Änderung der Landwirtschaft aufgrund Klimawandel???

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RoadOfBones
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Beitrag von RoadOfBones » 20. Aug 2018 20:37

Noch zum ungeschwefeltem Wein.
Der Winzer gibt eine Garantie von 10 Jahren.
Ich habe hier einen von 2013. Top.
Seine Weine enthalten im Durchschnitt 2 bis 5 mg schweflige Säure pro Liter....
Höchstgrenzen sind 150 bis 400mg,je nach Weinart.

Du scheinst alles auf eine Goldwaage zu legen. Tofu war nur ein Beispiel für die Schwierigkeiten. Ich glaube außerdem eher, dass viele Veganer keine Kunstprodukte aus Soja essen. Tofu jedoch schon, der ist nämlich verdammt köstlich.
Zum Verbot :
https://www.zeit.de/2011/31/GL-Tofu/seite-2
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We live in an age of insanity and confusion - Our existence is senseless without direction - Yet these times of many changes offer us also big chances - To face the future escape our self-destruction by returning to our true values.

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Ixodes ricinus
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Beitrag von Ixodes ricinus » 21. Aug 2018 14:27

RoadOfBones hat geschrieben:Noch zum ungeschwefeltem Wein.
Der Winzer gibt eine Garantie von 10 Jahren...
Das ist interessant, "normaler" geschwefelter Wein hat ein Lagerpotential von bis zu 6 Jahren. Was unterscheidet diesen so sehr davon, dass der Winzer sogar eine 10jährige Garantie gibt? Hoher Alkoholgehalt, Süße, Zusatz von Vitamin C? Irgend etwas muß doch die Lagerfähigkeit garantieren, wenn es der Schwefel nicht ist?

RoadOfBones hat geschrieben:Du scheinst alles auf eine Goldwaage zu legen. Tofu war nur ein Beispiel für die Schwierigkeiten. Ich glaube außerdem eher, dass viele Veganer keine Kunstprodukte aus Soja essen.
Ich lege nichts auf eine Goldwaage, dein Text las sich einfach so und ich habe deinen Punkt aufgegriffen. Jetzt wiederum bestehst du darauf, dass Tofu ein so kleiner wirtschaftlicher Sektor war und ist, da sollte es ja damals eigentlich gar nichts ausgemacht haben.
Warum sich biovegane Landwirtschaft nicht durchgesetzt hat, liegt auf der Hand. Es war früher nicht akzeptiert genug. Bis 1990 gab es in Deutschland sogar ein Verbot der Tofuherstellung bzw. Verarbeitung von Sojabohnen. Ziemlich krank, wenn ihr mich fragt.
Die Bio-Landwirtschaft war schließlich genau so wenig akzeptiert, hat es aber trotzdem geschafft.

Und so wie es sich anhört https://futurzwei.org/article/soy-rebels drehte es sich schon damals um den einen Punkt, der erst vor kurzem wieder vor Gericht stand: Warum bestehen die Produzenten und die veganen Verbraucher darauf, die Soja-/Hafer-/etc.-Getränke "Milch" zu nennen, obwohl das doch in ihren eigenen Augen ein vor Eiter strotzendes Eutersekret ist?

Und damals war wohl auch das Problem, ob Tofu jetzt aus einem Milchimitat gemacht wurde (und vielleicht auch, dass der Herstellungsprozeß nicht den Vorschriften entsprach)?
Eigentlich ein ganz normaler Vorgang und im Interesse der allgemeinen Gesundheit auch zu klären, wenn neue Produkte oder Fertigungstechniken in den Markt eingeführt werden sollen.

Ein großer Konzern hätte das wahrscheinlich schon bei der Planung gemacht und die Beamtenschaft mit eingebunden.
Die Hinterhofwerkstätten der ersten Tofu-Produzenten waren schon am Markt präsent, als die Gesundheitsämter auf sie aufmerksam wurden - trotzdem konnten sie anscheinend weiter produzieren und ihre Waren verkaufen, denn einen Rechtsstreit von 1981 bis 1989 hätten sie wohl nicht ohne Einnahmen überstehen können? Ganz so "verboten" verboten waren sie wohl doch nicht?


