Probleme durch rein basische Ernährung

Allgemeine Fragen & Diskussionen zum Veganismus

Beitragvon Tica am 14. Nov 2017 17:38

Gratulire Ars. Ich müßte auch 10 kg abnehmen (73 kg bei 1,61m). :-(( Wenn ich jetzt nicht gegensteuere, bin ich in 5 Jahren bei 80 kg. Und das will ich nicht. Ü 50 muss nicht zwangsläufig dick bedeuten.
Wie hast DU es geschafft mit denn 33 kg?
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Beitragvon Ars am 14. Nov 2017 18:06

Da muss glaube ich jede/-r seinen eigenen Weg finden. Ich habe mir Regeln auferlegt: regelmässig essen, nichts dazwischen, alles ist erlaubt und nichts ist verboten, Süsses aber bitte im Normalfall nur direkt nach dem Mittagessen und mit Sport anfangen. Letzteres aber mehr um das unvermeidliche Geschwabbel bei grösserem Gewichtsverlust mit 50+ in Grenzen zu halten. Abgsehen erachte ich es als wichtig um Muskelabbau entgegen zu wirken und Stabilität und Beweglichkeit zu behalten. Zeitfaktor ist egal, einzige Bedingung: es muss gleich bleiben oder runter mit dem Gewicht. Das heisst aber auch: keine Diät im normalen Sprachgebrauch. Nur Ananas oder 300 kcal würde ich keine Woche aushalten. Ansonsten ist es halt wirklich blosse Mathematik: weniger zuführen wie verbrauchen über eine Woche betrachtet.
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Beitragvon Unantastbarkeit am 15. Nov 2017 16:15

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/uebergewicht-mit-wenigen-kilos-zu-viel-lebt-man-laenger-a-875379.html
Jetzt legt Flegal nach. In einer neuen Übersichtsarbeit hat sie gemeinsam mit Kollegen 97 Studien mit insgesamt 2,88 Millionen Teilnehmern ausgewertet. Im Ergebnis haben Menschen mit einem BMI zwischen 25 und 30 ein niedrigeres Risiko, innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu sterben, als die sogenannten Normalgewichtigen

"Normalgewicht" ist NICHT gesund, warum glaubt ihr einer Übersichtsarbeit über 97 Studien nicht? Leichtes Übergewicht, ich empfehle jeh nach Grösse 5-15 Kilo über "Normalgewicht", bedeutet ein geringeres Risiko zu sterben, das sage nicht nur ich, das sagen Experten, warum sich selbst schaden? http://www.fitforfun.de/abnehmen/der-optimale-bmi-leichtes-uebergewicht-bringt-laengeres-leben_aid_7627.html
Überraschend: Menschen mit optimalem BMI haben ein höheres Sterberisiko als Menschen mit etwas höherem Gewicht
Alles Liebe und viel Glück
Zuletzt geändert von Unantastbarkeit am 15. Nov 2017 18:59, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon human vegetable am 15. Nov 2017 18:26

Ich vermute, ich kapiere bloß die Ironie nicht :kk:


Definitiv keine Ironie...
"The greatest obstacle to discovery is not ignorance - it is the illusion of knowledge." - Daniel J. Boorstin
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Beitragvon Akayi am 15. Nov 2017 23:51

human vegetable hat geschrieben:Dennoch muss ich gestehen: "Ich esse das aus Gesundheitsgründen" hört sich irgendwie besser an als "Es schmeckt halt so gut." 8-)

Das klingt für mich nach einer Essstörung.
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Beitragvon BodyBuilder am 16. Nov 2017 01:01

Unantastbarkeit hat geschrieben:"Normalgewicht" ist NICHT gesund, warum glaubt ihr einer Übersichtsarbeit über 97 Studien nicht? Leichtes Übergewicht, ich empfehle jeh nach Grösse 5-15 Kilo über "Normalgewicht", bedeutet ein geringeres Risiko zu sterben, das sage nicht nur ich, das sagen Experten, warum sich selbst schaden?


