Was wächst denn da?

Von Guerilla Gardening bis Ackerbau

was grünt denn da?

Beitragvon Gerlinde am 27. Aug 2016 10:04

hier ein Bild, das richtig erfrischend wirkt:
Wassertropfen auf Grün.JPG
Wassertropfen auf Grün.JPG (93.84 KiB) 1474-mal betrachtet

und hier mit der dazu passenden Blüte:
grün mit Blüte vergrößert.JPG
grün mit Blüte vergrößert.JPG (104.7 KiB) 1471-mal betrachtet
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Baumgeschichten: Die Ahnenulme

Beitragvon Gerlinde am 27. Aug 2016 15:26

Vor 60 Jahren wurde der alte Friedhof verlegt in den Außenbereich und auf dem alten Friedhof eine Parkanlage errichtet. Stehen geblieben ist eine uralte Ulme. Zum Leidwesen einiger stand diese Ulme nun auf einer Ecke des neu errichteten Bolzplatzes. Ja, es wurden im Park auch ein Spielplatz und ein kleiner Fußballplatz angelegt; ein Ausgraben für Bauzwecke ging ja nicht.
Regelmäßig ging ich mit Hund zu dieser Ulme und umrundete sie. Einmal ist mir aufgefallen, dass jemand gut ein Dutzend Nägel der Länge nach in die Rinde geschlagen hatte (man kann damit einen Baum umbringen).

So nahm ich mir zu den nächsten Spaziergängen eine Zange mit und habe einen Nagel nach dem anderen heraus gezogen.
Für die oberen war ich zu kurz, also nahm ich mir einen stabilen Eimer mit, um höher zu kommen.
Es war für diesen Nachmittag kein schlechtes Wetter gemeldet, nur ein bewölkter Frühsommertag.
Und jetzt kommts:
Mit dem letzten Nagel den ich heraus zog, gab es wie aus dem Nichts nur einen Blitz, nur einen Donnerschlag und einen ganz kurzen warmen Regenguss - ich war platschnass! Danach war das Wetter wieder schön. Was war das? Ein Dankeschön?

Zwei, drei Jahre später ist mir aufgefallen, dass diese Ulme extrem viel Samen gebildet hat, ich sammelte und pflanzte gleich welchen in Töpfe.
Die Sämlinge sind mittlerweile ca 8 Jahre alt und einige habe ich an einen Wiesenrand gepflanzt, sie wachsen..... zum Glück.

So und jetzt kommts ganz dick:
Als ich wieder mal an der Ulme vorbei kam, sah ich dass man mit starken Bändern die großen Haupttriebe miteinander verbunden hatte - das sollte eine Sicherungsmaßnahme für viel Geld von einem Baumspezialisten gewesen sein.
Denn diese Ulme war mittlerweile zur Anerkennung als ein Naturdenkmal vorgeschlagen worden.

Die Bänder waren kein halbes Jahr im Baum, mir hat der Anblick weh getan, wie gefesselt sah es aus.
Dann gab es einen Sturm und es hat diese Ulme einfach umgerissen. Aus vorbei, drei Kriege hat der Baum überstanden und das wars nun.
Ich vermute mal, wegen der Baumsicherung vor herunter fallenden Ästen, konnte die Ulme nicht mehr schwingen und wurde wie ein Segel umgelegt, ich hätte heulen können.

Einziger Trost ist mir, dass ich Nachkommen habe ziehen können und hoffe, diese können sich behaupten, das ist für junge Bäumchen gar nicht so einfach.
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Beitragvon gemüse am 28. Aug 2016 01:13

Diese Grüntöne, und dann die silbernen Wassertropfen :) Frauenmantel ist wunderschön. Wildwachsend habe ich ihn noch nie gesehen, er wird aber hier auch in naturnahen öffentlichen Gärten oft als Bodendecker und Kontrastpflanze eingesetzt. Das sieht vor allem im Frühsommer oft großartig aus.

Die Ulmengeschichte ist traurig und schön zugleich. Ich hoffe, die Bäumchen werden groß und stark. Welche Standortbedingungen brauchen sie, und was könnte sie gefährden? Konkurrenz mit anderen Bäumen, Tiere, die sie essen?

(Ab vom Thema: Heute habe ich ein kleines ipad bestellt, das kann ich besser bedienen als einen Fotoapparat und habe dann auch gleich eine Bestimmungs-App dabei. Ästhetischen Ansprüchen wird wahrscheinlich nichts genügen, was ich damit so knipse, aber vielleicht bringe ich mit der Zeit was Erkennbares zustande.)
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Frauenmantel

Beitragvon Gerlinde am 28. Aug 2016 09:41

gemüse hat geschrieben: Wildwachsend habe ich ihn noch nie gesehen


Hier wächst reichlich Frauenmantel, das liegt aber auch daran, dass hier noch nie mit Gülle gedüngt wurde.
Frauenmantel kann man im Frühjahr zum Salat essen, oder als Gemüse, als Tee oder sogar äußerlich auf Ekzeme.

