Filme mit Filmtieren

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Filme mit Filmtieren

Beitragvon Regenpfeifer am 14. Nov 2014 21:25

Hallihallo,

ich habe mich registriert, weil mir schon länger eine Frage unter den Nägeln brennt und ich hoffe, in einem netten Forum Antworten zu erhalten. Also bitte nicht als Provokation o. ä. auffassen :D - ich bin einfach neugierig und es interessiert mich halt, zumal ich bisher noch nie etwas dazu gelesen habe.

Einjeder, der gerne das Making-Of auf der DVD guckt, weiß, dass die meisten Tiere, die in Filmen auftauchen (und wenn nur im Hintergrund eine Ratte über die Straße huscht), eigens zu diesem Zweck gehaltene und trainierte Filmtiere sind. Meines Wissens nach lehnen Veganer schon die reine Nutzung von Tieren durch Menschen und alle Produkte, die unter dieser Nutzung entstehen, ab, sogar wenn die Tiere nicht grob gequält wurden. Filme, Serien etc., bei denen Filmtiere mitwirkten, sind doch also eigentlich unvegan und sollten nicht finanziell unterstützt werden. Zumal die Menge und der Umfang des Tiereinsatzes ja teilweise ziemlich hoch sein kann, etwa bei Historienfilmen mit Pferden oder wenn die Hauptfigur ein Haustier hat.

Wie halten Veganer / wie haltet ihr das: Geht ihr überhaupt ins Kino, in die Videothek oder kauft DVDs/Blu-Rays? Informiert ihr euch vorher, ob für einen Film Tiere genutzt wurden? Wenn nicht - warum macht ihr gerade im Unterhaltungsbereich so eine wesentliche Ausnahme?

Freue mich über eure Gedanken,
Gruß,
Regenpfeifer :)

PS: Ich habe noch zwischen Non-Food, V-Fragen und Entertainment geschwankt, hoffe aber, das richtige UF getroffen zu haben.
Zuletzt geändert von Regenpfeifer am 15. Nov 2014 12:02, insgesamt 1-mal geändert.
Regenpfeifer
 

Beitragvon Vampy am 14. Nov 2014 21:41

Veranstaltungen mit Tierausbeutung
und ich halts immer noch so; sowas wie "free willy", wo bekannt ist, dass der orka krass gequält wurde, würd ich nicht anschauen; aber normale filme schon. kommt halt auch immer drauf an, was es für Tiere sind, ich glaub Hunde können ganz gut spielerisch "schauspielern", bei sowas wie robben (da gabs mal ne zdf-serie..) oder affen (unser Charly) ist es glaub ich eine größere Belastung.
und jetzt kein rosamunde pilcher mehr, weil da immer pferdehöfe sind... das geht doch nicht! zum glück werden in den meisten hollywood-Sachen mittlerweile puppen bzw. Animationen verwendet. das bei Harry potter ist zb keine echte eule.
Für die einen die Signatur - für die anderen der sinnloseste Satz der Welt.
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Beitragvon Wuseljule am 14. Nov 2014 21:49

Interessante Thematik. Ich habe mir bisher noch keine Gedanken darüber gemacht und bin gespannt auf die Diskussion.
Dieser Artikel von Spiegel Online fällt mir da gerade spontan zu ein.
Was wir nicht können, ist irgendwas wiederholen
wir können nicht zurück und warum sollten wir auch?
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Beitragvon Kim Sun Woo am 14. Nov 2014 22:07

Kim Sun Woo hat geschrieben:Yes, animals were harmed: 21 films and TV shows that killed or hurt animals
http://www.avclub.com/article/yes-anima ... ows--72051

argh @ manche der Geschichten. :x



@Vampy
aus "künstlerischer" Sicht ist das natürlich so eine Sache. die cgi Tiere sehen ja sehr, sehr oft nicht "echt" aus (ganz seltsam bspw. die Wölfe in "The Day After Tomorrow"). hinsichtlich der "Tierhaltung" usw. natürlich trotzdem die bessere Variante.