Ich gehe zwar auch davon aus, dass "ein kleines bisschen über Normalgewicht" (wenn man ab BMI 25 das so nennen möchte) wohl keine schlimmen Auswirkungen auf die Lebenserwartung hat.
Aber bei all den Studien, die ich dazu bisher gesehen habe, sehe ich schon gewisse Schwächen in der präzisen Anwendung von Statistik. Insbesondere die Vermischung von "bedingter Wahrscheinlichkeit" und "unbedingter Wahrscheinlichkeit".

Bevor Menschen altersbedingt bzw. bedingt durch chronische Krankheit sterben, durchlaufen sie oft eine Phase des Körpergewichtsverlusts. Deswegen fallen Menschen in solchen Fällen zumindest teilweise krankheitsbedingt aus der Kategorie der "Übergewichtigen" heraus in die Kategorie "Normalgewichtige" und dann evtl. auch noch weiter in den Bereich der "Untergewichtigen".

Die Körpergewichtsreduktion ist in solchen Fällen dann aber nicht etwa die Ursache des körperlichen Verfalls.
Vielmehr ist die Körpergewichtsreduktion ist in solchen Fällen aber die Folge des körperlichen Abbaus.

Und genau solche Fälle können die statistische Auswertung erheblich verfälschen, wenn nicht sehr genau wissenschaftlich gearbeitet wurde.

Selbst wenn nur bei einem kleinen Teil der statistisch erfassten Personen Ursache und Wirkung eines reduzierten Gewichts vertauscht wurde, wird die ganze Statistik gleich deutlich verfälscht.

Triviales Beispiel:

Wie gut wirksam ist Nachhilfeunterricht für Schulkinder?
Bei schlecht gemachter Statistik ist die Antwort schnell gefunden:
Schulkinder, die Nachhilfe bekommen, schneiden in den Prüfungen um 1,2 Schulnoten schlechter ab als Schulkinder, die keine Nachhilfe bekommen haben.
Nicht besser, sondern schlechter!
Folglich ist doch statistisch bewiesen:
Nachhilfeunterricht verschlechtert die schulische Leistung von Schulkindern statt sie wie gewünscht zu verbessern. :eek:

Natürlich ist in diesem Beispiel sehr leicht ersichtlich, an welcher Stelle diese Statistik einen Fehler gemacht hat:
Sie berücksichtigt nicht, dass zuvor erzielte Schulnoten einen Einfluss auf die Wahschenlichkeit haben, dass ein Schulkind Nachhilfeunterricht erhält.

In diesem sehr übersichtlichen Beispiel mag es trivial erscheinen, dass die Statistik entsprechend um diese Korrelation korrigiert werden muss.

Aber sobald die Zusammenhänge ein bisschen komplizierter zu überblicken sind, wird dann schnell mal auf eine wissenschaftlich sauber gemachte Statistik verzichtet. Weil eine solche die gesamte Betrachtung "zu kompliziert" machen würde.

Wenn ich mir aber die Studien zum Thema "Korrelation Mortalität & BMI" anschaue, entdecke ich regelmäßig Simplifizierungen von Sachverhalten, die zu solcher Art von Statistik-Fehlern führen.

Anderes Beispiel: "Gesundheitsapostel" sterben früher.
Aber Menschen, die gesundheitlich nie irgendwelche Probleme hatten, neigen auch weniger dazu, überhaupt zum Gesundheitsapostel zu werden. Zu Gesundheitsaposteln werden eher jene Menschen, die schon zuvor mit angeschlagener Gesundheit zu kämpfen hatten.

