Androgen Receptor Density

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human vegetable
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Androgen Receptor Density

Beitrag von human vegetable » 1. Okt 2018 09:04

Eine neue Studie scheint nun endlich den Hauptgrund für die individuelle Varianz im Bezug auf Muskelmassezunahme bei Krafttraining gefunden zu haben: Dichte der Androgenrezeptoren, soll heißen wie effizient der Körper auf männliche Hormone anspricht.

Es wurde ebenfalls geprüft, ob die Konzentration der Androgene selbst einen Einfluss hat, aber überraschenderweise ist das nicht der Fall.

Quelle: https://www.frontiersin.org/articles/10 ... 3/abstract
Unlike intramuscular free testosterone, dihydrotestosterone, or 5a-reductase, there was a linear relationship between androgen receptor content and change in LBM (P<0.01), type 1 CSA (P<0.05), and type 2 CSA (P<0.01) both pre- and post-intervention. These results indicate that intramuscular androgen receptor content, but neither circulating nor intramuscular hormones (or the enzymes regulating their intramuscular production), influence skeletal muscle hypertrophy following RET in previously trained men.
Der nächste Schritt wäre jetzt, die androgen receptor density gezielt zu steigern. Einige Ansätze dazu existieren:


1. Intermittierendes Fasten
2. Krafttraining
3. spezielle Supps
4. Koffein

Da viele Fitnessbegeisterte die Lifestyle-Tipps ohnehin schon beherzigen, ist fraglich, ob zusätzliche tweaks noch viel verbessern können. Dass man sich nicht zuviel erwarten sollte, lehrt auch die Erfahrung: Mehrere Studien existieren bereits zu IF, und keine davon hat eine massive Steigerung der Muskelmasse beobachtet. Ebenso verhält es sich mit Kaffeegenuss (wäre auch zu schön gewesen).

Dennoch interessant - und sei es nur, um zu zeigen, dass das ganze Aufheben um Testosteron-Boosting wohl ziemlich nutzlos ist, und man sich den Aufwand sparen kann.
"The greatest obstacle to discovery is not ignorance - it is the illusion of knowledge." - Daniel J. Boorstin

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human vegetable
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Beitrag von human vegetable » 15. Okt 2018 15:19

Nun nimmt sich auch Dr. Andro des Themas an: http://suppversity.blogspot.com/2018/10 ... se-to.html
Hence, high(er) volume training, adequate recovery, nutrition, and l-carnitine l-tartrate (yielding 2g of carnitine per day) have - as of today - to be considered the only "proven" promoters of AR density.
Insgesamt rät er aber, den Ball flachzuhalten und sich keine Wunder zu erhoffen:
So what does that all mean? Well, if you want to see the often-marketed steroid-like gains, everybody is chasing, you will probably have to wait for a gene-drug that changes both, the baseline expression and exercise-induced increase of androgen receptors on your muscle tissue.

In the meantime, you can console yourself with the realization that in all the excitement about the results of the initially quoted study by Robert Morton, many seem to have forgotten that the scientists found nothing but a correlation between the AR response and increases in muscle size.
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Xina
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Beitrag von Xina » 24. Okt 2018 10:23

sehr spannend - wenn Kaffee und IF helfen würden wäre das schon der Knaller... (gewesen) :mg:

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joli cœur
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Beitrag von joli cœur » 17. Dez 2018 17:37

In diesem Video geht es um etwas ähnliches:
https://www.youtube.com/watch?v=PyTPXGLwCtI

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human vegetable
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Beitrag von human vegetable » 20. Dez 2018 05:39

Wenn tägliches Training die Hyperplasie wie versprochen boosten würde, dann dürfte ich eigentlich durch keine Tür mehr passen!

Es wird immer klarer, dass genetische Veranlagung ganz entscheidend dafür ist, wie viel Muskeln ein Mensch durch Krafttraining aufbauen kann. Das bedeutet: Der sprichwörtliche "hardgainer" (der in Wirklichkeit wohl eher der Normalfall ist, und lediglich falsche Vorstellungen durch den medialen Vergleich mit gedopten oder genetisch extrem bevorteilten Athleten hat) will mit dem Kopf durch die Wand, wenn er immer extremeren Trainingsplänen und -methoden folgt, um "endlich" sein "wahres Potential" abzurufen.

Auch die oben angesprochene "androgen receptor density" ist vor allem genetisch determiniert.
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