Mäuse im Haus...

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Lee
Leebchen
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Beitrag von Lee » 8. Nov 2019 01:21

Ja Mister superhöflich redet nicht mit mir und tuts dann doch um mir das mitzuteilen.... Gähn.

Ständig ne aggressive retorik haben und dann beleidigt sein, wenn man mal drauf angesprochen wird..

Deinen Vorsatz finde ich gut!
Was Lee sagt!

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vegabunt
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Beitrag von vegabunt » 8. Nov 2019 07:50

slartibartfaß hat geschrieben:
8. Nov 2019 00:56
Vor allem zeigen sie, dass Du mit Deinem Plädoyer für Totfallen falsch liegst.
Genau genommen tut es das nicht, weil die Antwort klar zw. den Mausarten unterscheidet und recht deutlich sagt, dass die Hausmaus draussen kaum Überlebenschancen hat. Was du weiterhin gekonnt ignorierst. ;)

Vampy hat geschrieben:
8. Nov 2019 00:29
das genaue lesen der quelle war sehr aufschlussreich - da steht nämlich gar nix zu mäusen noch zu dem setup des experiments. es handelt sich um eine vergleichssstudie, d.h. es werden verschiedene studien herangezogen, deren setup aber nicht weiter erläutert wird.
überhaupt wird nie irgendwo von mäusen gesprochen, es geht generell um eingefangene wildtiere, also hasen, schneehasen usw. da stehen dann sachen wie "transportdauer hat nen einfluss, nach 10 tagen gings denen nicht mehr so gut" und man sollte keinen schneehasen vor der haustür aussetzen.

hat also null komma gar nix mit ausgesetzten mäusen, die nach nem halben tag ein paar ecken weiter im stadtpark rausgelassen werden, zu tun.

wir sind also genauso schlau wie vorher
Danke viel mal für deine Rückmeldung, ich bohre nochmals nach, diesmal bei der Zoologin Dr. Niederer.
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Paul
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Beitrag von Paul » 8. Nov 2019 18:37

Vegabunt, schreibst du die richtig persönlich an?

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vegabunt
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Beitrag von vegabunt » 9. Nov 2019 09:50

Paul hat geschrieben:
8. Nov 2019 18:37
Vegabunt, schreibst du die richtig persönlich an?
Ja, mache ich öfter, wenn ich eine Frage habe, egal welche Firma oder Organisation. Früher schrieben wir mühsam Briefe, heutzutage geht das ja flux mit den Emails. Einer der Vorteile des Internets. ;)


Hier übrigens ihre Antwort auf die letzte Frage:
Guten Tag Herr XY

Im wissenschaftlichen Artikel „The Humaneness of Rodent Pest Control“, den ich Ihnen im Anhang mitgeschickt habe, geht es hauptsächlich um Nager. Und da es die Schadnagerbekämpfung betrifft, in erster Linie um Mäuse bzw. Ratten. Auf Seite 17 in besagtem Artikel steht im Abschnitt „Humaneness“ sinngemäss, dass Tiere, die in einer ihnen unbekannten Umgebung ausgesetzt werden eine höhere Sterberate haben können aufgrund der Tatsache, dass es für sie schwieriger ist Nahrung zu finden und Feinden zu entkommen. Danach steht explizit, dass dies sehr wahrscheinlich auch für Ratten und Mäuse gilt. Ausserdem wird erwähnt, dass die Gefahr, dass Mäuse beim Freilassen in das Revier eines Artgenossen ausgesetzt werden und in der Folge unter deren Aggression zu leiden haben, gross ist.

Was die Hausmaus anbelangt, geht es nicht in erster Linie darum, dass diese im Freien grundsätzlich nicht überleben kann. Wie ich aber im letzten Mail bereits erklärt habe, ist es so, dass die Hausmaus, zumindest in unserer Breitengraden, meist kommensal lebt, also eine an den Menschen gebundene Lebensweise führt. Sie hat daher oft ihr Nest und damit das Zentrum ihres Reviers in von Menschen bewohnten Gebäuden. Wird sie dort eingefangen und irgendwo draussen ausgesetzt, verringert sich dadurch natürlich ihre Überlebenschance. Gelangt hingegen z.B. eine Apodemus-Art in ein Haus (etwa weil sie von einer Katze dort hingebracht wurde), kann davon ausgegangen werden, dass diese, wenn sie ausgesetzt wird, eine deutlich bessere Überlebenschance hat. Sie befindet sich in ihrem angestammten Lebensraum und wird mit etwas Glück und je nach Umständen wieder in ihr Revier zurückfinden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Aussetzen von Tieren aus Lebendfallen eine gute Lösung sein kann, dass man sich aber bewusst sein muss, dass die Überlebenschancen für die ausgesetzten Tiere je nach Umständen unterschiedlich hoch sein können. Wichtige Faktoren sind dabei unter anderem: Dauer des Aufenthalts in der Falle, Temperatur, Versorgung mit Futter in der Falle, Länge des Transports, Aussetzungsort, betroffene Art etc..

