Containern

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Sabotagehase
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Beitrag von Sabotagehase » 7. Apr 2019 21:03

Das wassomebody sagt..
außerdem: was spricht, abgesehen von persönlichen vorbehalten etc. oder dem risiko, ärger zu bekommen, dagegen?
Ist ja nicht so dass das jetzt wertvoller Metallschrott wäre oder so, für den die Umternehmen noch Geld kassieren würden. Und selbst wenns das wäre, warum neu produzierte Güter kaufen wenns welche gibt, die nurnoch verbrannt werden o.ä.? Second Hand Kaufen oder Zeug aus dem Umsonst-Laden mitnehmen weil es sich doch iwo in einer Welt die (allgemein systembedingt) nur mit Überproduktion funktioniert, besser anfühlt (wie marginal der effekt auch sein mag) aber Containern komisch beäugen?
Fände ich inkonsequent. Und selbst wenn ich ne halbe Million im Monat verdienen würde. Ist und bleibt Verschwendung von Gütern, ob es jetzt Lebensmittel, Klamotten oder alles Andere ist.

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Vampy
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Beitrag von Vampy » 7. Apr 2019 21:23

ich stimme dir da voll zu. ist glaub ich mehr so ein irrationales unwohlsein, weil es gesellschaftlich halt geächtet ist wenn einer im müll wühlt.
Für die einen die Signatur - für die anderen der sinnloseste Satz der Welt.

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Sabotagehase
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Beitrag von Sabotagehase » 7. Apr 2019 21:39

Ja gut... das ist wohl auch schwer abzulegen. Man glaubt garnicht was gesellschaftlich alles Verpönt ist (mein Dad läuft konsequent barfuß und bekommt so einiges zu hören), aber im Müll wühlen hat schon wirklich keinen guten Ruf

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VegSun
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Beitrag von VegSun » 7. Apr 2019 21:58

Ich geh jetzt auch nicht so oft Containern,
aber ich hatte z.b. manchmal bedenken , weil ich loses Brot mitnahm, wo aber auch mal spuren vom obst und Gemüse dran sind. Ich nehms nur, wenn es oben draufliegt.

In Manila dagegen suchen leute in Müllbergen und sammeln Hähnchenteile aus müllsäcken, die von fastfoodketten über blieben. Also ich weiß nicht genau, ob kunden oder Mitarbeiter das wegwerfen.

Das ist dann aber so schmutzig, das man es mehrmals wäscht und dann verarbeitet eine Streetkitchen in einer blechhüttensiedlung es zu einem Gericht.

Da ist das was wir finden Luxus.
Ich dagegen fand schon Gastronomie-Abfälle grausig, das kommt in eine grüne refoodTonne und da sind dann Plastikbeutel mit resten drin. (Ich hab nur geschaut, essen würd ichs nicht, sber das ist noch appetitlicher als das in Manila)
"Ein Mathebuch ist der einzige Ort , wo es normal ist 52 Wassermelonen zu kaufen."

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Sabotagehase
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Beitrag von Sabotagehase » 7. Apr 2019 22:47

ich geh auch zugegeben grad nicht weil es einfach in meinem ort hart umständlich ist usw..
das mit manila hab ich auch gesehen... richtig krass
ja gatronomie ist ätzend...
auf meiner schule haben sie jeden freitag mit so eine, kippfahrzeug die tonne von den Mensaresten abgeholt, man stelle sich einfach eine große Tonne vor, die von einem Greifer hochgehoben wird, sich dann auf den Kopf dreht und dabei aussieht als ob sie erbrechen würde... bäh.... eigentlich zu ekelhaft um es sich anzusehen aber zu interessant im wegzuschaun, va wenn man im unterricht sitzt

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slartibartfaß
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Beitrag von slartibartfaß » 7. Apr 2019 23:41

VegSun hat geschrieben:in eine grüne refoodTonne und da sind dann Plastikbeutel mit resten drin.
meines Wissens entspricht das nicht den Vorgaben von Refood. Was ist schlecht daran, dass die Gastronomie-Abfall in Energie umwandeln?
Wellen des Paradoxen rollten über das Meer der Kausalität (...) an dieser Stelle gibt die normale Sprache auf, besucht die nächste Kneipe und gießt sich einen hinter die Binde.

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VegSun
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Beitrag von VegSun » 9. Apr 2019 09:08

@Slarti

Bevor es garnicht mehr verwendet werden kann fände ich das schon sinnvoll, denn essen kann es z.b. keiner mehr, wenn es einmal auf dem Teller war oder zu lange stand.

Langfristig müsste man da natürlich das Angebot so umgestalten das nichts mehr über bleibt und sowas wid tooGoodToo Go nutzen.
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VegSun
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Beitrag von VegSun » 9. Apr 2019 09:10

Mich regen die Kommentare zur Containern Petition auf,
einige Leute wollen wohl das es illegal bleibt und ziehen absurde vergleiche oder haben angst das jmd ihren Hausmüll durchsucht

https://epetitionen.bundestag.de/petiti ... reg.1.html
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Beitrag von VegSun » 9. Apr 2019 09:24

Freiburger Uni verbietet Bändern,
das angreifen von Tellern mit nicht verzehrtem Essen vom Geschirrrückgabe-Band und bringt Abdeckungen dadran an.

m.spiegel.de/lebenundlernen/uni/freiburg-studenten-essen-die-mensa-reste-der-kommilitonen-a-1086593.html

m.spiegel.de/lebenundlernen/uni/freiburg-studenten-essen-die-mensa-reste-der-kommilitonen-a-1086593.html

Schade das es kein klickbarer link ist, aber ich bekomme den Artikel nur als mobil Version, einfach kopieren.
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Beitrag von VegSun » 10. Apr 2019 14:25

Eine Sache die ich ausprobierte,
waren die Tonnen einer Tankstelle,
wo kleine Müllbeutel mit (Belegten) Brötchen, Croissants etc. drin waren. So im ganzen aber nicht so toll was da alles zusammengewürfelt drin lag, auch wenn es nichts bedenkliches war.

Einmal war es gut und ich die Croissants waren ok und ich gab nur belegten Brötchen weiter.

In einigen Beuteln war aber Kaffeesatz mit drin und somit unbrauchbar. Beim letzten mal waren alle Beutel mit Kaffeesatz, was ich zu spät sah und auch gesundheitlich gefährliches wie Mettbrötchen drin.

Das hat mir zu denken gegeben und fands eklig.
Ich glaub zwar dass das andere nicht mit sowas in Berührung kam insofern da kein Kaffeesatz drin ist und die damit verhindern wollen, das es jemand isst, aber bin nun unsicher und vermute eh das fast immer kaffeesatz drauf ist und ich das eine mal nur Glück hatte.

Kam eben wieder vorbei, aber habe nicht rein geschaut, wenn es nichts ist muss ich das auch noch entsorgen.

In Berlin gibts auch eine oder mehrere Tankstellen mit Backwaren, da das im Containern Wiki oder trash wiki war sollte da nicht son mist drin sein.
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