Vitamin D Dosierung ?

Vitamine, Mineralstoffe & sekundäre Pflanzenstoffe

Beitragvon Sphinkter am 25. Apr 2018 12:19

Dito, wenn die Sonne jetzt wieder kommt hänge ich 30 min am Tag in die Sonne. Das sollte reichen, unsere Urgroßväter hatten auch keine Supps und fetter Fisch war kaum auf dem Speiseplan.
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Beitragvon Akayi am 25. Apr 2018 12:28

Mein Ur-Urgrossvater war Fischer. Sein Sohn ernaehrte sich im Studium wohl massgeblich davon.
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Beitragvon illith am 25. Apr 2018 13:47

Sphinkter... das ausgerechnet aus deiner Tastatur zu lesen, erscheint mir irgendwie etwas kurios?
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Beitragvon Sphinkter am 25. Apr 2018 15:21

Ist sicher nicht auf die Goldwaage zu legen, ich finde den Vitamin D Hype nur nervig. Es gibt Anzeichen, dass eine Vitamin D Supplementierung gesundheitliche Vorzüge hat, aber ich denke es ist überbewertet. Ich warte eigentlich nur auf die ersten Meldungen in der Presse, die vor einer Vitamin D Supplementierung warnen. Immerhin ist, "Vitamin" D kein Vitamin, sondern ein Secosteroid.
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Beitragvon Sphinkter am 25. Apr 2018 15:30

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Beitragvon VegSun am 25. Apr 2018 15:43

Das die meisten Menschen keinen ernsthaften Mangel hätten ist auch mit vorsicht zu genießen.

So ein wenig Sonne bekomm ich auch ab und zu.
Im Oktober 2015 lag nein Wert dann leider bei 4,2 ng/dl.

Ich weiß nicht, ob ich mittlerweile mehr aufnehme, weil ich inzwischen mehr zu Fuß gehe und sogar relativ viel und oft.
Zuletzt geändert von VegSun am 25. Apr 2018 17:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Sphinkter am 25. Apr 2018 16:03

Der Artikel ist in der Tat flach. Vor allem wird gewarnt, aber die Fakten fehlen.

Langfristig sind hohe Kalziumwerte im Blut durch die Vitamin D Supplementierung negativ zu werten, vor allem bei Menschen mit Erkrankungen.
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Beitragvon BodyBuilder am 26. Apr 2018 01:10

Sphinkter hat geschrieben:Dito, wenn die Sonne jetzt wieder kommt hänge ich 30 min am Tag in die Sonne. Das sollte reichen, unsere Urgroßväter hatten auch keine Supps und fetter Fisch war kaum auf dem Speiseplan.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Freien hat sich im Zuge der industriellen Revolution von mehreren Stunden täglich auf wenige Minuten abgesenkt. Und das in einem so kurzen Zeitraum, dass die "Evolution" hier nicht den Hauch einer Chance hatte, diesen Effekt durch Herausmendeln nachkorrigieren zu können.

Sieht man sich noch dazu an, wie sich die Haut der Menschen evolutionär angepasst hat, und das auch noch zu einer Zeit , in der unsere Vorfahren sehr viel mehr draußen waren als heutige Menschen in unseren Breitengraden, stellt sich das noch in einem viel schärferen Maße dar:

Die Spezies Mensch hatte sich ursprünglich in der Nähe des Äquators entwickelt. In einer Gegend mit ganzjährig konstantem UV-Index um 11 (+/-2) zur Mittagszeit. Der Hauttyp, der sich dort evolutionär durchgesetzt hatte, war ganzjährig konstant dunkel pigmentiert.
Das ist eine ziemlich gut geeignete Haut für diese Gegend:
Guter Schutz vor Sonnenbrand, sehr hoher Schutz vor strahlungsbedingtem(!) Hautkrebs, aber noch ausreichend durchlässig für UVB zum Erreichen ganzjähriger Vitamin-D-Spiegel oberhalb von 40 ng/ml Cholecalciferol.

Dann begannen die Menschen sich auf der ganzen Welt auszubreiten. Die Evolution hat dabei bei den vom Äquator weiter abgewanderten Populationen eine ganz neue Hauteigenschaft hineingemendelt, die vorher völlig unbekannt war: Eine sich im Rhythmus der jahreszeitlich schwankenden UV-Strahlungsdichte anpassende Hautpigmentierung.

Während in Äquatornähe ganzjährig stabile UV-Indexwerte erreicht werden (ca. 11 zur Mittagszeit, egal zu welcher Jahreszeit), ist in Mitteleuropa eine deutlich geringere (und das war neu für die Spezies Mensch!), jahreszeitlich schwankende UV-Strahlung vorhanden (Mitteleuropa: 7 im Sommer, 1 im Winter)

Und siehe an: Die sich in Mitteleuropa evolutionär durchsetzenden Hauttypen
1.) sind weniger dunkel pigmentiert als die Hauttypen am Äquator
2.) weisen eine Pigmentierungs-Schwankung im Rhythmus der Jahreszeit und der zugehörigen UV-Strahlung auf

Was sagt uns das?
Hätte der Körper keinen dringendes Verlangen nach UVB-Strahung hindurch durch die oberste Hautschicht gehabt, hätte es den Bedarf zu der sich jahreszeitlich verändernden und sowieso schon leichteren Pigmentierung durch evolutionäre Anpassung nie gegeben.

1 und 1 zusammengezählt ergibt dann:
Selbst unsere in Mitteleuropa bereits lange schon ansässigen Vorfahren hatten evolutionäre Vorteile durch mehr UVB (mutmaßlich: mehr Vitamin-D).
Erst in den letzten 100 Jahren begann diese Bevölkerung zunehmend, statt sich häufig zur Mittagszeit irgendwo im Freien aufzuhalten (selbst im Schatten ist durch die diffuse UVB-Strahung dann noch viel UVB vorhanden), fast ganztägig in Gebäuden aufzuhalten. Insbesondere zu den Tageszeiten, in denen draußen im Freien nennenswert UVB-Strahlung vorhanden ist.

Wie soll denn der Körper moderner Indoor-Menschen damit plötzlich (und ohne die Chance auf evolutionäre Anpassung) klar kommen?

Über tausende Generationen hinweg haben sich unsere Vorfahren eine jahreszeitlich anpassende Pigmentierung zugelegt und wir machen innerhalb einer einzigen Generation diesen Vorteil zunichte, indem wir uns nur noch indoor aufhalten?
Indoor, wo NULL UVB-Strahlung rein kommt?
Duch unsere modernen Fensterscheiben kommt sichtbares Licht ja noch recht gut durch. Aber das für Vitamin-D relevante UVB wird von diesen Fensterscheiben zu 100% geblockt.

Ich denke, die Indizienlage ist ziemlich eindeutig:
Der moderne Indoor-Mensch bekommt VIEL weniger UVB (und damit Vitamin-D) als evolutionär gesehen optimal wäre.
Mit 30 Minuten im Freien kann das nur sehr unvollständig ausgeglichen werden.
Eigentlich fast gar nicht. :(

Da müssen wir schon neue Ideen entwickeln.
Vitamin-D-Supplemente sind eine solche Idee.
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Beitragvon gemüse am 26. Apr 2018 05:37

Ob die vorindustriellen Bewohner unserer Breitengrade wohl so viel mehr UVB-Strahlung abbekamen? https://en.wikipedia.org/wiki/History_o ... rn_fashion
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Beitragvon Akayi am 26. Apr 2018 05:58

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