Cronometer "Zwangsstörung"

Ernährung, Lebenswandel, Supplemente
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illith
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Beitrag von illith » 23. Jun 2019 22:03

und warum ist das Quatsch?
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Sphinkter
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Beitrag von Sphinkter » 23. Jun 2019 22:30

illith hat geschrieben:
23. Jun 2019 21:57
Sphinkter, wenn bei den Bluttests aber immer alles ok ist, versteh ich deine Sorge nicht so ganz...?
Mir hat mal ein guter Mann gesagt, better safe than sorry.
Zuletzt geändert von Sphinkter am 23. Jun 2019 22:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Sphinkter » 23. Jun 2019 22:33

illith hat geschrieben:
23. Jun 2019 22:03
und warum ist das Quatsch?
Kapier ich auch nicht. Die Trinkmenge macht die DGE vom Körpergewicht anhängig.

https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/wasser/

Einheitswerte fürs Trinken findet man dort nicht.

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illith
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Beitrag von illith » 23. Jun 2019 22:44

naja, bei dir klingts mir aber eher nach stressed than sorry.

was sind denn deine ganz konkreten Bedenken, was passiert, wenn du jetzt am einen oder anderen Tag nicht auf deine 100% kommst?
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Beitrag von Sphinkter » 24. Jun 2019 07:09

Liegt das nicht auf der Hand? Dass sich langfristig ein Mangel aufbaut.
Wenn jeden Monat 25 Euro mehr ausgegeben werden, als eingenommen, baut sich auf dem Konto auch mittelfristig ein Problem auf.

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Beitrag von Sphinkter » 24. Jun 2019 07:31

Mal noch was anderes. Ballaststoffe binden ja Mineralstoffe und Spurenelemente.
Weiss jemand wie hoch dieser Verlust sind?
Mich würde mal interessieren, ob man nicht letztendlich bei Weissmehl Produkte besser fährt, da hier das Fiber draussen ist und es bekömmlicher ist.
Zuletzt geändert von Sphinkter am 24. Jun 2019 08:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Sphinkter » 24. Jun 2019 08:21

Hier habe ich was gefunden:

"Compared with the moderate-fiber diet, the high-fiber diet increased stool weight (165 ± 53 vs. 216 ± 63 g/day, P = 0.02) and reduced 24-h urinary calcium (3.3 ± 1.7 vs. 2.4 ± 1.2 mmol/day, P = 0.003)"
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articl ... po=13.0000

Kleiner Effekt, aber signifikant.

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human vegetable
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Beitrag von human vegetable » 24. Jun 2019 08:36

Zum Punkt "Mangel aufbauen": Vielleicht entspannt dich ja das evolutionäre Argument (das in einem vorigen post glaube ich auch schonmal stand).

Wenn es wirklich so leicht wäre, sich einen Mangel mit schweren Symptomen einzufangen, dann hätte die Menschheit die letzten paar Jahrtausende ohne ständigen Zugang zu einer Vielzahl von Lebensmitteln niemals überstanden, bzw. es gäbe sie gar nicht.

Irgendwo in "starch solution" bringt McDougall (den du nicht besonders schätzt, ich weiß) den Begriff "deficiency paradigm": Soll heißen, nach Jahrtaussenden des Mangels an kcal sind wir evolutionär auf die Angst vor Unterversorgung gepolt, und heutzutage "sublimiert" sich das auf Angst vor Mikro-Mangel.

Er stellt dem gegenüber, dass alle Zivilisationskrankheiten "diseases of excess" seien, und dass Über- und nicht Unterernährung das wahre Problem sei. Nur wären wir halt evolutionär nicht gepolt darauf, dieses zu erkennen.

Bzgl. Phytat etc.: Habe mal gelesen, dass ssich bei durchgängig hoher Phytataufnahme der Organismus darauf einstellt, und die Verringerung der Aufnahme wesentlich schwächer ausfällt, bzw. ganz ausbleibt. Deswegen lässt sich deine Frage nicht generell beantworten. Aber für Langzeit-WFPB-Köstler ist sie mit großer Wahrscheinlichkeit irrelevant.