Ich hoffe Ihnen mit diesen Ausführungen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüssen

Arlette Niederer

Vermutlich wird das Vampis Wissbegierde immer noch nicht befriedigen, da kein Wort über die Art und Weise der Untersuchungen erläutert wird.

Jedoch muss dass auch nicht bis ins letzte Detail erklärt werden, denn viele wissen ja, wie akribisch Forscher arbeiten, es ist daher sehr wahrscheinlich und auch nicht unüblich, dass sie die Tiere zB. farblich markiert haben und dann danach gesucht haben, welche überlebten und welche nicht. Gerade bei diesem sensiblen und emotionalen Thema habe ich keine Zweifel, dass die Untersuchenden so sorgfältig wie nur möglich arbeiten.


Wichtig scheint mir, dass es eben nicht egal ist, welche Art im Käfig landet, und dass die Chancen für die Hausmaus in freier Wildbahn viel geringer sind, was sie ja auch nochmals extra erwähnt hat.

Wenn man also einen Platz so wie Vampy kennt, wo sie problemlos zu überleben scheinen, so ist es sicher die bessere Methode, sie möglichst schnell, behautsam und in gutem Zustand auszusetzen.
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Rosiel
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Beitrag von Rosiel » 9. Nov 2019 10:20

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Aussetzen von Tieren aus Lebendfallen eine gute Lösung sein kann, dass man sich aber bewusst sein muss, dass die Überlebenschancen für die ausgesetzten Tiere je nach Umständen unterschiedlich hoch sein können.
Und da steht eben nicht, dass die Schlagfalle die humaner Lösung ist und auf Lebendfallen verzichtet werden soll.

Tt: was ich ja nie ganz verstanden habe, ich hatte an die 100 Ratten durch die Jahre meiner Rattenhalterkarriere und ich habs eigentlich immer managen können, dass sie sich da aufhalten, wo ich will.
In meiner jetzigen Wohnung geht auch eine Wanderratte ein und aus und nachdem ich durch trail and error rausgefunden hab, wo sie dran kommt und wo nicht, ist seit der Nichtverfügbarkeit von Futter meine Wohnung wohl uninteressant bzw. jetzt hör ich sie manchmal über der Wohnung und da kann sie ja sein.

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vegabunt
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Beitrag von vegabunt » 9. Nov 2019 11:08

Rosiel hat geschrieben:
9. Nov 2019 10:20
Und da steht eben nicht, dass die Schlagfalle die humaner Lösung ist und auf Lebendfallen verzichtet werden soll.
Was nun keinen verwundern dürfte. ;) Solche Worte von einem Tierschutzorgansisation werden sich verständlicherweise nicht in dieser Deutlichkeit finden, sondern sind die eigenen Schlussfolgerungen und nur in Ausnahmefällen gangbar.

Wie so oft gibt es kein Schwarz oder Weiss, es ist immer von Situation zu Situation abzuwägen, die Verantwortung liegt beim Fallensteller.
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Vampy
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Beitrag von Vampy » 9. Nov 2019 14:35

farblich markieren und suchen, wie soll das funktionieren? selbst wenn man die maus direkt vor der haustür aussetzt, die wahrscheinlichkeit, dass man die dann überhaupt nochmal zu gesicht kriegt, ob tot oder lebendig, ist ziemlich gering. und welche farbe soll da halten, silberner edding? das würden sich die mäuse doch abputzen und sich dabei gleich noch vergiften, weil das zeug schädlich ist.
ich glaube das haben die eher bei bibern oder so gemacht, wo s nur ne geringe anzahl gibt, und wenn der biber wiederkommt, kriegt man das schnell mit, weil so schnell kein anderer das gebiet besetzen würde.

