Familienfeier

Allgemeine Fragen & Diskussionen zum Veganismus

Beitragvon hansel am 18. Aug 2017 21:08

Hm, das mit dem intellektuellem Selbstmord könnte aber auch ein Bumerang werden, wenn man nicht genauestens über die Themen, mit denen man kontert, Bescheid weiß:

Zombie hat geschrieben:Och du ich freue mich immer auf solche Menschen zu treffen. Bleibe dann auch beherzt dabei wenn die anderen abblocken wollen und in die Enge getrieben werden. Da blühe ich so richtig auf.
Themen wären dann so, Das ganze Cholesterin ist doch tierisch ungesund,

Bist du dir mit dem Cholesterin z.B. wirklich sicher? Dass "das ganze Cholesterin ungesund" ist?"
Immerhin scheinen mit einem niedrigem Cholesterinspiegel verschiedene Auffälligkeiten wie Aggressionen, Depressionen, Alpträume und geringere Gedächtnisleistung einher zugehen. Zu hohe Cholesterinspiegel sind dagegen auch nicht so prickelnd.

Eierskandal ("Was sagt ihr eigentlich zu dem Eierskandal. Für euch hab ich aber extra was gekauft wo überall Ei drin ist. Nicht daß das noch Vegan wäre:-) . Hoffe da ist jetzt nicht auch noch Fibronil drin.


Und das Fipronil: Weißt du, was der gängige Weg ist, Fipronil mit der Nahrung aufzunehmen?, bzw. für was es normalerweise (außer zur Flohbehandlung bei Hund und Katz) verwendet wird?

Aber sonst hast du ja recht (nur sollte man Omnis nicht automatisch für dumm halten).
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Beitragvon DarkInsanity am 19. Aug 2017 19:04

hansel hat geschrieben:Hm, das mit dem intellektuellem Selbstmord könnte aber auch ein Bumerang werden, wenn man nicht genauestens über die Themen, mit denen man kontert, Bescheid weiß:


Wie genau muss man denn über das Thema Bescheid wissen?

Es ist unmoralisch Tieren für Geschmacksvergnügen die Kehle aufzustechen.

Ein Drittklässler könnte dieses Argument verteidigen. Ich halte nicht Omnis für dumm, sondern Karnisten (Leute, die aktiv die Ansicht vertreten, dass Tierausbeutung moralisch gerechtfertigt werden kann).
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Beitragvon hansel am 19. Aug 2017 19:25

DarkInsanity hat geschrieben:Wie genau muss man denn über das Thema Bescheid wissen?

Es ist unmoralisch Tieren für Geschmacksvergnügen die Kehle aufzustechen.


Gerade dieses Argument wurde aber nicht gewählt, sondern es wurden gesundheitliche Gründe angegeben , die (so) nicht zutreffen.
Und das ist kontraproduktiv.
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Beitragvon DarkInsanity am 19. Aug 2017 22:10

Gerade dieses Argument wurde aber nicht gewählt, sondern es wurden gesundheitliche Gründe angegeben , die (so) nicht zutreffen.
Und das ist kontraproduktiv.


Ich stimme zu, dass das kontraproduktiv ist. Du bezogst dich aber auf meinen Kommentar mit dem intellektuellen Selbstmord. Natürlich sollte man die andere Person auf den ethischen Aspekt festnageln. Bei gesundheitlichen Diskussionen kann man sich stundenlang gegenseitig mit wissenschaftlichen oder pseudowissenschaftlichen Erkenntnissen totwerfen. Für das ethische Argument haben Karnisten schlichtweg keine Antwort, die nicht extrem einfach widerlegt werden kann.
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Beitragvon Zombie am 22. Aug 2017 19:13

Klar ist die Cholesterinfrage nicht ganz haltlos. Aber wenn die Carnis "Böses Cholesterin" hören gehen die Ohren auf wie bei dem Wort "Massentierhaltung" "Pelz tragen" und co.

