Veganes Eiweisspulver

Proteinshakes, Supps & Pastaparty
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human vegetable
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Beitrag von human vegetable » 19. Mai 2018 18:43

Hochinteressant - ich könnte meine Flatulenz also als autoregulativen Feedbackmechanismus nutzen, um meine persönliche produktive (im Sinne von "tatsächlich aufgenommene") Höchstmenge an Protein pro Mahlzeit auszuloten, wenn ich dich recht verstehe?!

Dann wären die Fürze ja bares Geld wert, wenn ich damit überflüssig eingeworfenes Protein einsparen kann!
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BodyBuilder
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Beitrag von BodyBuilder » 19. Mai 2018 20:51

Ja, genau so war's gemeint.

Wohl gemerkt betrifft dies wirklich das Protein, also Makromoleküle bestehend aus Aminosäuren.

In Hülsenfrüchten kommen aber auch unverdauliche Mehrfachzucker vor, insbesondere Stachyose und Raffinose. Für diese haben wir Menschen prinzipiell keine passenden Enzyme verfügbar in unserem Verdauungstrakt. Diese Mehrfachzucker passieren daher immer die Ileozäkalklappe und gelangen dort in den Darmabschnitt, in dem eine sehr ausgeprägte bakterielle Darmflora herrscht und diese Bakterien verstoffwechseln die Mehrfachzucker dann dort mit Gasentwicklung.

(Als kleiner Trost bleibt, dass diese Gase geruchlos sind.
Das ändert sich aber sofort, wenn die Bakterien dort (zusätzlich) Protein zum Verstoffwechseln bekommen. Insbesondere Protein welches reich an Methionin oder Cystein ist, macht sich dann deutlich bemerkbar.)

Vlorian
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Beitrag von Vlorian » 19. Mai 2018 23:26

Hat jemand von euch starke Veränderungen festgestellt, seit er/sie mehr Protein zu sich nimmt?

Ich habe in einem Paper gelesen, dass eine höheres Sättigungsgefühl wahrnehmbar sei und der Grundumsatz leicht steige.

Ich nehme bis jetzt nur Magnesium ein, aber spiele mit dem Gedanken mehr Protein zu essen. Hat jemand Erfahrungen?

Ich mache Gewichtstraining um Abends abzuschalten. Nach der Arbeit Gewichte hoch und runter zu bewegen macht mir noch Freude. :blush:
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human vegetable
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Beitrag von human vegetable » 20. Mai 2018 05:55

Bodybuilder, habe das mal genauer durchgerechnet: Ganz so einfach kann es doch nicht sein, dass es eine rein mengenabhängige Proteinobergrenze gibt. Wenn ich eine getreidebasierte Mahlzeit esse, dann füge ich manchmal Proteinpulver hinzu, um die absolute Proteinmenge etwa aufs selbe Level zu bringen, wie bei einer hülsenfrüchtebasierten Mahlzeit. Erstere gibt mir massive Flatulenz (zumindest wenn ich Sojaproteinisolat eines bestimmten Herstellers verwende), letztere nicht - bei absolut gleicher Proteinmenge.

Scheint also doch an der Proteinquelle zu liegen. Habe schon öfter gelesen, Westler besäßen im Unterschied zu Asiaten gar nicht die Verdauung, um Sojaprotein effektiv verwerten zu können - allerdings waren die Quellen sehr unzuverlässig, und das schien mir eher wie ein vorgeschobenes Argument, statt billigem Sojaprotein besser teures Molkeprotein zu kaufen.

Aber ein Körnchen Wahrheit könnte evtl. doch dran sein, denn offensichtlich liegt es nicht am Protein an sich, sondern an der Quelle. Habe hier noch Reste von einem halben Dutzend anderer veganer Proteinpulver rumfliegen, die ich auch seit geraumer Zeit nicht mehr probiert habe. Werde über die nächsten Tage mal prüfen, ob die ebenfalls unnangenehme Nebenwirkungen haben.

Welche Proteinkonzentrate sind bei euch denn am unproblematischsten, was die Verdauung angeht - vielleicht Reisproteinisolat?

Vlorian, bei mir geben Proteinkonzentrate keinen zusätzlichen Sättigungseffekt, wenn ich eine isokalorische Menge sonstiger Lebensmittel dadurch ersetze. Aber Studie um Studie bringt dieses Ergebnis, insofern könntest du es trotzdem mal probieren.