in dem text ist von "live traps" die rede, da werden aber auch solche mitbehandelt, wo mehrere tiere gleichzeitig gefangen werden, und nager sind nicht nur mäuse, sondern auch eichhörnchen - dass die ausflippen wenn sie eingesperrt werden, kann ich mir vorstellen. nagetiere sind auch siebenschläfer, biber, stachelschweine, meerschweinchen, nutria.
also echte und extrem scheue wildtiere, die mit dem menschen nix am hut haben.
die mit unseren frechen, einem um die füße wuslenden stadtmäusen zu vergleichen halte ich für wenig sinnvoll.
und ne normale maus-rein-klappe-zu-falle ist auch was anderes als so ne riesen sammelfalle, in der 3 eichhörnchen sitzen - da wird im artikel erwähnt, dass die dann in ihren eigenen exkrementen sitzen. das ist bei so ner mausefalle nicht der fall, urin läuft raus, köttel passen durchs gitter. also selbst wenn die da paar std drin ist. wenn man die falle 1x täglich kontrolliert, sitzt die da im schlimmsten fall 20std drin. das ist doof, aber ich glaube nicht, dass die das so krass stresst, wenn der erste schrecken erstmal vorbei ist.

überhaupt gehts in dem arikel gar nicht primär um tiere weiterleben lassen, sondern schädlinge möglichst effizient und "human" zu bekämpfen - und am effizientesten ist eben einleuchtenderweise ne tötung. lebendfallen werden hauptsächlich im rahmen von fangen und drin sterben lassen erwähnt, und dass das qualvoll ggü ersticken/erschlagen etc ist, leuchtet ein.
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Beitrag von Rosiel » 9. Nov 2019 19:16

vegabunt hat geschrieben:
9. Nov 2019 11:08

Was nun keinen verwundern dürfte. ;) Solche Worte von einem Tierschutzorgansisation werden sich verständlicherweise nicht in dieser Deutlichkeit finden, sondern sind die eigenen Schlussfolgerungen und nur in Ausnahmefällen gangbar.
Aha. Gut, dass du Aussagen für alle Tierschutzorganisationen treffen kannst.

Tt: ich finds schade, dass immer noch konstant ignoriert wird, wie einfach man die Standard-Ratte und Maus aus dem Haus kriegt, sogar ohne Fallen.
Tt2: ne Freundin wohnt in nem Fachwerkhaus (inkl. Zwischenböden) mit 7 Katzen und hat regelmäßig die gleiche Maus in ner Lebendfalle (die Lebendfallen sind quasi die Mausschutzzonen vor den Katzen im Haus. So schlimm empfindet zumindest diese Maus das scheinbar nicht.

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Beitrag von Vampy » 9. Nov 2019 19:38

das problem ist halt, dass man in den städten ja oft gemeinschaftskeller hat - wenn da einer esskram lagert, haben alle unter den mäusen zu leiden. bzw. wenn es ein geeigneter unterschlupf ist, reicht der maus das vlt schon um sich wohlzufühlen und man hat die hinterlassenschaften überall.
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Beitrag von vegabunt » 9. Nov 2019 22:00

Rosiel hat geschrieben:
9. Nov 2019 19:16
Aha. Gut, dass du Aussagen für alle Tierschutzorganisationen treffen kannst.
Kann ich nicht und habe ich auch nicht gemacht. Das beruht auf deiner Interpretation/Behauptung. ;)
Ich gehe aber vom vorhandenen Fall aus und da wird das eben so geschickt formuliert, dass keine Kritik zu befürchten ist.
Rosiel hat geschrieben:
9. Nov 2019 19:16
So schlimm empfindet zumindest diese Maus das scheinbar nicht.

Scheinbar oder anscheinend? ;)
Und an was wird das gemessen? Allein dass immer wieder Mäuse in den Fallen sind, ist noch lange ein Beweis, dass sie dies nicht trotzdem quält.

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Nager können gerade in der Holzarchitektur beträchtlichen Schäden anrichten, er reicht wenn zB. eine Maus in den Zwischenböden den Lebensgeist aufgibt (selbst aus Altersschwäche) und dann wunderbar vor sich hin stinkt. Das fachgerechte Entfernen wirft dann zu allem Ärger auch noch unnnötige und erhebliche Kosten auf.
Es können im Extremfall aber sogar strukturelle und statische Probleme auftreten (zB in Kombination mit Nässeschäden), alles schon selbst gesehen (und unglücklicherweise auch gerochen....) in meiner damaligen Tätigkeit als Bauberater.

Ich kann daher sehr gut verstehen, dass man die Nagetiere aus dem Haus (und ebenfalls aus allen Zwischenböden ;) ) haben möchte, auch aus hygienischen Gründen.
Eine Möglichkeit (der Prävention) ist die sichere Verwahrung aller Lebensmittel und Abfälle. Wenn das garantiert ist und sich die Mäuse immer noch munter vermehren, könnte ich es nicht wirklich nachvollziehen, wenn keine weiteren Gegenmassnahmen ergriffen würden. Mir steht der Gebäudeschutz und damit auch der Schutz der Leute darin im Vordergrund.
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