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Vampy
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Beitrag von Vampy » 2. Aug 2016 18:54

interessiert euch da was von? ich bin eigentlich nicht so der sportgucker, aber im tv-programm hab ich gesehen, dass da doch n paar coole Sachen bei sind:

- synchronschwimmen
- beachvolleyball (sexy strandbikinis/Shorts.... )
- gewichtheben
- Marathon
- Trampolin
- rhythmische sportgymnastik

wobei das meiste nach 10min schon wieder langweilig wird.
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Nullpositiv
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Beitrag von Nullpositiv » 2. Aug 2016 18:57

Interessant find ich die Ausdauerdisziplinen, die Mehrfachwettkämpfe und die Schützensachen.
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human vegetable
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Beitrag von human vegetable » 2. Aug 2016 20:08

Ehrlich gesagt finde ich am interessantesten, wie die Funktionäre und Aktiven dieses Mal gedenken, mit dem Thema Doping umzugehen. Ob es gelingen wird, das Problem auf "russisches Staatsdoping" einzugrenzen, wage ich zu bezweifeln.

Gute Chancen, dass das IOC ähnlich durchgerüttelt wird wie vor ein paar Monaten die FIFA, und vor zehn Jahren der Profi-Radsport. Ob sich langfristig was ändert? Meine Prognose - nö.

Wenn Sport und Kommerz zusammenkommen, dann ist Doping die unausweichliche Konsequenz. Wer den Sport ernsthaft dopingfrei machen will, müsste Sport als reines non-profit event organisieren (ganz im Sinne des oft beschworenen olympischen Amateurgeistes). Aber will das irgendwer? Nö - weder die Aktiven, noch die Funktionäre, noch die Fans.

Was meint ihr, könnte irgendeine Form des "legalisierten, kontrollierten Staatsdopings" Abhilfe schaffen? Also praktisch das, was die Russen (und wer weiß wer sonst noch - außer uns, natürlich :engel: ) eh schon machen, nur halt mit offenen Karten und internationalen Standards.
"The greatest obstacle to discovery is not ignorance - it is the illusion of knowledge." - Daniel J. Boorstin

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Vampy
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Beitrag von Vampy » 2. Aug 2016 20:35

als ob das was bringen würde. auch im non-Profit wird gedopt, und das nicht zu knapp. und das nicht nur bei Bodybuildern. und im Radsport hab ich jetzt keine großartigen Änderungen gesehen, das war doch bloß viel lärm um dann doch nichts.
Doping ist gesundheitsschädigend. das in irgendeiner form zu legalisieren ist ethisch nicht vertretbar.
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Lee
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Beitrag von Lee » 2. Aug 2016 20:37

leistungssport is an sich meistens schon gesundheitsschädlich ;).
Muh!

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RoadOfBones
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Beitrag von RoadOfBones » 2. Aug 2016 20:37

Leichtathletik ist recht interessant.
Heute hab ich gehört, dass im olympischen Dorf 450 000 Kondome ausliegen. Soll pro Athlet pro Tag 3 Kondome ergeben. Wow!
----------------
We live in an age of insanity and confusion - Our existence is senseless without direction - Yet these times of many changes offer us also big chances - To face the future escape our self-destruction by returning to our true values.

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Beitrag von Nullpositiv » 2. Aug 2016 20:41

Leistungssportler.
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Lee
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Beitrag von Lee » 2. Aug 2016 20:42

puh...
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illith
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Beitrag von illith » 3. Aug 2016 00:01

Sebastian!! :'D:

HG: :up:

onT: ich kann mir wenig langweiligeres vorstellen, als irgendwelchen leuten, die ich nicht kenne, bei irgendeiner sportart, die ich nicht betreibe, zuzugucken.
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human vegetable
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Beitrag von human vegetable » 3. Aug 2016 06:50

Vampy, du hast recht. Selbst im Amateurbereich wird aus den verschiedensten Gründen massiv gedopt - z. B. weil die Menschen um jeden Preis Gewinnen wollen, weil sie Leistungsoptimierung unreflektiert als Selbstzweck betreiben, weil sie gewissen Körperidealen genügen wollen (speziell im Fitnessbereich, wo Wettkämpfe keine Rolle spielen). Das heißt, selbst eine Ent-Kommerzialisierung des Sports würde die Dopingproblematik nicht beenden.