Was bei mir massive Steigerung des Sättigungsgefühls bringt, ist Erhöhung des Ballaststoffanteils, und zwar sowohl durch Verwendung ballaststoffreicherer Produkte (z. B. Vollkorn statt Weißmehl), als auch durch Ergänzung von z. B. Weizenkleie etc.
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Beitrag von BodyBuilder » 20. Mai 2018 11:59

human vegetable hat geschrieben:Erstere gibt mir massive Flatulenz (zumindest wenn ich Sojaproteinisolat eines bestimmten Herstellers verwende), letztere nicht - bei absolut gleicher Proteinmenge.
Durch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann eine Verdauung sicherlich so aus dem Tritt kommen, dass es zum Weitertransport des Nahrungsbreis von Dünndarm zum Dickdarm kommt, ohne dass vorher eine vernünftige Nährstoff-Resorption im Dünndarm erfolgt war. Das wäre dann aber zumindest eine echte Unverträglichkeit, eventuell bis hin zu einer Allergie.
human vegetable hat geschrieben:Scheint also doch an der Proteinquelle zu liegen. Habe schon öfter gelesen, Westler besäßen im Unterschied zu Asiaten gar nicht die Verdauung, um Sojaprotein effektiv verwerten zu können - allerdings waren die Quellen sehr unzuverlässig, und das schien mir eher wie ein vorgeschobenes Argument, statt billigem Sojaprotein besser teures Molkeprotein zu kaufen.
Ich kenne jetzt dazu keine Daten.
Was aber sicher mit einer gewissen Quote existiert, ist eine Soja-Allergie. Genauso wie es auch eine Allergie gegen Molkeprotein gibt.

Auch bezüglich der Auswirkungen von Allergien gibt es sehr unterschiedliche Schweregrade. Streng betrachtet habe ich auch ein paar Allergien. Aber diese sind ausnahmslos (zumindest inzwischen) so wenig ausgeprägt, dass ich sie komplett ignorieren kann.
Als Kind hatte ich z.B. eine ausgeprägte Katzen(haar)-Allergie mit Augenbrennen und Schnupfen schon durch Betreten eines Raumes in dem sich eine Katze vorher befand.
Inzwischen ist dieser Effekt so schwach geworden, dass ich mit Katzen ohne störende Auswirkung schmusen kann.

Neben dieser nur noch sehr schwach ausgeprägten Katzen-Allergie gab's noch ein paar weitere, wie z.B. Zink-Kontaktallergie. Auch nur noch in vernachlässigbarem Ausmaß vorhanden.

Bei Allergien gibt es ein großes Spektrum an Auswirkungs-Heftigkeit. Alles ist möglich zwischen "nicht wahrnehmbar" und "tödlichem anaphylaktischen Schock"
human vegetable hat geschrieben:Welche Proteinkonzentrate sind bei euch denn am unproblematischsten, was die Verdauung angeht - vielleicht Reisproteinisolat?
Die wenigen Male dass ich ein Sojaproteinisolat ausprobiert hatte, liegen einige Jahre zurück und ich hatte mit diesen keine Probleme.
Die einzigen beiden Isolate, die ich im Hause habe und auch verwende, sind Reisprotein und Erbsenprotein.
Allergien gegenüber Reisprotein sind so gut wie unbekannt.
Allergien gegenüber Erbsenprotein gibt's schon ein paar Fälle mehr, aber auch noch auf recht niedrigem Niveau. Allergien gegenüber Soja treten im Vergleich dazu schon wesentlich häufiger auf.

Reisprotein gemischt mit Erbsenprotein ergibt eine hochwertige Proteinmischung mit recht geringem Allergierisiko. Noch weiter absenken lässt sich das Allergierisiko durch Nutzung von "nur Reisprotein (evtl. +Lysin)".
Könntest Du ja vielleicht mal testen (ggf. auch ohne Lysin-Anreicherung)?

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human vegetable
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Beitrag von human vegetable » 20. Mai 2018 13:38

Habe ich alles da, wenn auch lange nicht mehr benutzt. werde ich ausprobieren!
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illith
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Beitrag von illith » 21. Mai 2018 21:33

HG!! xDD @Posting ganz oben

@Vlorian: ich bilde mir ein, dass ich bei erhöhter Protein-Aufnahme, vor allem durch Pulver, in Schnitt nicht nur weniger Hunger, findet auch weniger Appetit habe. (was bei mir meistens der größere Knackpunkt ist)
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Beitrag von debubb » 6. Aug 2018 14:31

Aktuell nutze ich das Scitec Nutrition Plant Protein Schoko-Praline. Es löst sich gut auf und ist nicht so sandig wie die Reisprotein.
Für mich geschmacklich das bisher beste Proteinpulver.

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