Kill your (vegan) Idols?

Diskussionen pro & contra
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taschico
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Beitrag von taschico » 10. Feb 2016 11:22

ich bin ehrlich gesagt auch verwirrt, was diese ganzen Sachen angeht.
Ich kann von mir selbst mit Sicherheit sagen, dass ich linke Ansichten vertrete.
Allerdings kenne ich z.B. auch viele Videos von KenFM. Er selbst wurde ja auch im Rahmen dieses Berichts von der Otto Brenner Stiftung als rechts und als Verschwörungstheoretiker abgestempelt. Ich muss sagen mir fällt es wirklich schwer, mir da eine abschließende Meinung zu bilden, weil auch er (Ken Jebsen) seine Thesen meistens gut belegen kann (afaik).
Und mir kommt es auch so vor als würde Ken Jebsen selbst eher linke Ansichten vertreten, allerdings wird er von "den Medien" als rechts bezeichnet. Er selbst sagt von sich, dass ihn dieses Schubladendenken stört, er bezeichnet sich weder als rechts, noch als links (afaik), was ja wieder dazu passen würde, was man über dieses ganze "Gedöns" sagt, nämlich dass es eigentlich rechtes Gedankengut vermittelt, aber unter linkem Deckmantel...
Du, Akayi, sagst jetzt aber selbst Wikipedia wäre eher rechtslastig, KenFM kritsiert Wikipedia. Also ganz so einfach ist das alles für mich jedenfalls nicht.
Ich weiß oft auch nicht mehr, was ich jetzt glauben kann und was nicht... ?!

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Akayi
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Beitrag von Akayi » 10. Feb 2016 12:05

Ich denke wenn man die Aussagen der Leute anschaut und analysiert dann zeigt sich recht deutlich wohin die Reise geht: autoritär, antidemokratisch, Querfront, Verschwörungstheorie. Das hat weniger etwas mit Glauben zu tun, sondern etwas mit den politischen Maßgaben denen man selbst folgt. Wenn man solche Positionen ablehnt, dann lehnt man auch die Leute ab die sie propagieren. Wenn man damit selbst kein Problem hat dann toleriert man es eben oder macht sich damit gemein. Baboumian hat das ja anscheinend eingesehen. Leute wie M&L fahren nach wie vor diesen Kurs.

M&L
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Beitrag von M&L » 10. Feb 2016 12:30

Dann bin ich eben nicht nur der Forensexist, sondern eben auch der Forennazi.
¯\_(ツ)_/¯

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Beitrag von Akayi » 10. Feb 2016 12:33

Du scheinst dir in der Rolle ja mächtig zu gefallen.

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Beitrag von M&L » 10. Feb 2016 12:41

Nö, ich scheiße einfach darauf, was du von mir hältst.
¯\_(ツ)_/¯

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Beitrag von Akayi » 11. Feb 2016 02:12

Was ich von dir halte ist irrelevant. Relevant dagegen sind die dummen Aussagen die du tätigst.

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Kim Sun Woo
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Beitrag von Kim Sun Woo » 11. Feb 2016 04:00

illith hat geschrieben: vorneweg: das ist für mich ein besonders schweres theme, weil ich so ein doofes harmonie/konflikt-handicap hab und es mir zb auch total schwer fällt, im freundes- und bekanntenkreis leute 'fallenzulassen', die irgendnen schwerwiegenderen mist gebaut haben oder auf einmal unsägliche ansichten offenbaren. da bin ich als biased.
das ist mich ehrlich gesagt auch wortwörtlich Teil meiner Definition von Freundschaft. wen ich einmal zu meinen Freunden zähle, der muß schon etwas wirklich schwerwiegendes gemacht haben, damit ich dem Menschen die Freundschaft aufkündige.

Auraya hat geschrieben:Und selbst wenn, ist doch echt einfach das behämmerteste Argument gegen "der Typ lässt rechtspopulistisches Geschwurbel raus"... -___-
das klingt doch aber auch nicht so, als ob sie das überhaupt als "Gegenargument" meinen.

das ist halt so ähnlich, wie bspw. die Kritik an Tom Cruises Rolle im Rahmen von Scientology für viele Fans seiner Filme gar nicht von Belang ist.
Man hat jeden Tag die Chance die bestmögliche Version von sich selbst zu sein. ♥

AIL
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Beitrag von AIL » 11. Feb 2016 16:38

schwarz hat geschrieben:Für mich ist jemand rechts, wenn er rechtspopulistische Aussagen tätigt.
Wenn du mit "rechtspopulistischen Aussagen" meinst, dass er mit seinen Aussagen verdeutlicht, dass er Gewalt oder anderweitig unfaire Behandlung gegen Menschen anderer Ethnien oder Ansichten befürwortet, dann würde ich dem durchaus zustimmen.
Andernfalls halte ich es für etwas fraglich innerhalb der Definition das Wort zu verwenden, dessen Bedeutung ja eigentlich erstmal geklärt werden soll.
Akayi hat geschrieben:AIL, Du hats ein wirklich dumme Definition von "rechts".
Na dann lass doch Mal deine Eigene hören. Wenn sie besser ist als meine, kann ich sie ja dann für mich übernehmen.
Letztlich ist meine Definition für mein Verständnis der anderen Diskussionsteilnehmer ohnehin unwichtig.
Wenn ich die Argumentationskette der Anderen verstehen möchte, dann muss ich schließlich auch deren Verständnis des Wortes kennen.
Akayi hat geschrieben:Warum mischst Du dich überhaupt in die Diskussion ein?
Als ich begann, mich wirklich intensiv mit dem Veganismus auseinanderzusetzen erkannte ich schnell, dass der Großteil dessen, was ich vorher von Außenstehenden darüber gehört hatte, schlichtweg nicht wahr ist.
Ich erkannte, dass es durchaus auch sein kann, dass die Mehrheit sich irren kann. Dass auch Dinge, über die ein gesellschaftlicher Konsens herrscht, ganz anders sein können, als es auf den ersten Blick erscheint.
Als Konsequenz dieser Erkenntnis nahm ich mir vor, stets aufzupassen, dass ich mir nicht wieder vorschnell nur auf Basis der Aussagen von Unbeteiligten ein Urteil über etwas bilde.