Auch hier greift das evolutionäre Argument: Mag sein, dass einige Jahrhunderte weißer Reis der heiße Scheiß in Asien war, aber doch nur, weil er seltener und teurer als der allseits verfügbare braune Reis war. Bei Naturvölkern geht man von einer täglichen Aufnahme von 50-100g/d Ballaststoffen aus, wenn das die Mineralstoffaufnahme deutlich behindert hätte, dann wären wir nicht hier.

Zum Threadtitel: Ich denke, döu könntest eine zwanghafte Tendenz bei dir erkannt haben, und Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Nur lassen sich Zwangsgedanken nicht durch rein rationale Gegenargumente besiegen - jemand, der unter Waschzwang oder anderen "harten" Zwangsstörungen leidet, weiß rational natürlich auch, dass es ihm nix bringt, und macht es trotzdem.

Ich fürchte, du musst anders vorgehen, um deine Sorgen zu verlieren (oder dich einfach mit ihnen abfinden, ohne sie ernstzunehmen, "Don't believe everything you think").
"The greatest obstacle to discovery is not ignorance - it is the illusion of knowledge." - Daniel J. Boorstin

"If you want to be more successful, double your failure rate. Success lies on the far side of failure." - Thomas J. Watson

mashisouk
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Beitrag von mashisouk » 24. Jun 2019 09:28

Und wie immer bin ich der Meinung, daß das Problem nicht die Mikros bzw deren nicht Vorhandensein ist. Der Körper kann überlaufen vor Vitaminen - wenn die Seele und der Geist nicht gesund sind, wird es nicht reichen.

und wenn jetzt jemand denkt: "boah mashi, wie oft willst du das eigentlich nicht texten. Du nervst" , dem sei gesagt: ich bin Mutter. Es ist für mich völlig normal, zehnmal am Tag zu sagen: Bist du eingecremt, sind Zähne geputzt, die Meerlies gefüttert,....
Und nerven kann ich wie keine zweite
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(Deal with it hab ich von mT. Die sagt das seit neustem immer, wenn mir irgendwas nicht passt. Gefällt mir gut)
Sei ganz du selbst!
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Ars
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Beitrag von Ars » 24. Jun 2019 09:37

Ich habe jetzt echt nicht alles gelesen, weil dieses alles Makro-Mikrodenken einfach nicht mein Thema ist. Als "Aussenstehende" denke ich aber aber dein gewählter Titel trifft es gut. Es kümmern sich so wenige Leute darum, wie ihre Nahrung zusammen gesetzt ist und die serbeln nicht vor sich hin. Wir überleben seit Jahrtausenden und haben heute aufgrund der Lebensumstände eine hohe Lebenserwartung. Ich habe mich noch nie für meine Werte interessiert (ausser seit Neuestem der B12-Wert) und ich wüsste nicht, ob und wie ich diese alle erreiche. Ich war dieses Jahr zum ersten Mal seit ca. 3 Jahren so erkältet, dass es mehr als zwei Tage Kratzen im Hals war. Ich glaube einfach nicht, dass meine Abwehr so gut funktionieren würde, wenn mir alles fehlen würde, was mein Körper braucht. Ich esse und mein Essen macht mir keine Probleme. Ich habe keine übermässigen Flatulenzen, mir liegt nichts schwer auf, ich habe kein Magenbrennen etc. etc.

Etwas, was einen gesund hält, ist doch auch die psychische Gesundheit und da ist doch ein Teil davon auch der Lebensgenuss. Essen kann das sein, etwas Genussvolles, was man mit anderen Menschen teilt. Ganz ehrlich glaube ich nicht daran, dass dieses akribische und pingelige auf jede Zusammensetzung zu schauen, wirklich gesund sein kann. Der Körper ist so hochkomplex in seinem Zusammenspiel und da zu viel einzugreifen kann nicht absehbare Konsequenzen haben. Warum nicht einfach mal darauf vertrauen, dass die Natur das so eingerichtet hat, dass es für uns gut ist?

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