Tierqualprofiteure

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somebody
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Beitrag von somebody » 12. Jan 2022 12:47

 ! Nachricht von: somebody
Trennte die Tierqualprofiteure Diskussion vom Fisch Alternativen Thread ab.

das Berteltier hat geschrieben:
11. Jan 2022 20:48
Kennst Du auch die tempehmanufaktur?
Berteltier, die kenne ich leider nur von deren Webauftritt her.

Märkte, Läden in meiner näheren Umgebung scheinen deren Produkte nicht beziehen zu können. Die nächsten Bioläden, Biosupermärkte sind mindestens 1/2 Autostunde einfache Strecke von mir entfernt.


Um auf Tiermißbrauchskonzerne zurückzukommen:

Zumindest in denen, in denen die Entscheidungsträger über die nächste Dividende, den nächsten Bonus hinausdenken, sollte es, wird es Alternativplanungen für Szenarien geben, in denen Massentiermißbrauch unwirtschaftlich werden könnte. ZB bei Rückgang der Nachfrage nach Billigfleischprodukten, Kostensteigerung durch neue arbeitsrechtliche Auflagen, Mindestlohnanhebung, neue vorgeschriebene Infektionsschutzmaßnahmen, neue vorgeschriebene Tierschutzmaßnahmen, neue/höhere Steuern & Abgaben etc. Unter diesem Gesichtspunkt macht es IMO durchaus Sinn, den betreffenden Unternehmen zu signalisieren, wenn ihre veganen Produkte für die Nachfrageseite interessant sind.
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Akayi
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Beitrag von Akayi » 12. Jan 2022 16:37

Warum macht das Sinn und welche Konzerne hast Du im Kopf?
das Berteltier hat geschrieben:
12. Jan 2022 08:27
Ich weiß nicht, welche Vorrednerinnen Du speziell meinst, aber klar ist, dass einige Verbraucherinnen, aber auch Verbraucheriche und Verbraucher vegan aus gesundheitlichen Gründen essen, andere aus Tierschutzgründen.
Eigentlich war die Diskussion überschaubar. Dein Punkt war sinngemäß "man soll keine veganen Produkte von Tierqualprofiteuren kaufen" und dann gab es eine Erwiderung sinngemäß "Hauptsache die KonsumentInnen haben eine vegane Option zu Auswahl" und dazu zwei Zustimmungen.
recherchiert, was rechtlich so möglich ist

das Berteltier
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Beitrag von das Berteltier » 13. Jan 2022 08:20

somebody hat geschrieben:
12. Jan 2022 12:47
Trennte die Tierqualprofiteure Diskussion vom Fisch Alternativen Thread ab.
Gute Idee!
somebody hat geschrieben:
12. Jan 2022 12:47
Zumindest in denen, in denen die Entscheidungsträger über die nächste Dividende, den nächsten Bonus hinausdenken, sollte es, wird es Alternativplanungen für Szenarien geben, in denen Massentiermißbrauch unwirtschaftlich werden könnte. ZB bei Rückgang der Nachfrage nach Billigfleischprodukten, Kostensteigerung durch neue arbeitsrechtliche Auflagen, Mindestlohnanhebung, neue vorgeschriebene Infektionsschutzmaßnahmen, neue vorgeschriebene Tierschutzmaßnahmen, neue/höhere Steuern & Abgaben etc.
Entschuldigung, aber ich halte es für eine absolut unrealistische Idee, dass ein Managy, welches dafür angestellt ist und gut dafür bezahlt wird die Gewinne zu maximieren und den höchstmöglichen Ertrag für die Investorys rauszuholen, wird einen Teufel tun und mehr Kosten für irgendwelche sozialen oder tierschützerischen Dinge verursachen als unbedingt nötig. Und es wird auch keinen Cent mehr als den Mindestlohn zahlen, und es wird eher Arbeitsplätze durch Werkverträge oder gar gleich durch Verlagerung ins billigere Ausland ersetzen. Bei Rückgang der Nachfrage von Billigfleischprodukten, wird er diese noch billiger machen und ggf. durch seine "vegane Linie", welche mehr abwirft, noch subventionieren, um damit den (insbesondere auch mittelständischen!) Wettbewerb zu verdrängen. Und gerade die großen Konzerne zahlen eher keine Steuern als mehr! (siehe Amazon, Fatzebuck, Guckel, ...) Diese Konzerne haben eigene Rechtsabteilungen, welche nichts anderes machen als Steuerschlupflöcher ausfindig zu machen, Kosten durch Kosntruktionen mit billigen Arbeitskräften, Firmenverlagerungen etc. zu minimieren.

