Vegan essen bei Verwandten?

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Vegan essen bei Verwandten?

Beitragvon mona am 19. Okt 2016 22:33

Hallo :)

Zwar bin ich mir sicher, dass es dieses Thema schon gibt, aber leider habe ich über die SuFu nichts passendes gefunden.
Wie handelt ihr das, wenn ihr bei Verwandten bzw ("schlimmer") bei euren Großeltern zum Essen eingeladen seid?
Meiner Oma habe ich schon begreiflich machen können, dass ich kein Fleisch essen möchte. Das war schwierig, aber funktioniert. Es gibt immer noch diverse Kommentare: "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft", "Ein kleines Stück geht schon" etc.
Meine Oma kann aber eigentlich nur Schnitzel, Gulasch oder Schweinebraten kochen. Gemüse ist ihr relativ fremd, das isst sie selbst nicht gern.
Folgende Gerichte macht sie mir, wenn ich zum essen zur ihr komme: Buttergemüse, Rahmspinat mit Kartoffeln und oft mit Ei, Champignonsuppe mit Knödel. Nichts davon ist vegan, aber hat mich bisher nicht so gestört.
Heute wollte sie mich noch zur Brotzeit einladen ("Du läufst mir ja nicht gleich wieder weg oder?" - schlechtes Gewissen!) und hat betont, dass sie einen ganz schönen Schinken und Streichwurst gekauft hat. Und Käse auch da hat. Ja schön. Mag ich nur leider nicht. Da ich wirklich keine Zeit hatte, konnte ich vor dem Schinken fliehen - den wollte sie mir dann mitgeben :P
Ich hab mir schon mal überlegt, einfach vegane Aufstriche mitzubringen, aber dann wäre sie bestimmt gekränkt, weil ich ihre Lebensmittel ablehne.
Oder was soll ich machen, wenn sie mich zu einem größerem Essen einlädt - da gibts dann immer Eis und Kuchen.
Ablehnen? Geht bei meiner Oma schlecht.
Essen? Will ich nicht.
Was soll ich tun? Vegane Ernährung kennt sie nicht. Vegetarisch ist ja schon kaum vorstellbar für sie.
Wie macht ihr das?
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Beitragvon illith am 19. Okt 2016 23:26

ich hab keine großeltern mehr und als die letzte verbliebene noch lebte, hab ich die kaum wenige male im jahr gesehen (seit ich vegan bin noch weniger). daher komme ich in diese heikle situation nicht.
also da ja außer frage steht, dass man nur um eine nahestehende person nicht zu kränken, die eigenen ethischen grundlagen über board wirft, würde ich sagen, dableibt in dem fall nur: selber was mitbringen.
das wird natürlich auch nicht aufgroße gegenliebe stoßen, aber doch vemrutlich besser, als gar nicht zu kommen.
denn selbst wenn die person theoretisch bereitschaft zeigt, dir was extra zu kochen, ist es leider naheliegend, dass das elbst beigutem willen nicht wirklich vegan wird. anscheinend kapiert deine oma ja nicht mal, das sdu kein *fleisch* isst - was ja eigentlich schon nicht so komplex ist^^ (das ist nicht abwertend gemeint, ich weiß ja nicht, wie alt sie ist) da halte ich es für vollständig ausgeschlossen, dass sie das mit butter etc verstehen würde.
ganz zu schweigen davon, dass manche leute (sozialisationsbedingt in erster linie: frauen gehobenen alters) einem "was gutes tun" wollen und absichtlich heimlich was unveganes ins essen tun. (in der nachkriegszeit galten tierprodukte ja als besonders gesund/wichtig/wertvoll)
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Beitragvon gemüse am 19. Okt 2016 23:46

Hallo Mona,
Verwandte und Freunde habe ich mittlerweile informiert und ihnen auch gesagt, dass sie nichts Spezielles zu kochen brauchen. Bisher fand sich im geplanten Menu immer etwas Tierfreies. Das andere lasse ich eben weg. Bei Nachfragen sage ich auch, weshalb. (In meinem Fall, dass mir Gerichte mit Eiern, Milchprodukten, Fisch und Fleisch durchaus schmecken würden, ich aber nicht mag, wie man die Tiere behandelt, und deshalb auf solche Lebensmittel verzichte.) Wenn's jemand gar nicht einsehen will, kann man sich ja auch ohne Essen unterhalten oder etwas gemeinsam unternehmen. Viel Glück :)
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Beitragvon Indigo am 20. Okt 2016 09:24

Meine Erfahrungen dazu sind aehnlich.

Bin dazu uebergegangen selbst veganes Essen bei solchen meetings mit zubringen.

Wenn nun die Patentante allerdings mit wehmuetig aufgeschlagenem Blick folgendes sagt : Den Pflaumenkuchen hab ich extra nur fuer Dich gebacken und ich hab mir solche Muehe gegeben ,ist es nicht leicht.

Vor den Besuchen klaere ich nun ab , was wir gemeinsam essen.
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Beitragvon anphie am 20. Okt 2016 18:18

Bei vorwurfsvollem "hab ich extra für dich gemacht" würde ich ja knallhart antworten, dass wenn sie ihn extra für mich gemacht hätte, er vegan wäre, da sie genau weiß, dass ich ihn sonst nicht esse. Das würde bei mir eher genervtheit als Schukdgefühle verursachen.
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:)

Beitragvon isakocht am 24. Okt 2016 15:30

Ich koche momentan so halb vegetarisch, halb vegan, doch selbst vegetarisch ruft bei vielen Leuten in meiner Verwandtschaft schon Zweifel hervor. In der Regel löse ich das dadurch dass ich einfach anbiete, für sie zu kochen - das mache ich sowieso supergerne, und begeistert sind sie in der Regel danach auch! :)
Und falls doch mal irgendwo Fleisch aufgetischt wird, dann gibt es eben mehr Salate und Beilagen, davon ist zum Glück meist genug vorhanden :)
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Beitragvon Akayi am 24. Okt 2016 15:52

Isst du denn auch vegetarisch oder kochst du das nur für die Familie?
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Beitragvon Indigo am 25. Okt 2016 09:12

Das finde ich toll.

1. Das Du so gerne kochst

2. Wie Du mit der Situation umgehst.

3. Koenntest Du mal son paar geniale Rezepte verraten.

Biiittttteee

:engel:

Wir kriegen Euch alle.

Ist

der Werbespruch von "Danone"kann man vielfaeltig einsetzen solche Werbebotschaften
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Beitragvon Akayi am 25. Okt 2016 09:45

Findest du das wirklich toll?
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Beitragvon illith am 25. Okt 2016 14:42

nein, sie hat es bestimmt einfach nur so hingeschrieben und meinte eigentlich was ganz anderes.
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