"Ich lese gerade"-Bücherthread

Musik, Filme & sonstige Kreativ-Ergüsse
Forumsregeln
Keine Links zu illegalen Stream-Seiten und dergleichen bitte.
Spoiler-Tags großzügig verwenden.
Benutzeravatar
Shub-Niggurath
Asylant
Beiträge: 3208
Registriert: 01.01.2020
Wohnort: Bonn

Beitrag von Shub-Niggurath » 2. Feb 2026 22:35

Thematisch verwandt mit den Epstein-Files? Habe die bisher ignoriert...muss ich mich da mal reinknien? Oder ist das nur Zirkus für Leute mit Kinder-Psychose?
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.

Benutzeravatar
illith
Berufs-Veganer
Beiträge: 71683
Registriert: 09.01.2008
Wohnort: Niedersachsen

Beitrag von illith » 3. Feb 2026 21:42

bezogen auf Big Entertainment hab ich da eher Richtung Weinstein/Cosby/Diddy/die Coreys & Co gedacht. aber hängt ja natürlich alles zusammen.
☜★VeganTakeover.de★☞
Books ☆ FB ☆ Shirts

Benutzeravatar
Shub-Niggurath
Asylant
Beiträge: 3208
Registriert: 01.01.2020
Wohnort: Bonn

Beitrag von Shub-Niggurath » 10. Feb 2026 20:15

Bild
Tiere essen ist ein leidenschaftliches Buch über die Frage, was wir essen und warum. Als Jonathan Safran Foer Vater wurde, bekamen seine Fragen eine neue Dringlichkeit: Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wo sie herkommen?
Foer stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema. Er recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, konsultiert einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für den Menschen bedeutet.
Auch Foer streift nur in wenigen Sätzen, ungefähr einem Absatz, eine Frage, die mich interessiert, jedoch selten behandelt wird: Was macht die Massentierhaltung mit den Menschen, die dort arbeiten? Sie sind schlecht ausgebildet, unterbezahlt, leiden unter einer extrem hohen Zahl von Arbeitsunfällen und üben ihren Job meist nicht sehr lange aus. Sind sie ähnlich für das zivile Leben verloren wie Soldaten nach Kriegseinsätzen? Posttraumatische Belastungsstörung, erworbener Sadismus, allgemeine Verrohung?
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.

Benutzeravatar
illith
Berufs-Veganer
Beiträge: 71683
Registriert: 09.01.2008
Wohnort: Niedersachsen

Beitrag von illith » 10. Feb 2026 21:17

das ist ein Punkt, der mir auch erst so in den letzten 10 Jahren (glaub ich) ins Bewusstsein gerückt ist.
da gibt es einige Artikel und Berichte vor allem aus dem US-Raum zu - wie in der Branche Alkoholismus, Suizid & Co überproportional vertreten ist. vor einer Weile gab's mal Headlines, dass in den USA den Job niemand mehr machen will, weswegen teils Strafgefangene (zwangs?)rekrutiert wurden.
in DE sind das ja glaub ich zu großen Teilen auch nur noch ausländische Leiharbeiter unter in aller möglicher Hinsicht furchtbaren Arbeitsbedingungen. (während Corona gab's da bzgl. Tönnies ja auch Schlagzeilen)
kann mich da leider nicht näher zu belesen, weil zu horrifying für mich.

BF hat den Job vor unserer Zeit ja auch an die 15 Jahre gemacht... bin mir ziemlich sicher, dass das seine Spuren hinterlassen hat.
☜★VeganTakeover.de★☞
Books ☆ FB ☆ Shirts

Benutzeravatar
Shub-Niggurath
Asylant
Beiträge: 3208
Registriert: 01.01.2020
Wohnort: Bonn

Beitrag von Shub-Niggurath » 10. Feb 2026 21:22

Hast du bei BF nicht tiefer nachgebohrt?
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.