Ich persönlich würde nach den realen Erfahrungen eher darauf vertrauen, dass mittelständische Unternehmen sich für nachhaltiges Wirtschaften einsetzen.
somebody hat geschrieben:
12. Jan 2022 12:47
Unter diesem Gesichtspunkt macht es IMO durchaus Sinn, den betreffenden Unternehmen zu signalisieren, wenn ihre veganen Produkte für die Nachfrageseite interessant sind.
Dieses "Signal" bedeutet dann, in der Realität, dass Du die Fleischkonzerne für ihre "tolle" Arbeit unterstützt, und dafür mittelständischen Betrieben die Lebensgrundlage entziehst. Positiver Nebeneffekt, in der Fleischindustrie gibt es neben den Großverdienys von Investoryseite und im Management, Billiglöhner, Leiharbeitys, oder verlagerte Billigjobs. Dadurch wird die Vergrößerung der Kluft zwischen Arm und reich gefördert.

Ich persönlich halte davon nicht viel, weshalb ich auch eher Produkte von kleinen Firmen bewerben würde. Ich denke, die Massenprodukte, welche tier bei Aldi, Lidl & Co findet, werden auch ohne Werbung in Veganyforen gekauft. Gerade die Menschys aber, welche sich eh Gedanken über Umwelt, Produktion, -sbedingungen machen, wie ich mir in meiner vielleicht übertrieben positiven Phantasie erträume, sollten doch eher nachhaltigere Betriebe unterstützen.
Ich betrachte die Schoah als das größte jemals begangene Verbrechen in der Menschheitsgeschichte.
Jegliche Leugnung, Verharmlosung oder Relativierung des Holocaust, auch bezogen auf andere Minderheiten wie z. B. die der Sinti und Roma, lehne ich ab.

das Berteltier
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Beitrag von das Berteltier » 13. Jan 2022 09:19

Nachtrag:
noch interessante Beiträge:
Fleischindustrie kapert Veggie-Branche: "Sie verdienen Millionen mit der Chemie-Pampe":
[...]
Die größten Hersteller, die die Fleischalternativen in die Supermarktregale bringen, sind nicht etwa kleine Start-Ups und Veggie-Pioniere – sondern große Fleischkonzerne. Und die machen damit das große Geschäft.
[...]
„In Veggie-Produkten steckt in aller erster Linie Wasser. Ganz viel Wasser. Dann kommt meist Hühnereiweiß, bei veganen Produkten Sojaeiweiß. Der Rest sind Geschmacksverstärker und Farbstoffe, Verdickungsmittel, reichlich Chemie“, erklärt Voll [Ex-Metzger und Lebensmittelskontrolleur].
[...]
"Diese Unternehmen wollen den gesamten Markt abdecken", sagt Franz Voll. "In der Fleischbranche haben sie es mit ihrer Preispolitik bereits geschafft, zahlreiche Metzger und Fleischer zu verdrängen. Und jetzt tun sie im Veggie-Bereich das Gleiche, indem sie sich selbst positionieren." Die Konsequenz: Viele kleinere Unternehmen und Start-ups, die Veggie-Produkte und vegane Alternative aus Überzeugung anbieten, würden vom Markt verdrängt.
[...]
Topas tritt aus Vegetarierbund aus. Was steckt dahinter?
dazu Wheaty:
Interview mit Wheaty-Erfinder Klaus Gaiser
[...]
Bist Du grundsätzlich dagegen, dass Fleischkonzerne auch vegane Alternativen anbieten?