(besonders zwiespältig war das für mich bei "Der Fuchs und das Mädchen". einerseits ein wirklich wunderschöner Film (die Bilder, der soundtrack usw.), dessen (vermeintliche?) "message" mir gefallen hat. andererseits gab es da mehrere Szenen - insbesondere eine - in der die Panik des Fuchses so realistisch auf mich wirkte, daß ich befürchte, daß "no animals harmed" bei dem Film nur dann zutrifft wenn man ausschließlich von körperlichen Verletzungen spricht)
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Beitragvon Krishnathia am 14. Nov 2014 23:39

Menschen können so ekelhaft sein
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Beitragvon TheAbolitionist am 15. Nov 2014 00:08

Ob nun Zirkus, oder Dressur für einen Film, wo ist der Unterschied?
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Beitragvon Krishnathia am 15. Nov 2014 01:16

Wer sagt, dass es einen gibt
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Beitragvon Regenpfeifer am 15. Nov 2014 13:00

TheAbolitionist hat geschrieben:Ob nun Zirkus, oder Dressur für einen Film, wo ist der Unterschied?

Das war halt auch mein Gedanke. Auch bei einem Zirkus müssen die Tiere nicht unbedingt krass gequält werden, dennoch sind sie vom Menschen zu Unterhaltungszwecken gehalten und dressiert - was einige ja sicher grundsätzlich ablehnen. Aber ich habe noch nie mitbekommen, dass jemand unter Tiernutzung entstandene Filme so wie Zirkusbesuche meidet, daher habe ich die Thematik angeschnitten. :)

@Vampy: Danke für den Link zu dem anderen Thread, den ich total übersehen habe! Soweit ich es rauslese, vermeidest du Kinogänge also nur, wenn bekannt ist, dass die Tiere beim Dreh schlecht behandelt / sehr gestresst wurden.
Was Harry Potter angeht, ... das stimmt nicht: Bis auf wenige Szenen wurden für alle Tiere echte "Schauspieler" verwendet, sogar für die Raben. Hier kann man es sehen: https://www.youtube.com/watch?v=RkmWt7GE3MI Es gibt noch andere Videos, wo man auch die Krätze- und Krummbein-Darsteller kennenlernt.

@Kim Sun Woo, "Der Fuchs und das Mädchen" war wirklich ein toller Film, zu dem es auch eine Doku gibt. Einige Szenen (wenn das Mädchen in freier Natur erste Kontakte mit dem Fuchs knüpft) wurden sogar mit einem wilden Fuchs gedreht, der angelockt wurde. Daher kommt die Scheu des Tiers so echt rüber. Hier ist ein ganz interessantes Interview, am Ende wird auch die Szene im Zimmer kurz angeschnitten: http://www.greenpeace.org/austria/de/ma ... arsteller/
Diese Liste der 21 Filme kenne ich, und ich erinnere mich da auch immer mit Schrecken an die Anfangsszene damals bei "The Abyss" mit der "ersäuften" Ratte... Ich als Rattenfreund war damals richtig schockiert. :( Trotz dessen und des Spiegel Online Artikels glaube (hoffe) ich allerdings dennoch, dass solche Misshandlungen an Hollywood-Sets eine absolute Ausnahme sind.
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Beitragvon TheAbolitionist am 15. Nov 2014 13:09

Ich mag tatsächlich keine Filme, bei denen in der Ankündigung hervorgeht, dass mit echten Tieren gedreht wurde. Weil mir klar ist, wie so etwas zustande kommt.
Ist es ein Film, bei dem ich vorher nicht abschätzen kann, ob da Tiere überhaupt mitspielen, und dann entwickelt sich der Film dahin, dann ist es meistens so, dass ich abschalte und es nicht weiter sehen will.
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Beitragvon Kim Sun Woo am 15. Nov 2014 16:02

Regenpfeifer hat geschrieben:Hier ist ein ganz interessantes Interview, am Ende wird auch die Szene im Zimmer kurz angeschnitten: http://www.greenpeace.org/austria/de/ma ... arsteller/


wobei das teilweise trotzdem eher :ehm: für mich klingt. aber nach dieser Doku werde ich mal schauen, die würde mich nämlich echt interessieren - vielleicht zerstreut das ja ein wenig meine Bedenken (schade halt, weil der Film an sich echt toll ist).
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