Massenmord an Wildschweinen

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mashisouk
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Beitrag von mashisouk » 16. Jan 2018 21:41

Vielleicht ist das regional unterschiedlich? Mein Schwager musste auch schon zahlen und zwar einmal, weil das Wild zuviele Fraßschäden an Bäumen verursacht hat und einmal an einen Landwirt wegen Feldverwüstung. Dabei wäre hier Abhilfe ganz einfach: gezahlt wird nur wenn die Felder sachgemäß eingezäunt waren und die Umzäunung überwunden wurde. Das allerdings ein Jäger Felder einzäunt, die ihm nicht gehören, ist wohl Jägerlatein.
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Rosiel
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Beitrag von Rosiel » 16. Jan 2018 23:10

Füchse fressen vor allem Mäuse. Wildschweine selbst sind die bedeutendsten Aasfresser (derzeit in D).
mervon hat geschrieben: Und bei rein Veganer Landwirtschaft gäbe es nicht soviele Maisfelder!
Weil Veganer kein Biogas benutzen?

hansel
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Beitrag von hansel » 17. Jan 2018 02:05

mervon hat geschrieben:Zu einigen Einwendungen:
Ja, bei Füchsen dachte ich an ihre Funktion als Aasfresser.Ob diese auch Frischlinge fressen wäre zu ermitteln.
Unsinn, allenfalls an verlassene Frischlinge in den ersten drei Monaten traut sich ein einzelner Fuchs (und Füchse jagen immer allein) heran. Normalerweise wir er von der Bache streng verteidigt. Da hat auch ein Mensch schlechte Karten.
Auch dürften andere Tiere sich an der Beseitigung der toten Wildschweine beteiligen sodass der Mensch da nicht eingreifen muss.
Wir reden hier von lebenden....
Wildschweine müssen irgendwann mal ausreichend Fressfeinde gehabt haben
sonst hätte es ja früher schon Ueberpopulationen gegeben.
Wie naiv: Früher hatte es bei weitem nicht soviel Nahrungsangebot und schon gar keinen Mais gegeben.
Und wer sagt dass nicht auch in früheren Zeiten Epedemien aus Afrika kamen.
Wenn nicht diese, dann würde vermutlich irgendwann eine einheimische Epedemie auftreten.
Man sollte sich nun wahrlich keine Krankheitsepidemien wünschen. - Weder für Mensch noch für Tier.
Und dass Tiere bei Jaegerschuessen fliehen habe ich schon oft beobachtet.Woher sollen die wissen wem der Schuss gilt?
Woher sollen die wissen (bei einer Ansitzjagd), was ein Schuss ist? Bei Gesellschaftsjagden stellen allerdings die schlauen Schweine schon eine Verbindung mit der allgemeinen Beunruhigung her.
Es beruht auf einer antiquierten Denkweise dass Jäger für Schäden
"ihrer" Tiere in ihrem Revier zahlen müssen.
Die Tiere gehören nicht den Jägern, die Jagd und Schadensverhuetung sollte eine öffentliche Aufgabe sein und nicht privaten Spasstoetern überlassen werden.
Ah,ja: Die Steuerzahler, also auch du und ich sollen jetzt dafür zahlen, dass "Berufsmörder" den "Spaßtötern" die Arbeit abnehmen. Den Berufsmördern zerreißt es dann auch jedesmal das Herz.....