So kann man das nicht sagen. Anfang letzten Jahres wurde ich gefragt, wie ich zu den neuen industriellen Mitbewerbern stehe. Ich sagte, dass man das von zwei Seiten betrachten muss: Einerseits haben diese Konzerne viel Schlimmes angerichtet und wollen nun einfach auch auf der vegetarischen Seite „absahnen“ und haben dabei mit ihren bisherigen Geschäften so viel Geld gemacht, dass sie mit ihrer durchrationalisierten Maschinerie uns Vegan-Pioniere preislich locker an die Wand drücken können. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist: Wenn wirklich im großen Stil etwas für die Tiere und die Umwelt erreicht werden soll, müssen genau diese Konzerne das Ruder herumreißen. Das tun sie aber offensichtlich nicht.

Der deutsche Markt für Wurst aus Fleisch schrumpft aber ja tatsächlich, während Veggie-Produkte zulegen. Sind das nicht Anzeichen für einen Wandel?

Die Fleischproduktion ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, 2015 waren es über acht Millionen Tonnen, so viel wie noch nie zuvor. Der Überschuss wird ins Ausland exportiert. Dazu kommt, dass die vegetarischen Alternativen der Fleischkonzerne zu einem großen Teil aus Hühnerei-Eiweiß bestehen. Daher sterben für vegetarische Mortadella mehr Tiere als für die Mortadella aus Fleisch – ein geschlachtetes Schwein bei der Fleisch-Variante steht rechnerisch elf getöteten Hühner bei der vegetarischen gegenüber.[1] Wie der VEBU das unterstützen kann, ist uns schleierhaft.
[...]
Und noch ein interessanter Beitrag:
Fleischalternativen von Fleischkonzernen – eine echte Alternative?
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Akayi
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Beitrag von Akayi » 14. Jan 2022 09:18

Das sind jetzt eher schwache Argumente. Ob die vegetarischen Varianten Hühnereiweiß enthalten ist doch für Veganer unerheblich?
recherchiert, was rechtlich so möglich ist

das Berteltier
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Beitrag von das Berteltier » 14. Jan 2022 09:55

Ob es sinnvoll ist, Großkonzerne zu unterstützen, welche nur auf Trends aufspringen und die Produktion nach der Prämisse maximalen Gewinnes ausrichten, dabei im Gegenzug mittelständische Betriebe und damit auch den Mittelstand als solchen (auch in Bezug auf die Arbeitnehmer dieser Betriebe) an die Wand zu fahren, mag für manche Menschys unerheblich sein. Auch das liegt, wie so vieles, in den Augen des Betrachtys. Jetier hat andere Dinge die ihm wichtig sind.

Ich vermute, wir haben grundlegend unterschiedliche Wertvorstellungen und damit siehst Du meine Argumentationen einfach als schwach und möglicherweise idiotisch. Während ich für meinen Teil nicht verstehe weshalb sich manche meiner Mitmenschentiere so verhalten wie sie es tun. Aber die Dinge sind so wie sie sind und die Menschys denken so, wie sie denken und sie denken nicht alle gleich, was auch irgend wo schön ist.

Also sei mir bitte nicht böse, dass ich andere Wertvorstellungen habe. Zum Beispiel habe ich einen guten Freund, der sagt, er wüsste, dass für seinen Konsum Tiere leiden, damit hätte er kein Problem, er würde die auch selbst töten und schlachten. Auch dass die Umwelt Schaden nimmt, Kinder in armen Ländern sterben, das ginge ihm am Arsch vorbei, er will sein Leben genießen. Das ist eine ehrliche Ansage, nichts beschönigt, keine Ausflüchte. Er akzeptiert meine Wertvorstellungen und ich seine, da er ehrlich dazu steht und nicht versucht sich krampfhaft zu rechtfertigen. Und wir kommen, da wir beide genau so ehrlich sind, jedes auf seine Weise, hervorragend miteinander aus.