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Ixodes ricinus
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Beitrag von Ixodes ricinus » 21. Aug 2018 14:46

mervon hat geschrieben:#Biotonne
Ich habe geschrieben “nach Reinigung“ (der Abfälle von unbiologischen Stoffen)
"Unbiologische" Stoffe?
Eigentlich sollte außer den Müllbeuteln, mit denen die Bioabfälle zur Mülltonne getragen werden, keine unbiologischen Stoffe enthalten sein. Und solange diese Beutel sich noch nicht zersetzt haben, sollten sie relativ einfach vom Müll zu trennen sein.


mervon hat geschrieben:#Hof Hausmann
Aus den Angaben geht nicht genau hervor wieviel Fläche der braucht um eine bestimmte Menge an Gemüse,Obst und Getreide zu erzeugen.
Und es soll ja auch nicht die größtmögliche Menge dabei rauskommen...
Es hört sich aber auch so an, als würde Hausmann nicht gerade auf Teufel komm raus Geld scheffeln wollen, vielleicht stimmt für ihn das Verhältnis von Einkommen und Arbeitsaufwand?

Das Problem ist, man hat nur diese Zahlen von ihm, aber ähnliche Zahlen aus anderen Quellen. Er betont zudem, dass kein Gründünger zugekauft wird, andere machen aber über diesen Punkt keine Angaben - wenn diese also kleinere Düngerflächen haben, aber zukaufen, kann sich trotzdem wieder das Verhältnis 10 - 20:1 einstellen.


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Vampy
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Beitrag von Vampy » 21. Aug 2018 19:06

fakt ist aber, dass in biomüll reihenweise plastik ist. eingeschweißte paprika, brötchentüten mit klarsichtfenster, joghurtbecher... und viele tun biomüll in plastiktüten und tun die ganze tüte rein.
Für die einen die Signatur - für die anderen der sinnloseste Satz der Welt.

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somebody
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Beitrag von somebody » 21. Aug 2018 19:38

Entfernung von Kunststoffabfällen aus dem via Biotonne eingesammelten Abfällen stellt IMO ein Problem dar. Wird nicht sogar via Gelber Tonne eingesammelter Abfall teils verbrannt, weil die Trennung zu aufwendig ist? Offenbar ist hoher Anteil manueller menschlicher Arbeit erforderlich & diese Arbeit machen wollende Menschen sind rar, zumal die Bezahlung vermutlich minimal ist.
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Beitrag von slartibartfaß » 21. Aug 2018 22:01

Ixodes ricinus hat geschrieben:"normaler" geschwefelter Wein hat ein Lagerpotential von bis zu 6 Jahren.
Wie kommst Du denn darauf? Es gibt geschwefelte Weine, die verlieren bereits nach zwei Jahren ihren Glanz, andere (geschwefelte Weine) erreichen mit zwölf Jahren erst ihre Trinkreife - da erscheint mir Deine Zahl schon sehr aus der Luft gegriffen. Abgesehen davon geht es doch nicht nur um "geschwefelt" oder "ungeschwefelt" - wie RoadOfBones ja schon schrub, ist die Spannbreite der Schwefelgabe von Rebsorte über Anbaugebiete und Qualitätsstufen sehr unterschiedlich. Es gibt auch nicht den Stoff, der Wein konserviert, es ist immer ein Zusammenspiel aus Alkohol, Süße, Säure, Extrakten (,Kellerhygiene) und eben auch Schwefel. Ich habe vor kurzem auch einen ungeschwefelten Naturwein getrunken - dem schreibe ich ein Lagerpotential von mindestens zwölf Jahren zu.
Wellen des Paradoxen rollten über das Meer der Kausalität (...) an dieser Stelle gibt die normale Sprache auf, besucht die nächste Kneipe und gießt sich einen hinter die Binde.

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Akayi
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Beitrag von Akayi » 22. Aug 2018 08:15

Ich bitte dich. Bau Du erstmal 20 Jahre lang ungeschwefelten Wein an. Dann können wir weiterreden.

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Beitrag von Ixodes ricinus » 22. Aug 2018 10:19

slartibartfaß hat geschrieben:Wie kommst Du denn darauf? Es gibt geschwefelte Weine, die verlieren bereits nach zwei Jahren ihren Glanz, andere (geschwefelte Weine) erreichen mit zwölf Jahren erst ihre Trinkreife - da erscheint mir Deine Zahl schon sehr aus der Luft gegriffen...
Ich habe mich einfach dort bedient, wo die Leute mit Regressansprüchen rechnen müssen, wenn der Wein vor der genannten Zeit ungeniesbar wird: Beim Handel.
http://magazin.wein.com/artikel/wie-lan ... in-lagern/

Und selbst die Laien-Beratung ist dieser Meinung
https://wein-fuer-laien.de/weinwissen/l ... -von-wein/
http://www.inform24.de/wein.html

