunsch ist langsam da, und ich mache mir schon so meine Gedanken ;)
Bei meiner Schwester hat das Stillen nicht richtig geklappt, sodass meine Nichte relativ früh Muttermilchersatz-Pulver (auf Kuhmilchbasis) bekommen hat.
Ich hab ehrlich gesagt schon Panik wenn ich daran denke, dass ich eventuell auch nicht stillen kann, weil ich meinem Kind sowas echt nicht geben möchte.
Ich habe mich ein bisschen belesen und herausgefunden, dass es auf dem deutschen Markt gar keine komplett vegane Säuglingsnahrung gibt und ich weiß auch nicht, ob ich meinem Baby wirklich Pulver aus Sojabasis geben möchte :kk:
Wie würdet ihr das handhaben?

Hallo blumenmädchen, die meisten Frauen können stillen. Hilfreich ist gute Vorbereitung bzw Vorwissen und Unterstützung beim Stillen durch fachkundige Personen (das ist nicht immer die Hebamme, leider). Fundierte Hilfe bekommst du durch ausgebildete Stillberaterinnen (z.B. hier: http://www.bdl-stillen.de/stillberatungsuche.html), oder in Stillgruppen (z.B. hier: http://lalecheliga.de/). Da kann man auch unschwanger oder schwanger schon hin, nicht unbedingt erst mit Kind. Online gibts auch gute Unterstützung (zB hier: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/index.php).

Wenn du konkrete Fragen hast, kannst du sie mir gerne stellen, ich bin ausgebildete Stillberaterin (IBCLC).
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Beitragvon illith am 6. Mai 2017 15:57

...wo steckt eigentlich Mashi schon wieder? :skeptic:
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Beitragvon europium am 8. Mai 2017 17:55

Hier auch noch eine Stimme für Stillgruppen und Stillberatung. Man kann Glück mit seiner Hebamme haben in Sachen Stillberatung, aber darauf zählen würde ich im Zweifelsfall nicht. Besorg dir am besten die Nummer von einer Stillberaterin (von der LaLecheLiga) die du kontaktieren kannst, falls es nicht so klappt. Meines Wissens nach machen die das ehrenamtlich.
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Beitragvon Gruftmoggele am 11. Mai 2017 09:15

Hier noch ein kleiner "Erfahrungsbericht": Mein Vater hat weder Mutter- noch Kuhmilch vertragen und wurde mit Mandelmilch gestillt. Und er ist trotzdem groß und stark geworden, bzw. nicht mangelernährt.
Jetzt hat er zwar Gicht, aber das ist ein anderes Thema.

Ich will nur sagen, dass eine Ernährung für Säuglinge ohne Mutter/Kuhmilch möglich sein kann.
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Beitragvon Ars am 11. Mai 2017 09:33

:mg: Sorry Gruftmoggele, das hat mich jetzt zum Schmunzeln gebracht. Mit "stillen" ist eigentlich die Ernährung ab Mutterbrust gemeint und da kommt eher keine Mandelmilch raus ;).

Grundsätzlich zum Thema: Ich habe eine Frau erlebt, welche stillen wollte und, gemäss Aussage der Stillberaterin das nur teilweise konnte, weil sie zu wenig Milchdrüsen hätte. Ich habe viele Frauen erlebt, welche bei den ersten Schwierigkeiten aufgegeben haben. Das waren aber alles Frauen, die eh nur wenige Wochen stillen "wollten" und als es dann schwierig wurde, war das eine gute Gelegenheit, es sein zu lassen.

Ich selber habe je etwa 18 Monate gestillt. Es gab bei beiden je eine Phase, bei der es schwierig wurde (Brustentzündung lässt grüssen!). Da war die Stillberaterin eine wichtige Ansprechperson und man muss sich viel Zeit nehmen in der Folge, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Aber es klappt, wenn man will (ausser in den obengenannten Ausnahmefällen). Ich habe bei der ersten Brustentzündung letztlich kaum mehr Milch gehabt und habe dann etwa 3 Tage zugefüttert. Hätte ich mehr Ahnung gehabt, hätte ich vorher bereits Milch eingefroren und diese Phase überbrücken können.

Kurz gesagt: Stillberaterin ist sehr wichtig und Stillgruppen sehr hilfreich, ebenso wie Geduld haben. Bis auf die eine Frau haben es in meinem Bekanntenkreis alle geschafft, die wirklich stillen wollten.
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Beitragvon Wuseljule am 11. Mai 2017 10:38

Gruftmoggele hat geschrieben:Hier noch ein kleiner "Erfahrungsbericht": Mein Vater hat weder Mutter- noch Kuhmilch vertragen und wurde mit Mandelmilch gestillt. Und er ist trotzdem groß und stark geworden, bzw. nicht mangelernährt.
Jetzt hat er zwar Gicht, aber das ist ein anderes Thema.

Ich will nur sagen, dass eine Ernährung für Säuglinge ohne Mutter/Kuhmilch möglich sein kann.


Bevor hier jemand auf falsche Gedanken kommt: Es wird sich um Mandelmilch mit Vitamin- und Mineralstoff-Zusetzung gehandelt haben. Alpro-Mandelmilch* ist nicht als alleinige Säuglingsnahrung geeignet.

*und die aller anderen Marken

Ich wollte eigentlich längst was zu BodyBuilders Beitrag geschrieben haben. Den unterschreibe ich so.
Ich konnte Mini-Wusel stillen, aber er war nie lange satt und hat nicht zugenommen. Habe mit (Kuh-)Milchnahrung zugefüttert. Finanziell für uns die sinnvollste Methode.
Ich hoffe sooo sehr, dass ich Mini-Wusel II voll stillen kann.
Was wir nicht können, ist irgendwas wiederholen
wir können nicht zurück und warum sollten wir auch?
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Beitragvon Akayi am 11. Mai 2017 10:48

@Wuseljule, gibt es bei (Kuh-)Milchnahrung etwas zu beachten, bzw. womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht?
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Beitragvon Balthazar2026 am 11. Mai 2017 10:54

Bei unserer Kleinen hatten wir das große Problem das die Muutermilch eine ganze Zeit nicht gereicht hat.
Gewicht stagnierte und nahm sogar ab. So mussten wir beifüttern (Hebamme wollte schon abstillen).

Allerdings hat unsere Tochter weder die Flasche akzeptiert (wir mussten immer mit einer Spritze "beimengen")
noch Milchnahrung vertragen (Bauchschmerzen und Kolliken).

Meine Frau hat dann eine Weile das Kind immer sehr lange gestillt und dann "sprang der Motor" dann doch
ordentlich an. (Anzumerken ist hier das meine Frau unter Schilddrüsenproblem leidet , hat das ganze nicht erleichtert)
Ich kann jeden raten nicht zu verzagen und sich im Zweifel wirklich Hilfe bei einer Stillberaterin zu holen.
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Beitragvon Lovis am 11. Mai 2017 10:55

Hey Jule, ist Mini-Wusel II schon unterwegs? (Sorry,falls ich das überlesen haben sollte. :| )
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