Wie lange und womit Haferflocken einweichen?

Lara.
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Wie lange und womit Haferflocken einweichen?

Beitrag von Lara. » 10. Aug 2021 13:39

Aus gegebenem Anlass denke ich darüber nach, künftig meine Haferflocken ( zumindest ab und zu) zum Abbau von Phytinsäure einzuweichen.

Phytinsäure ist per se nicht nur negativ, sie hat (nach meinem Kenntnisstand) auch gesundheitliche Vorteile, für mich wäre es aber wichtig, sie zumindest ab und zu zu reduzieren.

Ich bin mir unsicher, wie lange dieses Einweichen vonstatten gehen sollte und auch, ob zusätzlich Zugaben ( zum Beispiel von Roggenmehl oder Buchweizenmehl) ( als Phytasequelle) sinnvoll sind.

Weiß jemand von euch mehr darüber?

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illith
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Beitrag von illith » 11. Aug 2021 10:51

ich halte von dem Phytin-Scare allgemein ja nicht so viel^^ und Haferflocken haben eh nicht so viel davon.

aber es stimmt, wenn du gekaufte Haferflocken verwendest, sind die gedämpft (andernfalls würden die ranzig werden) und dabei wird die Phytase zerstört. die einzuweichen würde daher nichts bringen, zur Phytinredutkion.
der von dir genannte Workaround wäre daher eine Maßnahme.
üblich ist ja allgemein Einweichen über Nacht oder zumindest mehrere Stunden.
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Lara.
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Beitrag von Lara. » 11. Aug 2021 11:56

illith hat geschrieben:
11. Aug 2021 10:51
ich halte von dem Phytin-Scare allgemein ja nicht so viel^^ und Haferflocken haben eh nicht so viel davon.
Chronische Probleme mit dem Ferritinspiegel bei Verträglichkeitsproblemen bezüglich Eisenpräparaten ;)

Da ich viel Haferflocken verzehre (bis zu 100 g täglich) wäre es einen Versuch wert, denke ich.
Die haben ja auch etwas Eisen.

Also Buchweizenmehl oder Roggenmehl. Danke dir.

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illith
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Beitrag von illith » 11. Aug 2021 12:00

den Hack mit Vitamin C zu eisenhaltigen Lebensmitteln zur verbesserten Aufnahme kennst du vermutlich schon? :)
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Pfeffertopf
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Beitrag von Pfeffertopf » 11. Aug 2021 13:19

Ohne viel Ahnung zu haben mal die Frage, ob das bei Haferflocken so viel Sinn macht?
Muss man dann nicht das Einweichwasser entsorgen? Gleichzeitig saugen sich doch aber die Haferflocken so richtig mit/ in dem Einweichwasser voll. Wie bekommt man dann das Einweichwasser aus den vollgesogenen Haferflocken?

Lara.
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Beitrag von Lara. » 11. Aug 2021 13:41

illith hat geschrieben:
11. Aug 2021 12:00
den Hack mit Vitamin C zu eisenhaltigen Lebensmitteln zur verbesserten Aufnahme kennst du vermutlich schon? :)
Paprika oder Kiwi :)

Pfeffertopf hat geschrieben:
11. Aug 2021 13:19
Ohne viel Ahnung zu haben mal die Frage, ob das bei Haferflocken so viel Sinn macht?
Muss man dann nicht das Einweichwasser entsorgen? Gleichzeitig saugen sich doch aber die Haferflocken so richtig mit/ in dem Einweichwasser voll.
Muss man das denn? Hatte ich noch nicht gehört, vielleicht war mir was entgangen :kk:

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Pfeffertopf
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Beitrag von Pfeffertopf » 11. Aug 2021 14:19

Zumindest bei Hülsenfrüchten und Nüssen sollte man das Einweichwasser wegschütten. Kann natürlich sein, dass das bei Getreide/ Haferflocken aufgrund einer anderen Zusammensetzung/ anderen Prozessen nicht notwendig ist.

Wenn ich Haferflocken/ Overnight-Oats mache, habe ich das nie mit dem Phytin-Hintergrund gemacht, is tmir völlig neu, sondern nur als normale Zubereitungsart.

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illith
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Beitrag von illith » 11. Aug 2021 16:50

Pfeffi, wenn man Getreide einweicht, spaltet das enthaltene Enzym Phytase die Phytinsäure auf und baut sie ab - das ist anders als beim Einweichen von z.B. Hülsenfrüchten, wo die 'Anti-Nutrients' ausgeschwemmt werden sollen. in letzterem Fall sollte das Einweichwasser weg, in ersterem nicht.
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Beitrag von somebody » 11. Aug 2021 17:45

illith, so ist es.

Durch Einweichen der Haferflocken in Wasser bzw Pflanzendrink werden innerhalb 1/2 Tages Phytinsäure & andere Antinährstoffe deutlich reduziert. Einweichflüssigkeit kann unbedenklich genossen werden.

Geringe Menge Phytinsäure soll übrigens prinzipiell angeblich positive gesundheitliche Effekte haben.
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Pfeffertopf
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Beitrag von Pfeffertopf » 11. Aug 2021 18:01

Wieder etwas gelernt!

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