Oft ist meine Skepsis unbegründet und die Vertreter einer Meinung können meine Vorbehalte schnell mit guten Argumenten zerstreuen.
Wenn meinem Hinterfragen allerdings eine Antwort a la "Du laberst aber schon sehr wirren Unfug." entgegengebracht wird, dann wirst du auf Grund deiner Kentnisse in Kommunikationspsychologie sicher nachvollziehen können, dass dies nicht unbedingt geeignet ist, mich von der Korrektheit deiner vorherigen Aussagen zu überzeugen.

Im Zusammenhang mit der Thematik möchte ich lediglich verstehen, warum genau es für Patrick Baboumian erforderlich war "Abbitte" für seinen Mahnwachenauftritt zu leisten...
Akayi hat geschrieben:Ihm wird die Teilnahme vorgeworfen und nicht was er gesagt hat. [...]
Es geht um eine konkrete Kritik an seinem Verhalten, Nämlich der aktiven Teilnahme an einer "Machnwachen" Veranstaltung. Dafür wird er konkret kritisiert. Ich verstehe nicht, wie du das ignorieren kannst und so tun, als würde man ihn unverschuldet in eine Schublade stecken wollen.
Ich habe das nicht ignoriert! Ich habe verstanden, dass ihm die Teilnahme deshalb vorgeworfen wurde, weil es dort wohl rechte Organisatoren hatte.

Wenn das die "Anklage" ist, und erwiesen ist, dass dies so stimmt, dann ist er schuldig im Sinne dieser Anklage. Aber...

Das heißt aber für mich noch lange nicht, dass Alles geklärt ist!
Die Antworten auf M&L's so wie meine Fragen stehen schließlich nach wie vor noch aus.

1. Wer waren diese rechten Organistoren und woran genau wird ihr "Rechtssein" festgemacht? Namen, eventuelle Parteizugehörigkeit und entsprechende Zitate dieser Personen wären hier als Antwort willkommen.
2. Was genau ist jetzt eigentlich das Verwerfliche daran, vor rechts eingestelltem Publikum eine links eingestellte Meinung zu vertreten? (links würde ich in diesem Zusammenhang als eine Weltanschauung beschreiben, die sich für Gewaltverzicht und eine gerechte Behandlung aller Menschen ausspricht)
Ich empfinde das eher als mutig und respektabel!

Gibt es denn überhaupt eine bessere Form von Aktivismus gegen Rechts als Rechten eine Alternative zu ihrer Denkweise zu offerieren?
Ich stelle mir das deutlich effektiver vor als sie vom Weiten zu beschimpfen, andwerweitig abzuurteilen oder bereits Leute als "nicht tragbar" zu bezeichnen, die sich lediglich mit ihnen unterhalten haben.
Akayi hat geschrieben:Es geht um dem Charakter der "Mahnwachen" als sog. "Querfrontveranstaltungen"; also der Versuch rechte Meinungsmache mit vermeintlich linken Themen zu verbinden und hierdurch breiteren Anschluss in der Gesellschaft zu finden. Das ist eine Taktik der politischen Rechten.
Baboumian war also nicht der Einzige mit linken Themen? Und was genau verstehst du unter einem "vermeintlich" linkem Thema?
Warum sollten sich rechte Organisatoren Redner zu linken Themen einladen? Damit diese ein linkes Publikum anlocken, welchem dann die besagten linken Themen vermittelt werden und am Ende wird es dann irgendwie so gedeichselt, dass die Leute dann rechte Ansichten annehmen? Wie soll das denn gehen?

Das ist so als würde ich einem Fleischliebhaber die ganze Zeit erzählen, wie lecker doch Fleisch ist und dann erwarten ihn auf diese Weise irgendwie für den Veganismus zu begeistern.

Tut mir Leid, ich kann mir gerade überhauptnicht vorstellen, wie diese "Taktik" in der Praxis aufgehen soll. Hast du vielleicht ein Beispiel dafür parat?

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schwarz
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Beitrag von schwarz » 11. Feb 2016 17:23

Ich meine ziemlich genau das, was hier steht.
Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt.
Gerettet alle. Nur eine fehlt.

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Curumo
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Beitrag von Curumo » 18. Okt 2018 10:41

Passt thematisch wohl am Besten unter dieser Rubrik, da einige Benutzer_Innen hier bei solchen Cubes mitgemacht haben:

https://konkret-magazin.de/hefte/id-201 ... YgVIxyl5ng

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