Hundeadoption aus dem Tierheim

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Gmühs
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Hundeadoption aus dem Tierheim

Beitrag von Gmühs » 29. Jan 2021 20:13

Ich hab meinen Traumhund in einem spanischen Tierheim gefunden :flenn: :**:

Und wir noch lange nicht bereit für einen Hund und es ist, soweit ich weiß, auch keine gute Idee für einen Anfänger, einen Hund direkt aus dem Ausland zu adoptieren.


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Rosiel
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Beitrag von Rosiel » 29. Jan 2021 20:20

Man wächst mit seinen Aufgaben, Gmühs!

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Kim Sun Woo
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Beitrag von Kim Sun Woo » 29. Jan 2021 20:26

und dafür gibts es ja auch einerseits Trainer*innen "in echt" als auch dementsprechende Literatur (Die Bücher von Patricia McConnell - zumindest, die ich kenne - fand ich in diesem Zusammenhang sehr super und empfehlenswert).

edit: zumal "Hund aus dem Ausland" meiner Erfahrung nach überhaupt nicht zwangsläufig auch "Problemhund" heißt. da kann man sich ja auch vorher mit den Vermittlungsstellen absprechen, wenn die was taugen, dann erörtern die sicher gern, ob es gut vorstellbar ist, daß es paßt.
Man hat jeden Tag die Chance die bestmögliche Version von sich selbst zu sein. ♥

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Gmühs
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Beitrag von Gmühs » 29. Jan 2021 21:33

Das stimmt :heart:

Danke Kim, tatsächlich guck ich momentan, welche Bücher ich mir zu dem Thema zulegen will. Ich werde danach mal gucken :)
zumal "Hund aus dem Ausland" meiner Erfahrung nach überhaupt nicht zwangsläufig auch "Problemhund" heißt.
Da hast du Recht. Aber sie kennen einfach aufgrund davon, wie sie leben - in den großen Sheltern - das "normale Leben" oft nicht und daher können die Tierschützer dort oft gar keine genauen Angaben machen, wie sie sich jetzt im Haus / mit anderen Tieren verhalten etc.

Plus es gibt halt auch soo viele unseriöse Vereine :/ (Wobei der, bei dem ich "meinen" Hund gefunden habe, ziemlich klein aber auch seriös aussieht)
Habe meinem Freund gesagt, wenn sie in nem Jahr da noch sitzt, adoptieren wir sie :oops: :D

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illith
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Beitrag von illith » 29. Jan 2021 21:38

ich hab mehrere FreundInnen mit Hunden aus dem (ich glaub osteuropäischen) Ausland - alle total sweet :)
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Gmühs
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Beitrag von Gmühs » 29. Jan 2021 21:56

:heart: Süß sind sie sowieso.
Man liest nur auch viel schlimmes, halt von richtigen Problemhunden - und viele Trainer und Tipps scheinen wiederrum scheinbar nur auf Welpen & Zuchthunde spezialisiert zu sein.

Je mehr ich lese, desto verunsicherter werde ich eigentlich, es muss so viel passen: Findet man eine Wohnung wo der Hund erlaubt ist (scheint oft sehr schwer zu sein)? Können wir ihn mit auf die Arbeit nehmen oder Homeoffice machen, was wenn der Hund so gar nicht alleine sein kann? Was wenn er so einen krassen Jadttrieb hat, dass wir ihn nichtmal ins Zimmer der Terrarien lassen können (abgesichert sind die gut, aber kann natürlich trotzdem für alle viel Stress bedeuten)?

Langsam werde ich davon überzeugt, dass man ein großes, eigenes Haus mit Garten braucht und komplett daheim bleiben muss - aber wer hat/kann das denn schon? :drop1:

Ach Leute. Mein Herz! :|

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Lovis
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Beitrag von Lovis » 30. Jan 2021 14:24

Liebe Gmühs, da kann ich dir einen guten Rat geben: Biete dich zunächst als Pflegestelle an - mit Option auf Übernahme! Dann kannst du in aller Ruhe testen, ob alles passt! Und wenn es wirklich gar nicht geht, muss der Hund zurück - das ist für ihn in diesem Fall dann nicht ganz so dramatisch, weil Menschen und Umgebung ihm bekannt und vertraut sind.
Als wir damals unseren Bolek holten (auch ein Tierschutzhund aus dem Ausland übrigens, er war ca. 2 J.), wussten wir nichts von ihm. Wie ist er mit Kindern? (Meine Tochter war damals 9 J.), kann er allein bleiben? (ich war berufstätig), ist er verträglich mit Katzen? (wir hatten zwei), wie bellfreudig ist er? (wir wohnen im Mehrfamilienhaus) usw. Deshalb war ich zunächst nur Pflegestelle. Das größte Problem waren die Katzen, es hat mehrere Wochen gedauert, bis sie den Eindringling akzeptierten und begriffen haben, dass er sie nur stürmisch begrüßen, und nicht fressen wollte. :laugh: Ich war schon drauf und dran, ihn wieder zurückzubringen, aber dann ging es doch noch in die richtige Richtung und ich habe ihn adoptiert. Beste Entscheidung! :heart:

Ich verliebe mit auch andauernd in Hunde und überlege immer wieder aufs Neue ... aber ich bin noch nicht bereit, mich auf einen neuen Hund einzulassen. Wenn ich mich eines Tages doch dazu entschließe, werde ich es wieder so machen wie damals - ich denke, das ist für alle Beteiligten die beste und fairste Lösung.

Haus mit Garten und komplett daheim bleiben wäre toll, aber wenn sich nur Leute mit diesen Bedingungen einen Tierschutzhund holen würden, hätten die meisten Hunde überhaupt keine Chance auf ein Zuhause mit Familienanschluss.

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Gmühs
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Beitrag von Gmühs » 30. Jan 2021 20:13

Danke Lovis :heart: Ich schreib dir mal ne PN mit weiteren Fragen, wenn das ok für dich ist? :)

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Rosiel
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Beitrag von Rosiel » 30. Jan 2021 20:47

Wohnung und Hund hängt oft von der Größe des Hundes ab. Mit einem Malteser bekommt man leichter etwas als mit einem Schäferhund.
Es gibt ein paar Eckpunkte, die klar sein müssen: gibt es einen Zeitraum, in dem sich der Hund eingewöhnen kann, also ist für ca. 6 Wochen immer jemand zu Hause. Kann ein Hund wirklich gar nicht allein bleiben, muss das langsam und angstfrei mit ihm aufgebaut werden. Könnt ihr auch in 5, 10 Jahren gewährleisten, dass der Hund nicht länger als 6h am Stück allein ist und was macht ihr, wenn der Hund sehr alt ist?
Wer kümmert sich um den Hund, wenn ihr Mal nicht könnt (Urlaub, Krankenhaus, etc.). Am Rest kann man eigentlich arbeiten. Die Erfahrung spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle. Wenn Leute 30 Jahre lang liebe, angepasste Fiffies hatten, kommen die mit einem so genannten Problemhund auch nicht besser klar.

Ist der Hund noch halbwegs jung, spielt sich die Festplatte mit einer neuen Umgebung auch nochmal anders auf. Gerade in sheltern stehen die Hunde enorm unter Stress, viele Probleme legen sich in einem ruhigen Umfeld oder treten erst dann zu Tage.

Trotzdem kann ich jedem nur empfehlen, sich mal so ein richtiges, ungewohntes Problem ins Haus zu holen, daran wächst man. ;)

Zum Jagdtrieb im Haus. Ich kenne wenig Hunde, die andere tierische Mitbewohner so gar nicht akzeptieren. Bei den meisten Hunderassen etabliert sich 'gehört zum Haus' -> Familienmitglied recht schnell. Sehr ursprüngliche Hunde würde ich jetzt davon ausschließen. Loki (Sichtjäger), ein befreundeter Hund (ehemals jagdlich geführter Pointer) und mehrere Podencos (eigenständige Hasenjäger auf Sicht), die ich kennenlernen durfte, haben alle Katzen und Ratten, die ebenfalls im Haus gewohnt haben in Ruhe gelassen.

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Beitrag von Gmühs » 30. Jan 2021 21:25

Danke Rosiel, das hilft mir sehr! :)

Ich denke eigentlich, dass wir wegen dem Alleinesein eine Möglichkeit finden (ins Büro mitnehmen oder Mittags heim gehen für ne Spaziergehrunde), aber was das angeht warten wir eh unsere Jobs ab und gucken mal, was sich da am besten anbietet und was möglich ist, bevor ein Hund einzieht.

Sorge macht mir eigentlich nur der Punkt:
Wer kümmert sich um den Hund, wenn ihr Mal nicht könnt (Urlaub, Krankenhaus, etc.).
Da haben wir momentan nämlich wirklich niemand, der mir einfiele - zumal ja nach dem Studium ja sowohl wir als auch momentane Freunde wegziehen können... :|
...haben alle Katzen und Ratten, die ebenfalls im Haus gewohnt haben in Ruhe gelassen.
Das klingt sehr gut und erleichtert mich etwas :*:

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