Hier geht es z. B. (betr. Hühnereiweiß in der vegetarischen Produktlinie, Tierleichen in der "normalen") darum, dass ein Konzern als Konzern genau so viel (oder mehr) Tierleid erzeugt nach der Erweiterung der Produktlinie wie vorher. Wenn ich nun ausschließlich das Produkt sehe und da etwas bestimmtes nicht drin haben möchte, ist mir das egal, genau so wie eventuell die Verpackung oder die Produktionsbedingungen. Wenn aber jetier grundsätzliche Bedenken ethischer Natur hat, dann ist ihm das möglicherweise nicht egal, was das erstgenannte logischer- oder möglicherweise nicht nachvollziehen kann.
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Lovis
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Beitrag von Lovis » 15. Jan 2022 09:08

das Berteltier hat geschrieben:
14. Jan 2022 09:55
Zum Beispiel habe ich einen guten Freund, der sagt, er wüsste, dass für seinen Konsum Tiere leiden, damit hätte er kein Problem, er würde die auch selbst töten und schlachten. Auch dass die Umwelt Schaden nimmt, Kinder in armen Ländern sterben, das ginge ihm am Arsch vorbei, er will sein Leben genießen.
Ich find's widerlich! Okay - es ist ehrlich, das stimmt. Vielleicht denken viele Menschen so und geben es nicht so offen zu.
Wäre es für dich auch okay, wenn dein Freund Spaß daran hätte, z. B. Kinder zu missbrauchen und diesem Drang nachzugeben? Der einzige Unterschied hier wäre die Illegalität. Er meint also, es steht ihm zu, dass unschuldige wehrlose Lebewesen für ihn leiden und sterben!? Einfach nur, weil er es kann und die Macht hat!? :grumpf: :evil: :( :down:

Ich bin auch mit Omnis befreundet, aber wenigstens "wissen" sie, dass sie Unrecht tun. Sie verdrängen es, können/wollen ihre Gewohnheiten nicht aufgeben. Sicher ist das auch bequem und egoistisch, aber immerhin haben sie ein Gewissen (das sie leider erfolgreich verdrängen). Ich hätte ein Problem damit, wenn meine Omni-Freundin zu mir sagen würde "Ist mir scheißegal, wenn andere Lebewesen für mich leiden, Hauptsache, mir geht es gut".

Pumpkin
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Beitrag von Pumpkin » 15. Jan 2022 09:54

Alle Omnis wissen ja, dass für ihren Genuss Lebewesen leiden und sterben. Ich bin auch mit Omnis befreundet, aber über diese Tatsache bin ich immer wieder bestürzt, wie man das so erfolgreich verdrängen kann. Hier zählen ja nur Taten, die Haltung ist die gleiche, oder? Mit Veganern reden Omnis ja immer anders, da hat jeder auf einmal ein Gewissen.

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Lovis
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Beitrag von Lovis » 15. Jan 2022 11:12

Immerhin rührt sich das Gewissen in solchen Momenten der Konfrontation und ich bin sicher, es ist meistens echt! Und bei vielen, die ein Gewissen haben, kommt vielleicht (hoffentlich) ein langsames Umdenken in Gang. In meinem Umfeld bemerke ich solche Tendenzen tatsächlich!
Bei gewissenlosen Leuten, die keinerlei Unrecht in ihrem Handeln sehen, ist ein Umdenken gänzlich ausgeschlossen.
Stimmt, im Endeffekt ändert das erstmal nichts am Ergebnis, aber diese "Nach-mir-die-Sintflut"-Einstellung ist mir zutiefst unsympathisch.

das Berteltier
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Beitrag von das Berteltier » 15. Jan 2022 18:17