Ich sehe schon, mein nächster Schritt wird sein, alles mal auszuprobieren. Derzeit bin ich noch eher Theoretiker.
Aber mit der Fetthenne hat meine Haut schon Freundschaft geschlossen - demnächst folgt ein Bild davon.

zur Ulme:
Kleine Bäumchen können in den ersten Jahren schlichtweg überwachsen werden und dann fehlt ihnen das Licht,
die Brennnesseln weden hier 180 cm hoch, die Brombeerranken, daumendick, drücken junge Bäumchen sogar nach unten.
Hitze und Trockenheit und zu starker Frost sind ein eher geringeres Risisko
und wenn sich ein Rehbock an der jungen zarten Rinde sein Gehörn schubbert, das wars dann auch und die Ziegen dürfen nicht in die Nähe kommen, das Ulmensterben gibt es auch noch (Krankheit), deshalb sieht man so wenige.....
es ist ein Überlebenskampf, den die meinsten Menschen gar nicht wahr nehmen.
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Beitragvon Gerlinde am 28. Aug 2016 09:52

ein Blütengruß zum Sonntag
weiss-gelb.JPG
weiss-gelb.JPG (134.47 KiB) 1417-mal betrachtet

die Blütenanordnung erinnert mich irgendwie an diese geometrischen Fraktale in der Mathematik oder wie heißt das nochmal?
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Beitragvon gemüse am 28. Aug 2016 21:25

Gerlinde hat geschrieben:Frauenmantel kann man im Frühjahr zum Salat essen, oder als Gemüse, als Tee oder sogar äußerlich auf Ekzeme.

Als Tee kenne ich ihn gegen Darmbeschwerden. Schmeckt nicht so besonders, scheint aber zu helfen. Was machst Du mit der Fetthenne: Umschlag? Crème?

es ist ein Überlebenskampf, den die meinsten Menschen gar nicht wahr nehmen.

Da hast Du sicherlich recht, ich hatte bis eben keinerlei Ahnung davon. Brennesseln!
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Beitragvon gemüse am 28. Aug 2016 21:27

Bütenanordnung: Ich glaube, ich sehe, wie Du darauf kommst: die Röhrenblüten, nicht? Ausreichend vergrößert habe ich mir eine einzelne noch nie angesehen, vermute aber, sie sei dem Korb nicht mehr ähnlich. Klassische Beispiele für Selbstähnlichkeit (ein Merkmal von Fraktalen) sind unter den Pflanzen Farne oder Broccoli:
https://en.wikipedia.org/wiki/File:Fractal_Broccoli.jpg
https://en.wikipedia.org/wiki/Self-similarity
https://en.wikipedia.org/wiki/Fractal
Fraktale finde ich sehr spannend. Leider fehlen mir die Kentnisse, um die mathematischen Geschichten zu verstehen, aber das steht auf meiner Liste von Projekten für eine allfällige Auszeit ziemlich weit oben.
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Beitragvon DiePetra am 28. Aug 2016 21:37

gemüse hat geschrieben:(Ab vom Thema: Heute habe ich ein kleines ipad bestellt, das kann ich besser bedienen als einen Fotoapparat und habe dann auch gleich eine Bestimmungs-App dabei. Ästhetischen Ansprüchen wird wahrscheinlich nichts genügen, was ich damit so knipse, aber vielleicht bringe ich mit der Zeit was Erkennbares zustande.)


gemüse, ich mache täglich Fotos mit meinem iPad (privat und in der Firma), ich liebe dieses Teil (ich habe ihm sogar einen Namen gegeben :oops:), und es sind mir damit auch schon wirklich schöne Bilder gelungen. Nachteilig finde ich nur, dass das Display so spiegelt, deshalb sind Fotos bei Sonnenschein nicht einfach.

Auch von mir ein Gruß zum Sonntag:
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Beitragvon gemüse am 29. Aug 2016 21:15

Petra, das klingt sehr gut :) Das Spiegeln wird mich vermutlich nicht oft stören, bei strahlendem Sonnenschein bin ich selten unterwegs. Ich freue mich wie Bolle und werde dem Ding bestimmt auch einen Namen geben. So spricht es sich leichter mit Rechnern, wenn sie nicht tun, was man möchte. Wie heißt Deines denn? (Bei mir gibt es derzeit einen Gustav, eine Ira und eine Isabel.)

Dein Sonntagsgruß ist schön. In meinem Garten gibt's auch einige dieser Gebilde (ich glaube, man nennt die Pappus). Eigentlich sollte ich sie der Nachbarn wegen köpfen, bevor der Wind kommt, aber ich habe es noch nicht über mich gebracht.
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Beitragvon DiePetra am 29. Aug 2016 21:28

Es heißt Maximus - Gladiator ist mein Lieblingsfilm :).
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