Umso dringlicher finde ich es dann aber, mit Doping anders umzugehen als es momentan getan wird (offiziell zero tolerance, aber solange die Öffentlichkeit nix mitbekommt große Milde bis Unterstützung).

Die Situation scheint mir vergleichbar mit dem "war on drugs": Drogenkonsum (ich schmeiße aus Vereinfachungsgründen hier mal locker alle Drogen in einen Topf) schädigt die Gesellschaft auf verschiedenste Art und Weise (Gesundheit der user; Beschaffungskriminalität; Stärkung der organsisierten Kriminalität; Ausbeutung der Kleinbauern, die das Zeug produzieren, etc.). Deswegen scheint es im ersten Moment sinnvoll, solches Verhalten zu kriminalisieren und mit der vollen Härte des Gesetzes dagegen vorzugehen. Problem: Es macht die Sache nicht besser. Die Leute nehmen trotzdem weiter Drogen (vielleicht sogar noch mehr), die Gewinnspannen steigen, und der staatliche Einfluss sinkt.

Ob die bessere Alternative nun unbedingt eine komplette Freigabe ist, darüber sollen sich klügere Menschen den Kopf zerbrechen. Hier macht die Art der Droge wohl schon einen Unterschied, insbesondere im Bezug auf Suchtpotential und Toxizität. Aber ich denke schon, dass Fortschritte erzielt werden können, wenn der Staat Angebote macht (z. B. Methadonprojekte/"Spritzräume"), statt allen Beteiligten einfach nur mit drakonischen Strafen zu drohen und auf Abschreckung zu hoffen.

Ähnlich sehe ich das beim Doping. Natürlich ist diese Praxis aus verschiedensten Gründen abzulehnen, aber wie du selbst sagst löst eine totale Kriminalisierung das Problem nicht. Die Doper sind den Kontrolleuren immer um mehrere Schritte voraus. Selbst wenn man vergangene Blutproben lagert, nach mehreren Jahren nochmals testet und bei positiven Ergebnissen den Dopern ihre Medaillen rückwirkend aberkennt, wird das heute niemanden vom Doping abhalten - denn erstmal bedeutet ein Gewinn ja doch Ruhm und evtl. auch wirtschaftlichen Erfolg. Und ob irgendwann rauskommt, dass Doping beteiligt war, ist mehr als ungewiss.

Nicht dass ich das Prinzip der individuellen Verantwortung gänzlich aushebeln will, aber ich denke die Doper sind nicht nur Täter, sondern vielleicht nicht gerade Opfer, aber immerhin Produkte einer Gesellschaft die kurzfristigen Erfolg über langfristige Zufriedenheit und Nachhaltigkeit stellt. Dieses Grundproblem wohnt dem Leistungssport ohnehin inne (auch ohne Doping sind die Athleten in vielen Disziplinen nach Abschluss ihrer aktiven Karriere körperliche Wracks).

Das Problem der Gesundheitsvorsorge für Leistungssportler stellt sich also noch auf ganz anderen Ebenen (man denke an American Football und Gehirnerschütterungen, etc.). Sport ist ohnehin Mord! Wenn man das Doping komplett verbietet, müsste man dann nicht folgerichtig auch viele Trainingsmethoden verbieten oder zumindest im Umfang begrenzen, und die Wettkampfregeln der meisten Sportarten "kastrieren"? Man denke an Abfahrtsski - Wer da nicht gewillt ist, das Risiko eines eventuell tödlichen Sturzes einzugehen, braucht gar nicht erst an den Start zu gehen.

Diese Sichtweise sollte auch in die Beurteilung der Problematik einfließen. Kurzum: "Höher, schneller, weiter" ohne Doping wird es nie geben. Den Sport "säubern" und komplett dopingfrei machen zu wollen, ist Kampf gegen Windmühlen. Wobei daraus nicht zwingend folgt, dass man Doping ignorieren, tolerieren oder sogar befürworten müsste.
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