hansel
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Beitrag von hansel » 17. Jan 2018 02:21

mashisouk hat geschrieben:Vielleicht ist das regional unterschiedlich?
Dürfte es nach dem Bundesjagdgesetz aber nicht sein: Die Gemeinschaft aller Grundbesitzer im Dorf (auch wir) muss dem geschädigten Landwirt den Wildschaden erstatten. Und da wir das nicht wollen, schreiben wir (die Jagdgenossenschaft) in den Jagdpachtvertrag hinein, dass der Jäger den Schaden zu tragen hat.
Mein Schwager musste auch schon zahlen und zwar einmal, weil das Wild zuviele Fraßschäden an Bäumen verursacht hat und einmal an einen Landwirt wegen Feldverwüstung. Dabei wäre hier Abhilfe ganz einfach: gezahlt wird nur wenn die Felder sachgemäß eingezäunt waren und die Umzäunung überwunden wurde. Das allerdings ein Jäger Felder einzäunt, die ihm nicht gehören, ist wohl Jägerlatein.
Natürlich zäunt in der Regel der Jäger ein. Das ist allemal billiger, als einige tausend Euro für die Schäden einer Nacht zu begleichen. Dem Bauer ist der Zaun egal: Der freut sich auf das Geld.
Wir haben ja nur ein bissel Wald außerhalb der Datsche. Aber wenn ich da dem Jäger nachweisen kann, dass "seine" Rehe an meinen Bäumen die Knospen abfressen, muss er zahlen.

mervon
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Beitrag von mervon » 17. Jan 2018 04:02

Hansel:
Du bist also Mitglied in einer Jagdgenossenschaft ?
Da ist es ja konsequent sich in einem Vegan-Forum zu tummeln...

Die gesamte heutige Jagd beruht auf
einer falschen Sichtweise der Wildtiere Diese werden immer noch als Sachen betrachtet über die der
Mensch beliebig verfügen darf.
Bei Haus- und Nutztieren ist es logisch dass der Tierhalter in deren Leben eingreifen darf.Ob das
gut ist, ist eine andere Frage.
Aber daraus abzuleiten dass er auch mit Wildtieren machen darf was er will ist falsch.
Die heutige Jagd beruht auf der Existenz von Schusswaffen.Es wird
so getan als wären diese Waffen gottgegeben..
Wenn noch mit Pfeil und Bogen gejagt
werden müsste wurde man sich überlegen ob das Töten notwendig wäre. Wie auch in Kriegen verführen
die Waffen dazu sie auch anzuwenden.

Ja ich stelle mir statt Jägern
Vom Staat bezahlte Naturranger vor
die Schäden mit schonungsvollen Mitteln verhüten.
Dazu wurden auch Verhütungsmittel
für Tiere gehören. ..
Immer wieder wird auch der Schutz von Jungbaeumen als Vorwand für den Abschuss von Rehen angeführt.
Dabei sieht man in vielen Wäldern massenhaft Jungbaeume die viel zu dicht stehn weil es nicht genug Rehe
gibt um sie auszuduennen.

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Akayi
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Beitrag von Akayi » 17. Jan 2018 04:44

hansel hat geschrieben:
Akayi hat geschrieben: Der Bauer der das so gerne sein Feld schützen möchte zahlt auch für diesen Schutz. Einfach Idee, und funktioniert ganz ohne dass man auf Tiere schießt.
So laienhaft dachte ich auch mal - als Städter.
Das ist ein simpler Vorschlag zur Güte, keine Tatsachenfestellung falls du das denkst. Ob jetzt Kulak oder Jäger zahlen müssen ist mir gleich. Wenn sich beide gegenseitig in den Ruin treiben: umso besser.
hansel hat geschrieben: Unterhalte dich mal in der Dorfkneipe mit den einheimischen Jägern. Da stellt sich vieles ein wenig anders dar als aus der Sicht des Städters.
Das irgendwelche Dörfler nur Unfug im Kopf haben glaube ich dir gerne. Nur muss man sich davon nicht ganz so leicht beeindrucken lassen wie du.

hansel
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Beitrag von hansel » 17. Jan 2018 08:24

mervon hat geschrieben:Hansel:
Du bist also Mitglied in einer Jagdgenossenschaft ?
Da ist es ja konsequent sich in einem Vegan-Forum zu tummeln...
was du offenbar nicht weißt: Deine Omma vom Dorf vererbt dir ein Quadratmeter Wald und/oder Feld, un schwups bist du - gesetzlich gzwungen - Mitglied der Jagdgenossenschaft, bist Jagdgenosse. Auch wenn du zeitlebens zu den Versammlungen nicht hingehen würdest.

