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illith
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Beitrag von illith » 22. Feb 2021 22:54

das hast du wohl nicht zu festlegen, was meine Jemals-Lieblingsfilme sind. :O
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Murphy
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Beitrag von Murphy » 23. Feb 2021 07:50

Der beste Film, der jemals gedreht wurde, war eindeutig The Room.
Growth for the sake of growth is the ideology of the cancer cell. (Edward Abbey)

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Akayi
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Beitrag von Akayi » 23. Feb 2021 08:45

illith hat geschrieben:
22. Feb 2021 22:07
# irgendwie echt überzeugend ausgestaltetes Movieverse (sowas wie die verschiedenen 'Subkulturen' der unterschiedlichen Gruppierungen, die Warboys usw.)
Ich mochte den FIlm sehr und schaute ihn tatsächlich ein paar Mal (sehr selten wenn man bednekt dass ich praktisch nur noch Youtube Reviews statt ganzen Filmen schaue :D), aber die Subkulturen waren meiner Ansicht nach nicht überzeugend. Diesw Warboys denken der Bösewicht ist ihr Gott oder so warum? Wofür? Und was sind dann die anderen beiden Chefs für sie?
Geflügelzüchter seit 2012 8-)

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Shub-Niggurath
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Beitrag von Shub-Niggurath » 28. Feb 2021 19:29


Traditional family values (Starring: Jeff Bridges)
vs.
Hedonism Overkill (Starring: Benoît Debie)


Advantage: Beach Bum
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.

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illith
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Beitrag von illith » 1. Mär 2021 01:36

oh Mann, der neue Friedhof der Kuscheltiere ist unterm Strich ja echt schlecht.
ein paar Momente hatte er aber.
► Text zeigen
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Shub-Niggurath
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Beitrag von Shub-Niggurath » 3. Mär 2021 20:59


Serienfreunde werden diesen Film hassen. Die elliptische Form, welche große Teile der zugrundeliegenden Sagen und Geschichten ausspart, schert sich nicht um das Auserzählen, stellt sich sogar offensiv gegen die rationalisierte Form des filmischen Erzählens, die sich möglichst wort- und werkgetreu, mess- und nachvollziehbar an etwaigen „Fakten“ und Begebenheiten entlanghangelt, und verhilft dem prä-begreifenden Erleben und Erspüren zu seinem Recht, gleichzeitig diesen „Konflikt“ auch in das Zentrum von Medea stellend: Hier trifft die eingeschränkte Welt des gesicherten Wissens, des kalt Begreifbaren und Materiellen, auf archaische Beseeltheit der Natur, auf vor-wissenschaftliche und vor-aufklärerische Wahrnehmungsweisen der Welt. Angelegt in atemberaubenden Natur- und Kulturkulissen, völker- und epochenübergreifenden Kostümen, musikalischer Folklore unterschiedlichster Herkunft, in Ritualen und Zeremonien, die so ursprünglich wie bildgewaltig von metaphysischen Erfahrungen künden, dass dem Pragmatiker schwindelt, widersetzt sich Medea nicht nur den üblichen Sehgewohnheiten des Erzählkinos, sondern formuliert die filmische Vorwegnahme von Marcus Stigleggers Seduktionstheorie buchstäblich aus. Pasolinis eigene Deutung geht natürlich viel weiter als meine recht eingeschränkte und filmbegrenzte Auffassung, lässt mich aber in meinem selbstzentrierten Furor gegen das Allerweltskino bestätigt zurück.“Jetzt ist nichts mehr möglich!“ schreit die Medea, gespielt von Maria Callas, zum Schluss des Films – und doch ist gerade jetzt, nach Entledigung der Fesseln von herrischem, aber entfremdetem Wissen und forciert „vernünftigen“ Übereinkünften, alles möglich.


Mit einem blutjungen Kool Savas, der damals noch auf Englisch rappte, wie man auf dem Soundtrack hören kann.
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Murphy
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Beitrag von Murphy » 3. Mär 2021 21:01

Serienfreunde werden diesen Film hassen.
Absatzfreunde werden diesen Post hassen.
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Shub-Niggurath
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Beitrag von Shub-Niggurath » 3. Mär 2021 21:08

Das soll ein atemloser Durchzug sein, deshalb auch die vielen Kommata. Wahrscheinlich nicht ganz nach den Regeln eingesetzt, aber als musikalische Leseanleitung zumindest für mich verständlich.
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.

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