Benutzeravatar
illith
Berufs-Veganer
Beiträge: 71683
Registriert: 09.01.2008
Wohnort: Niedersachsen

Beitrag von illith » 10. Feb 2026 23:07

das ist immer dünnes Eis, weil ich zu meinem Leidwesen leider hyper-senstive bin, was Tierthemen angeht und mich schon ein einfacher Satz auf destruktive Art über Jahrzehnte verfolgen kann. (ich weiß, wir übertrieben dass klingt. wünschte, es wäre Snowflake-Getue) und er geht da nicht unbedingt rücksichtsvoll mit um.
davon abgesehen hat er in seinem Leben schon alllles mögliche durch, so dass es vermutlich schwierig ist, da bestimmte 'Outcomes' mit einzelnen traumatisierenden oder sonstwie schwierigen Begebenheiten kausal zu verknüpfen.
plus BF ist ein extreem subjektiver Typ - wenn man ihn dir gleich Frage zu unterschiedlichen Zeitpunkten stellt, kann die Antwort da ganz unterschiedlich ausfallen^^°
☜★VeganTakeover.de★☞
Books ☆ FB ☆ Shirts

Benutzeravatar
Lovis
Beiträge: 4596
Registriert: 23.10.2014
Wohnort: Niedersachsen

Beitrag von Lovis » 11. Feb 2026 10:43

Shub-Niggurath hat geschrieben: ↑
10. Feb 2026 20:15
Auch Foer streift nur in wenigen Sätzen, ungefähr einem Absatz, eine Frage, die mich interessiert, jedoch selten behandelt wird: Was macht die Massentierhaltung mit den Menschen, die dort arbeiten?
Genau das hab ich mich schon tausendmal gefragt. Was sind das für Menschen? Und es sind so unfassbar viele! :shock:

Benutzeravatar
illith
Berufs-Veganer
Beiträge: 71683
Registriert: 09.01.2008
Wohnort: Niedersachsen

Beitrag von illith » 12. Feb 2026 02:36

BF sagt immer, das aller erste Mal war absolut schlimm, aber irgendwann schaltet man ab und die Tiere sind nur noch Material. aber kann mir nicht vorstellen, dass das nicht seinen Preis für die Psyche und das Seelenleben hat. (zumal ich ja in diesem Fall weiß, wie sensitiv er eigentlich [auch] ist)
☜★VeganTakeover.de★☞
Books ☆ FB ☆ Shirts

Benutzeravatar
Lovis
Beiträge: 4596
Registriert: 23.10.2014
Wohnort: Niedersachsen

Beitrag von Lovis » 12. Feb 2026 10:04

Das ist voll gruselig, dass Menschen so abstumpfen können :cry2: . Aber andererseits kann man solche Jobs sonst gar nicht machen, ist reiner Selbstschutz. Schrecklich! :cry2:

Benutzeravatar
Shub-Niggurath
Asylant
Beiträge: 3208
Registriert: 01.01.2020
Wohnort: Bonn

Beitrag von Shub-Niggurath » 23. Feb 2026 20:00

Bild
One of Ray Bradbury’s classic short story collections: In a ghost town hotel in a burning desert three old men await the January rains – and are visited by a strange musician. A family of colonists on Mars are homesick for Earth. Terrified, they begin to notice that each is undergoing a subtle transformation. A man seeks the forgotten scent of sarsaparilla in his attic – and passes through a window into the lost land of his boyhood. The Day it Rained Forever includes many of Ray Bradbury's most celebrated stories.

Bild
Die wichtigsten Texte Ulrike Meinhofs sind ein Beispiel von entschiedenem Journalismus, der nicht vor den Höhen der Macht skandiert, sondern den politischen Widerspruch aufzufinden versteht, und zugleich ein Abriss deutscher Nachkriegsgeschichte: Sie analysieren die Unfähigkeit der Verarbeitung des Nazismus und die eilige Rekonstruktion der Macht, sie beschreiben das Verkümmern der Demokratie am Fall des Einzelnen – seine Würde wird antastbar.
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.

Antworten