Die heutige Jagd beruht auf der Existenz von Schusswaffen.Es wird
so getan als wären diese Waffen gottgegeben..
Wenn noch mit Pfeil und Bogen gejagt
werden müsste wurde man sich überlegen ob das Töten notwendig wäre.
Neee: dann würden noch mehr Tiere krank geschossen
Ja ich stelle mir statt Jägern
Vom Staat bezahlte Naturranger vor
die Schäden mit schonungsvollen Mitteln verhüten.
Dazu wurden auch Verhütungsmittel
für Tiere gehören. ..
Zu einem normalen Leben eines Wildtieres gehört aber nun mal der Vermehrungszyklus dazu.
Ohne ihn keine gesunde Gruppendynamik.
Immer wieder wird auch der Schutz von Jungbaeumen als Vorwand für den Abschuss von Rehen angeführt.
Dabei sieht man in vielen Wäldern massenhaft Jungbaeume die viel zu dicht stehn weil es nicht genug Rehe
gibt um sie auszuduennen.
Heilige Einfalt: Als ob die Rehe mal diesen, mal jenen Baum umhacken und fressen: Rehe fressen nicht einzelne Bäume oder Baumgruppen weg wie bei wie beim Femel- oder wie beim Plenterschlag, sondern hindern alle Bäume, an die sie herankommen durch Knospenverbiss an einem gesunden Wuchs. Das ist so, als ob du - statt einige Rehe aus dem Bestand zu nehmen -ihnen jeweils nur ein Bein abschießt.

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Rosiel
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Beitrag von Rosiel » 17. Jan 2018 08:52

Zu der Wilddynamik würde aber auch nicht das verteilen von Tollwutimpfungen gehören.

mashisouk
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Beitrag von mashisouk » 17. Jan 2018 08:53

hansel, wir haben sicher inzwischen alle verstanden, dass du von der Muse der Weisheit geküsst wurdest und deshalb zu allem etwas absolut richtiges, unumstößliches und wahres beizutragen hast. Du bist Fachmann für Jagd, Hobbygynäkologie, Schusswaffengebrauch sowie Leben in der Stadt und auf dem Land.
Könntest du dich bemühen, bei all deiner Weisheit, etwas mehr Höflichkeit walten zu lassen?
Wenn in fast jedem Beitrag von dir eine Abwertung enthalten ist (heilige Einfalt, wie naiv, Unsinn,....) das bringt das eine unnötige, unterschwellige Aggressivität in die Diskussion.
Und weil deine Oma dir irgendwas vererbt hat, du nun Mitglied in einem Verein von schussfesten Grossmäulern bist und es dir erlaubt wurde an diversen bierseligen Zusammenkünften teilzunehmen macht dich das nicht zum Fachmann fürs Landleben und es macht dich insbesondere nicht zum Richter über die Qualität der hier getätigten Aussagen.
mervon ist vielleicht naiv und etwas realitätsfern. Trotzdem gibt es dir nicht das Recht so onkelhaft von oben herab hier rumzuspazieren.

In Kurzform: objektive Stellungnahmen: gerne. Belehrendes Gelaber: nein danke
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mashisouk
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Beitrag von mashisouk » 17. Jan 2018 08:57

Rosiel, Impfungen gehören nicht dazu, dass über den Winter füttern gehört nicht dazu, Unterstände bauen gehört nicht dazu.
Wilddynamik ist nur dann wichtig, wenn es für mehr Bestand sorgt und somit für mehr Schießbares.
Denn natürlich könnte man auch mit Verhütung den Wildbestand kontrollieren. So wie man es mit allen anderen Maßnahmen auch tut.
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