Eier vom Bauernhof der Verwandten

Allgemeine Fragen & Diskussionen zum Veganismus

Eier vom Bauernhof der Verwandten

Beitragvon Ankin Weldys am 1. Nov 2012 14:13

Hallo,
Findet ihr es vertretbar Eier vom Bauernhof eines Verwandten [sprich jemandem, bei dem man weiß, dass es den hühnern nicht schlecht geht] zu konsumieren?
Welche Argumente sprechen dagegen?
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Beitragvon Madeleine am 1. Nov 2012 14:17

Für mich spricht einfach dagegen, dass es AUS einem Tier heraus kommt :) Sonst eigentlich nichts weiter :)
Geliebt zu werden kann eine Strafe sein. Nicht wissen, ob man geliebt wird, ist Folter.
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Re: Eier vom Bauernhof der Verwandten

Beitragvon Ankin Weldys am 1. Nov 2012 14:23

Hm...Ich brauch eben Argumente, mit der man eine Oma überzeugen kann^^.
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Beitragvon Stefan am 1. Nov 2012 14:31

Ich würde sagen, es wäre sinnvoller die Eier jemandem zu geben, der ansonsten Eier aus Massentierhaltung kaufen würde. Außerdem ist es immernoch eine Ressourcenverschwendung, Hühner zu füttern und dann die Eier zu essen. Ganz egal, wie gut es den Hühnern geht. Und dann ist natürlich noch die Frage, wie gut es den Hühnern da geht. Nur weil die Eier von einem Verwandten kommen heißt das ja noch lange nicht, dass es ihnen da besser geht, als auf nem anderen Bauernhof. Was passiert mit den Hühnern wenn sie zu alt sind um Eier zu legen, was passiert mit den männlichen Küken?
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Beitragvon Hundemutti am 1. Nov 2012 15:14

Ganz klares Jain 8-)

Wenn:
- die Tiere ihrer Art gerecht gehalten werden, also in einer stabilen Gruppe mit Hahn, mit großem abwechslungsreichem Gehege und gutem Unterschlupf, mit artgerechtem Futter ... ich kenne mich da nicht aus
- die Tiere dort auch weiterleben dürfen wenn die Legeleistung nachlässt
- die Tiere bei Krankheit versorgt werden

wüsste ich nicht was dagegen spricht.

Für mich persönlich spräche noch dagegen wenn es sich um eine überzüchtete Hochkeistungsrasse handelt, die man extra gekauf hat. Also das irgendwer mal Geld für diese Zucht bekam.

Ich hätte ja gerne eine kleine Hühnerschar von ehemaligen Legehennen. Da würd ich auch die Eier essen. Aber ich würde sich nicht der Eier wegen anschaffen, sondern der Hühner wegen. Sooo tolle Tiere.
Es ist unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen.
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Beitragvon lotteantiheldin am 1. Nov 2012 15:37

Ich selbst lehne Tierhaltung generell ab. Allerdings könnte ich z.B. Verständnis dafür aufbringen, wenn die Hühner von einem Gnadenhof kommen und dort ein neues Zuhause finden bzw. von einem Menschen, der sie nicht mehr halten kann oder möchte oder sie vor der Schlachtbank gerettet werden.
Leider ist das Kükensexen überall verbreitet, sodass du, wenn du dir vermehrt Hennen kaufst, davon meistens ausgehen kannst, diesen Prozess zu unterstüzten - zumal es ja auch nicht sein muss, immer neue Tiere zu "produzieren", die dann einzig und meist allein als Legemaschinen missbraucht werden. Möglicherweise wäre das ja eine gute Alternative? So hätten die Hühner (bitte inkl. Hahn) praktisch auch was davon, indem ihnen ein gutes neues Zuhause geboten wird und sie nicht nur "Wegwerfware" darstellen. Ebenso sollten sie auf dem Hof alt werden dürfen wie Hundemutti ja schon geschrieben hat. Und bitte bloß nicht erwarten, dass jedes Huhn auch täglich ein Ei legt...
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Beitragvon emmy am 1. Nov 2012 16:00

Du möchtest deine Oma überzeugen? Wenn sie ausschließlich von den Hühnern, die sie selbst kennt (sie wird ja bei Bekannten auch mal zu Besuch sein) Eier isst, könnte ich persönlich damit leben. Menschen, die das in ihrer Jugend so gelernt haben, für die Fleisch, Milch und Eier vielleicht mal zum überleben wichtig waren, die überzeugt man wohl nicht so leicht. Was aber wichtig wäre, wenn du mit ihr darüber diskutierst, ist, dass Omnivore dieses Bauerhofargument oft nutzen um sich auch problemlos im Supermarkt alles zu kaufen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob zB Ei drin ist. Dass es den Hühnern des Bekannten gut geht, lässt einen dann glauben, dass es allen gut geht. Darüber würde ich persönlich dann reden wollen. Wie wichtig dir selbst das ist, ist aber deine Entscheidung.
Ich selbst habe gute und schlechte "private" Hühnerhaltung erlebt. Wenn Hähne dabei sind, werden die Eier befruchtet, die Hühner möchten brüten, manche nehmen ihnen die Eier weg, manche lassen sie. Beides finde ich nicht gut. Wenn du beispielsweise eine Hündin kastrierst, ist es etwas anderes, als wenn du ihr die Welpen wegnimmst und aufisst. Der Vergleich ist sehr schief, aber ich finde es trotzdem auch bei Hühnern nicht gerechtfertigt. Lässt man ausbrüten, hat man bald vielleicht nicht mehr genug Platz für alle und die Hähnchen, die schlüpfen...?
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Beitragvon Akayi am 1. Nov 2012 16:48

emmy hat geschrieben:Du möchtest deine Oma überzeugen?

Ich glaube es geht darum sie zu überzeugen, dass man sie selbst nicht essen will.

Das Thema ist übrigens ein Dauerbrenner..
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Beitragvon emmy am 1. Nov 2012 17:13

Ach ja, da war was mit Großeltern als mögliche Unterstützung. Schwierig. :( So richtig schlagende Argumente wüsste ich dann nicht. Vielleicht hilft es, sich das mal selbst anzuschauen und erklären zu lassen, zB wo die Hühner herkommen und wo sie "hingehen", was passiert, wenn sie krank sind usw. Und dann sagen, das kann ich essen oder das möchte ich nicht unterstützen.
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Beitragvon Eduw am 1. Nov 2012 18:00

Unsere Hühner sind überzüchtete Wesen. Sie sind Eiermaschinen so wie Kühe Milchmaschinen sind. Sie wurden so hochgezüchtet, dass sie quasi täglich Eier legen. Das zerrt an ihrem Körper, die Hühner werden nicht alt, weil der Körper darunter so leidet.

Mit anderen Worten: Hühner sind krank, einfach, weil es Hühner sind. Sie weiter zu züchten bedeutet, eine Qualzucht zu führen.

Den Hühnern mag es noch so gut gehen- sie leiden trotzdem.
Klar ist es okay, Hühner die "bereits bestehen" möglichst artgerecht zu halten, aber ich fände es nicht okay, sie zu züchten.
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