Leben ohne Geld

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Beitragvon Wunderblümchen am 20. Okt 2014 11:14

Fellmer plant, bis in zehn Jahren ein veganes Dorf zu erschaffen, ich glaube, es soll "Eutopia" heißen :)

http://de.forwardtherevolution.net/

ob der Link hier was dazu sagt? Vielleicht finde ich noch was Genaueres.

Die Ideen von Fellmer finde ich gut, komme aber gerade auch nicht damit klar, dass er das so durchziehen kann, weil er bei Freunden für Nebenkosten oder nicht mal das wohnen kann .... Denn andere müssen ja dann doch irgendwie Miete aufbringen, mit containern ist es nicht getan, außer ich verkaufe es dann, ist dann aber schon wieder Konsum ..
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Beitragvon .u. am 20. Okt 2014 11:18

Naja, in der Theorie, wenn alle so teilen würden, dann ginge es ohne Miete.
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Beitragvon Akayi am 20. Okt 2014 12:02

Es funktioniert eben nicht in der gegenwärtigen Gesellschaft nachhaltige "alternative Inseln" zu etablieren. Die brechen immer wieder zusammen.
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Beitragvon Wunderblümchen am 21. Okt 2014 06:30

Unkraut, jetzt hast mir wieder Mut gemacht :)

Akayi - ich weiß nicht ....was schon mal gut läuft ist, das ja schon einiges möglich gemacht wird - Bookcrossing, Umsonstläden (s. google), Diakonie-Läden (Nutzware gegen geringes Geld), Unbrauchbares für den einen zugänglich und brauchbar für andere machen, Kleiderkreisel.de usw.

das Totale ... ich glaub, das muss ich nochmal komplett überdenken .. irgendwo ist man auch stolz, dass wenn man was aus eigener Kraft erreicht hat, dafür auch den Lohn erhalten will .... und vielleicht nicht gleich wieder was davon abgeben soll?? Das sind doch z.B. Steuern. Jede,r zahlt anteilig zu dem was er verdient je nach Menge Steuern - irgendwo ist das doch auch schon ein gerechtes teilen??? :?:
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Beitragvon Akayi am 21. Okt 2014 08:53

Wunderblümchen hat geschrieben:Akayi - ich weiß nicht ....was schon mal gut läuft ist, das ja schon einiges möglich gemacht wird - Bookcrossing, Umsonstläden (s. google), Diakonie-Läden (Nutzware gegen geringes Geld), Unbrauchbares für den einen zugänglich und brauchbar für andere machen, Kleiderkreisel.de usw.
Nun, es gibt diese Einrichtungen. Wie gut sie laufen kann ich nicht beurteilen. In der Regel werden da aber auch Dinge entweder gegen Geld oder gegen andere Dinge (die man vorher für Geld gekauft hat) getauscht. Also wirklich unabhängig von der sonstigen Wirtschaft ist das nicht. Es gab immer mal Versuche wie z.B. die "Neue Heima" (http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Heimat) Gemeinwohlorientierte Unternehmen im Kapitalismus zu führen. Allerdings funktioniert es leider nicht im Kapitalismus zu spielen, ohne sich an die Spielregeln zu halten. Am Ende geht man bankrott. Dafür sorgt schon die Konkurrenz. Das siehst Du auch bei den kleineren Wohnungsbaugenossenschaften. Rosiels Beispiel vor Kurzem hat ja auch gezeigt: im Zweifel fliegt man raus. Und das obwohl man ja selbst Teil der Genossenschaft ist.

Wunderblümchen hat geschrieben:das Totale ... ich glaub, das muss ich nochmal komplett überdenken .. irgendwo ist man auch stolz, dass wenn man was aus eigener Kraft erreicht hat, dafür auch den Lohn erhalten will .... und vielleicht nicht gleich wieder was davon abgeben soll??

Es geht ja nicht darum, dass man umsonst arbeitet (in der Regel bekommt man ja eh viel zu wenig), sondern darum dass man die Dienge die man zum Leben braucht (Kleidung, Wohnung, Essen etc.) nicht einfach teilt.

Wunderblümchen hat geschrieben:Das sind doch z.B. Steuern. Jede,r zahlt anteilig zu dem was er verdient je nach Menge Steuern - irgendwo ist das doch auch schon ein gerechtes teilen??? :?:
Steuern sind ersteinmal Einnahmen des Staates. Der dann eine gewisse Umverteilungsfunktion einnimmt. Gerecht ist daran freilich gar nichts, weil dieses Geld eben nicht "gerecht geteilt" wird sondern nach den Maßgaben des Staates.
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Beitragvon VegSun am 21. Okt 2014 14:20

Stress und Existenzangst würden weiterhin da sein, weil es ja immer was zu tun gäbe.

- z.B. genug Holz finden um das Haus im Winter zu Heizen
- Alternativen finden , falls die nächste Ernte ausbleibt und es keine Vorräte für den Winter gibt

- Containern oder Lebensmittelretten bei Supermärkten könnte man um sich den Lebensmitteleinkauf sparen zu können, ist aber auf dem Land evtl. schwieriger

- Tauschmaterial für Kleidung haben oder selber machen

- Wodraus ? Baumwolle wächst nur in Breiten ab der Türkei. Hanf ? Man muss lernen wie man daraus fasern webt etc.

- Das Know How kann man nicht von heute auf morgen lernen, da braucht es Jahrelange Vorbereitung, und genug Geld um entsprechende Kurse zu Besuchen
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Beitragvon Wunderblümchen am 22. Okt 2014 11:52

ok, danke mal Akayi und VegSun :)

ja, das mit den Steuern nach Maßgabe des Staates ist auch noch mal ein paar Gedanken wert ;)
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Beitragvon Wunderblümchen am 26. Okt 2014 08:14

woran man aber vielleicht schon mal denken könnte wäre, wo man sein Einkommen / Lohn / Gehalt usw. deponiert ... da die Banken mit den Geldern ja haushalten und Kredite vergeben usw.

Da gibt es doch so Banken für Umweltschutz oder die Bank für Sozialwirtschaft usw. das könnte vielleicht Sinn machen, sich da mal noch Gedanken darüber zu machen
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Beitragvon Splendidus am 26. Okt 2014 12:02

Ich hab mich da schonmal etwas schlau gemacht, über umweltbanken und so.
Die bieten leider Hauptsächlich Geldanlagen ab größeren Summen an.
Bei einer hab ich aber auch ein Tagesgeldkonto entdeckt, das ich bisher wo anderst hab. Leider sind da die Zinsen gerade mal ca. 1/4 von denen die ich jetzt bekomme.
Überlege trotzdem evtl. zu wechseln oder mich da noch nach anderen alternativen umzuschauen.

Ist leider so, dass mit dem Geld, das man auf ner "normalen" Bank gebunkert hat sehr viel mitfinanziert wird, was man sonst eigentlich zutiefst ablehnt.

Gruß
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Beitragvon Martin am 26. Okt 2014 15:48

Es gibt Banken, die auf Ethik und Umweltschutz achten. Diese bieten auch normale Girokonten.
Ich nenne einmal drei Beispiel: GLS Bank, EthikBank und UmweltBank.

EDIT: sorry, die UmweltBank bietet kein Girokonto, das hatte ich falsch im Kopf.
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