Selbstverständlich gibt es immer vereinzelte Ausnahmen aber die einzige große Gruppe sind wohl Beerenauslesen und hochklassige Rote. Wenn das deine alltägliche Getränkeauswahl darstellt, dann kann ich dir selbstverständlich nicht widersprechen, ich ging nur vom etwas durchschnittlicheren Haushalt aus.


slartibartfaß hat geschrieben: Abgesehen davon geht es doch nicht nur um "geschwefelt" oder "ungeschwefelt" - wie RoadOfBones ja schon schrub, ist die Spannbreite der Schwefelgabe von Rebsorte über Anbaugebiete und Qualitätsstufen sehr unterschiedlich. Es gibt auch nicht den Stoff, der Wein konserviert, es ist immer ein Zusammenspiel aus Alkohol, Süße, Säure, Extrakten (,Kellerhygiene) und eben auch Schwefel...
Keine Ahnung, wo du das gesehen haben willst, ich finde solche Auskünfte von RoB leider nicht. Sein Lieblingswort in dieser Unterhaltung ist offensichtlich "Schwefel".
Und falls du auf den Satz hier anspielen solltest "Hoher Alkoholgehalt, Süße, Zusatz von Vitamin C?" - der stammt von mir. Denn genau darauf wollte ich ja hinaus, feststellen, was speziell diesen Wein eben so haltbar macht, auch ohne Schwefel.



@ Akayi
Wolltest du nicht gerade erst "alles besser machen als ein Bauer"? Und jetzt gleich in die Winzerei einsteigen? Du hast ja enorm viel Energie.



@somebody
Würde man die Bio-Tonnen beim entleeren bereits durch einen entsprechend konstruierten Filter kippen, könnten damit zumindest die Mülltüten großteils abgefangen werden. Oder ob man dem normalen Verbraucher wohl beibringen kann, die Tüte nur in die Bio-Tonne auszuleeren und sie danach in den Plastikmüll zu stecken?

Die Bio-Tonne meines Vaters war zumindest im Sommer DER Vogeltreffpunkt der Umgebung: Morgens geöffnet, drängelten sich die Würmer über den Rand und die Vögel kamen zum Frühstück vorbei.


:hungry:

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Beitrag von somebody » 22. Aug 2018 11:11

Ixodes ricinus, bzgl Aussonderung von Kunststoffabfällen bei Leerung der Biotonnen bin ich skeptisch. Durch ein grobes Gitter/Sieb rutscht vermutlich der meiste Kunststoffabfall mit durch. Ein feines Gitter/Sieb verstopft vermutlich häufig, so dass 1 oder 2 zusätzliche Mitarbeiter bei der Leerung der Biotonnen mitwirken müssen, die zu finden & bezahlen wären.
Im Zusammenhang mit der Gelbe Tonne Sammlung las ich vor längerer Zeit einen Artikel in der Lokalpresse, wonach im hier zuständigen Entsorgungsunternehmen im Betrieb der Inhalt der Gelben Tonnen von Mitarbeitern (WfbM, 1EuroJobber(?)) am Fließband getrennt wird. Für die Biotonneninhalte stelle ich mir das prinzipiell ähnlich, aber langwieriger vor, wobei sich für diese Arbeit vermutlich schwer Arbeitskräfte finden lassen.
Dieser Arbeitskräftebedarf wäre Argument für Einführung eines von jungen Menschen zu durchlaufenden sozialen Pflichtjahres, das ja von manchen Politikern gefordert wird. Lustig finde ich BTW den Fall eines dies befürwortenden, aus einer Elitefamilie stammenden CDU Politikers, der angeblich selbst weder Wehr-/Zivildienst noch ein FSJ absolvierte.

Leider vermute ich, dass ein Teil der in Mehrfamilienhäusern ohne Garten lebenden Menschen alles mögliche in die Biotonnen schmeißt, sei es aus Bequemlichkeit, sei es wg voller Restmülltonne, sei es wg Lernresistenz oder Unverständnis der Biomüllsammlung. Bewirken von Verhaltensänderung stelle ich mir hier unter Umständen sehr schwierig vor.

Mein Komposthaufen, auf den ich nur Gemüse-/Obstabfälle entsorge, ist auch ein beliebter Tiertreffpunkt.
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Akayi
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Beitrag von Akayi » 22. Aug 2018 12:30

@Somebody, bitte wo siehst Du hier ein Argument dafür junge Menschen zu zwingen ein Jahr lang Biomüll zu sortieren?

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