Lovis hat geschrieben:
15. Jan 2022 09:08
Wäre es für dich auch okay, wenn dein Freund Spaß daran hätte, z. B. Kinder zu missbrauchen und diesem Drang nachzugeben?
Nein, aber das würde er auch nie tun.
Lovis hat geschrieben:
15. Jan 2022 09:08
Der einzige Unterschied hier wäre die Illegalität.
Nochmals nein. Dazu kommt ja die gesellschaftliche Moralvorstellung. Diese besagt in unserer "Kultur", dass wir Tiere nach Belieben (be)nutzen dürfen. Selbst das Tierschutzgesetz verbietet das Quälen und Töten von Tieren nur "ohne wichtigen Grund" und dieser ist gegeben im Falle eines Gaumenkitzels, "wissenschaftlicher" Versuche, für die "Sportbetätigung" oder "Freizeitgestaltung" und dergleichen. Somit ist die unwürdige Haltung und das Tötung von Tieren gesellschaftlich anerkannt und findet auch im Biosektor statt.
Lovis hat geschrieben:
15. Jan 2022 09:08
Er meint also, es steht ihm zu, dass unschuldige wehrlose Lebewesen für ihn leiden und sterben!? Einfach nur, weil er es kann und die Macht hat!? :grumpf: :evil: :( :down:
Ich vermute stark, das meint jedes Omnivory, sonst wäre es ja vegan.

Beispiel: Ein anderes Kollegy hatte Sommers erzählt, dass es den Hasen, den sein Frauy zu Weihnachten wollte, jetzt ins Tierheim muss, weil es für das Frauy und Kindy zu blöd wird den Käfig sauber zu machen. Da sagt ebendieses Freundy, dass der den Hasen doch mitbringen sollte, der würde dann geschlachtet und wir machen ein Bier auf und grillen gemeinsam. Das Berteltier sei ja Vegany und würde dann Champignons und Paprika grillen. Meint der andere, er könnte ja nicht seinen Hasen schlachten. Als Antwort war, das würde er schon übernehmen. Außerdem verstehe er die Probleme nicht, "du isst ja eh tote Tiere. Wenn Du das nicht willst, oder kannst, dann solltest Du Vegany werden, wie das Berteltier!"

Heute ist wirklich hinreichend bekannt, dass eines der größten Faktoren für Klimawandel die Viehwirtschaft ist. Das weiß bei uns eigentlich jedes halbwegs gebildete Menschy, es wurde und wird in den letzten drölf Jahren wirklich oft genug kommuniziert. Heute kann nietier wirklich sagen "ich habe das nicht gewusst", genau so wenig, wie nietier sagen kann, es wüsste nichts über die Zustände in der Tierhaltung und -schlachtung. Ich kenne die Sprüche vom Infostand "Ich will das gar nicht so genau wissen", das Verbrauchy will ja mit aller Gewalt verdrängen und sich - und andere - belügen. Ich finde das einfach nur unehrlich.

Auf dieses Freundy kann ich mich aber zu 100% verlassen, es ist absolut ehrlich und zuverlässig. Was ich leider von manchen Veganys so nicht sagen kann. Da gibt es welche, die würden ihren Mitstreitys das Messer in den Rücken rammen, hätten sie dadurch einen Vorteil.

Und ja, ich finde es, und spreche auch von mir aus meiner vorveganen Zeit, heuchlerisch und verlogen einerseits Tiere schützen zu wollen und zu lieben, andererseits sie in Ställe sperren zu lassen und zu schlachten. Ich behaupte nicht, ich hätte nicht gewusst, dass ein Steak ein Teil eines toten Tieres ist, genau so, wie eine Wurst. Und dass für die Milch auch Kälber ihr Leben lassen müssen.

@ Pumpkin: Full ack! Bevor ich vegan wurde, war auch ich Omny und ich wusste es genau, wollte es nur nicht wahrhaben. Wegschauen entschuldigt m. E. nichts.
Ich betrachte die Schoah als das größte jemals begangene Verbrechen in der Menschheitsgeschichte.
Jegliche Leugnung, Verharmlosung oder Relativierung des Holocaust, auch bezogen auf andere Minderheiten wie z. B. die der Sinti und Roma, lehne ich ab.

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