Eine wisschenschaftlich sauber erarbeitete Statistik ist leider eher die Ausnahme als die Regel. :(
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Beitragvon Akayi am 16. Nov 2017 07:21

Letzteres würde ich in Frage stellen. Ich habe eher den Eindruck dass der Fehler bei der Berichterstattung über an sich saubere Statistiken passiert.
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Beitragvon Unantastbarkeit am 16. Nov 2017 13:44

http://www.fitforfun.de/abnehmen/der-optimale-bmi-leichtes-uebergewicht-bringt-laengeres-leben_aid_7627.html
Die Forscher werteten Daten von gut 11.000 Studienteilnehmern aus, die sie über 12 Jahre begleiteten. Es stellte sich heraus, dass (leicht) übergewichtige Teilnehmer – mit einem etwas erhöhten BMI von 25-29,9 – tatsächlich ein um 17 Prozent geringeres Sterberisiko aufwiesen als jene mit Normalgewicht (BMI 18,5-24,9)


https://www.youtube.com/watch?v=UAA1WeiVOMg Auch sehr interessant, bei schlanken Menschen stiessen die Forscher in jedem dritten Fall auf schlechte Blutwerte, bei Übergewichtigen war alles in Ordnung!

Geringeres Risiko zu Sterben als die Normal-gewichtigen! Weil diejenigen, welche Normalgewichtig waren ein höheres Risiko haben, als die leicht "Über"gewichtigen, dann kann man das nicht so wegdiskutieren wie ihr es versucht habt meine Lieben :) Warum wollt ihr unbedingt leiden und euch nicht grössere Mengen an gesundem also auch Protein und alles Essen gönnen, übrigens!! Ohne (natürlich pflanzliches ;) ) Fett im essen, kann der Körper die meisten Vitamine gar nicht aufnehmen! Gemüse und Obst ohne Nüsse oder Pflanzliches Öl oder anderes pflanzliches Fett dazu in kleinen Mengen, könnt ihr euch sparen, der Körper nimmt sehr viele wichtige Vitamine ohne das Fett im essen ist gar nicht auf! Also Ruhig vor dem Essen von Gemüse und Obst ein paar Nüsse oder am besten Leinöl für Omega 3 dazu :) Studien empfehlen neu mindestens 7 Portionen Obst und Gemüse am Tag, für ein extrem stark verringertes Risiko zu sterben oder krank zu werden, aber bitte wie gesagt auch pflanzliches Fett dazu sonst bringt es Vitamin technisch fast nichts.
Und dann noch auf die Proteine achten, es braucht sehr viel am Tag, und schon wird es dann zum Glück für euch hoffentlich ein gesunder BMI von etwa 25-29,9 und kein ungesundes:
Untergewicht von BMI 18,5-24,9

Ich möchte noch bekräftigen, der BMI ist eigentlich generell eine schlechte Methode, Körperfettanteil grob geschätzt ist wichtiger. Der Körper braucht einen gewissen Anteil an Körperfett für Optimale Gesundheit: zu wenig="Normalgewicht": schadet genau so, wie extrem viel zu viel.

Alles Liebe und viel Glück :)
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Beitragvon anphie am 18. Nov 2017 08:53

Ich "glaube" immernoch lieber den ca. 2 Millionen anderen Studien, die ein gesundheitliches Optimum im Normalgewicht sehen.
1. Die Flegal Studie bekommt sehr überproportional viel Aufmerksamkeit, weil das Ergebnis dem Wunschdenken vieler Menschen (inkl. Journalisten ;-) ) entspricht
2. Die Studie ist methodisch fehlerhaft wie bereits erklärt. Sie kontrolliert nicht auf Raucher und gewichtsreduzierende Erkrankungen vor dem Tod sondern schaut nur das Gewicht beim Tod an. Beispiel: wenn jemand mit BMI 30 krank wird, aufgrund der Krankheit auf BMI 23 abmagert und dann stirbt, würde Flegal ihn dem Normalgewicht zuordnen. Dass das Blödsinn ist und das Ergebnis massiv verzerrt ist hoffentlich verständlich.
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