Das hat sich bei denen irgendwie so manifestiert von früh auf das es wohl ein Signal sendet und alle hellhörig werden. Und wer will da schon behaupten das Cholesterin gesund sei. Braucht man denen nur sagen das richtige Fleischfresser wie Löwen das Cholesterin ausscheiden und im Menschen setzt es sich ab.
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Beitragvon hansel am 22. Aug 2017 19:27

Zombie hat geschrieben:...... das richtige Fleischfresser wie Löwen das Cholesterin ausscheiden und im Menschen setzt es sich ab.


Auch..., aber es wird eher in nicht ganz so unwichtige Dinge wie Östradiol, Progesteron, Testosteron, Cortisol, Aldosteron und Gallensäuren aufgebaut.
- Die alle ohne Cholesterin nicht gebildet werden können.
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Beitragvon Kriegskaese am 23. Aug 2017 17:16

Ich habe so ähnliche Situationen auch schon erlebt, nur nicht ganz so extrem. :(

Prinzipiell vermeide ich es in solchen Situationen überhaupt etwas zu sagen, über das diskutiert werden kann. Also statt Argumente für eine vegane Lebensweise vorzubringen, rede ich lieber von meinen eigenen Erfahrungen und Gefühlen. z.B. sage ich: „Ich mag nicht, was mit Tieren gemacht wird, um tierische Produkte herzustellen.“ statt zu sagen: „Tiere essen ist unmoralisch.“

Falls vom Gegenüber Argumente kommen, finde ich es sehr hilfreich sie zu ignorieren und stattdessen auf die Gefühle bzw. Bedürfnisse des Anderen einzugehen. Als Antwort auf „Du als Sportler musst doch wissen, dass Fleisch wichtig ist.“ würde ich z.B. sagen: „Wenn ich dich richtig verstehe, dann machst du dir Sorgen um meine Gesundheit, oder?“

Es ist natürlich nicht immer leicht so auf Kritik zu reagieren, aber mit ein bisschen Übung bekommt man das schon hin (zumindest ab und zu). Im schlimmsten Fall kann man ja immer noch das Thema wechseln.

Was mir auch sehr hilft, ist folgende Sichtweise:
Gegen eine omnivore Ernährung zu argumentieren, kann leicht als persönliche Kritik verstanden werden. d.h. Wenn sich omnivor ernährende Menschen den pro-veganen Argumenten zustimmen würden, dann hätten viele von ihnen das Gefühl, schlechte Menschen zu sein. Und aus diesem Dilemma und den damit verbundenen, negativen Emotionen, sehen viele nur einen Ausweg: Ihr eigenes Verhalten zu rechtfertigen. Das Verhalten deiner Freunde, hat also gar nichts mit dir zu tun. Es ist, meiner Meinung nach, nichts anderes als ein Schutzmechanismus bzw. eine ungeschickte Art mit ihren eigenen Gefühlen umzugehen. Diese Sichtweise hilft mir in schwierigen Situationen oft, das Verhalten Anderer nicht als Kritik, sondern als Hilferuf zu verstehen. Und dadurch fühle ich mich dann auch nicht in die Ecke gedrängt, sondern motiviert zu helfen. Ganz nebenbei kann das auch die Beziehung verbessern, wenn der Gesprächspartner merkt, dass man ihn nicht kritisieren möchte, sondern ernsthaft daran interessiert ist, ihn zu verstehen.

Und zum Thema „den Spieß umdrehen“ um nicht vegan lebende Menschen bloßzustellen: Ich würde den Spieß lieber wegwerfen. Der hat, meiner Meinung nach, in einer wertschätzenden Kommunikation nichts zu suchen.
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Beitragvon Dudelsack am 27. Sep 2017 08:56

Hallo,

warum hast du die leute nicht rausgeschmissen? spätestens beim fallen des wortes "dreck" in zusammenhang
mit meiner küchenausstattung wäre derjenige zum gehen aufgefordert worden. du solltest dich auf
keinen fall fühlen, als müsstest du dich auf jede diskussion einlassen. bringt, grade in der familie, sowieso
selten was. wenn du aktivist sein willst, mach das auf der straße und nicht im persönlichen umfeld, beschert
ohnehin nur frust.
WOHER KRIEGST DU PROTEIN?!
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