IT'S A NEW ERA OF VEGANISM - Game Changers

Allgemeine Fragen & Diskussionen zum Veganismus
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illith
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Beitrag von illith » 11. Sep 2019 11:04

es gibt glaub ich Verhandlungen mit Netflix...
Premiere war vor ein paar Tagen.
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1. Oktober

Beitrag von illith » 29. Sep 2019 01:42

ab Dienstag gibts den auf iTunes, Google.Play & Co.
auf ersterem kann man schon vorbestellen. *HYPED*
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Beitrag von Sphinkter » 4. Okt 2019 11:14

Kann ich mich schon wieder aufregen....bei Apple und Google, aber nicht in Deutschland. Und bei irgendwelchen Noname Portalen wo ich meine Kreditkarte hinterlegen soll. Kein Streaming Dienst, kein Youtube nix.
So eine krass beschissene Vermarktung.
Hätte Wald Disney die Avengers auch so vertrieben, wären nicht 2,7 Milliarden in Kasse gekommen, sondern nur die Eigenkosten :devil:

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Beitrag von Sphinkter » 4. Okt 2019 11:17

Ergänzung: Itunes auch in Deutschland.Ich habe kein Bock mit die Itunes Software irgendwo zu installieren.
Online geht wahrscheinlich nicht, oder?

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Beitrag von illith » 4. Okt 2019 13:36

also Vimeo ist nun kein Noname-Portal und PayPal geht da doch auch, oder nicht?

und ich bin sicher, die arbeiten an der Availability.
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Beitrag von Sphinkter » 5. Okt 2019 10:44

So, nachdem Ilja mir sagtest, dass das kein No-Name Portal ist, habe ich die Kreditkarte gezückt und mir den Film für 14,99 US Dollar gekauft.
Ich schreibe für mein Blog auch eine Kritik zu dem Film, hier vorab (wenn es interessiert) mein Eindruck zu dem Film:

The Game Changers ist eine US-amerikanische Dokumentation aus dem Jahr 2018. Im Fokus der Dokumentation stehen Athleten, die nachdem sie auf eine vegane Ernährung umgestiegen sind, eine bessere sportliche Leistung erfahren haben.
Regie führte Louie Psihoyos, der für den Dokumentarfilm "Die Bucht" einen Oscar erhalten hat, unterstützt durch Größen wie James Cameron und Jackie Chan.

In der Doku geht es um James Wilks ein Krav Maga Lehrer und Mixed Martial Art Kämpfer und seiner Recherchen um die ideale Ernährung für Sportler zu finden (auch nachdem er sich eine schwere Verletzung zugezogen hatte und er den Heilserfolg optimieren wollte).
Der Ursprung seiner Suche beginnt bei den Aufzeichnungen zu den Gladiatoren, die sehr wenig oder gar kein Fleisch aßen, aber trotzdem muskulös und leistungsfähig waren. Ab hier beginnt für mich eine konstruierte Geschichte, die wahrscheinlich im Nachhinein mit Bildern im Rollstuhl nachgestellt wurde (nur mein Empfinden).
Die Doku ist im Stil von anderen Dokumentationen wie What the Health und langweilte mich schon nach 5 Minuten. Ich hätte gerade mit einem genialen Mann wie James Cameron (der in grandiose Filme wie Terminator 1 und 2, Avatar Regie geführt hat) etwas Neues erwartet.
So zieht sich der Film mit „inneren Dialogen“ von Wilks, Erklärungsanimationen und den Meinungen einiger Ärzte und Sportler entlang.
Sicher sind die Leistungen der Sportler beeindruckend, aber für jedes positive vegane Beispiel lassen sich 10 Gegenbeispiele von Omnivoren Menschen aufzeigen.
So hat der olympischer Gewichtheber Kendrick Farris im Jahr 2016 einen US-Rekord in Snatch/Clean Jerk aufgestellt, aber seine Ergebnisse bei den Olympischen Spielen sind überschaubar, 2008 belegte er den 8 Platz, 2012 den 10 Platz und 2016 belegte er Platz 11. So hat auch der vegane Bodybuilder Nimai Delgado einen super Körper, aber auf der IFBB Hawaii Pro im Jahr 2018 belegte er in der Men’s Physique Klasse Platz 5. So hat auch Patrik Baboumian unglaublich Kraft und hält einige Weltrekorde, aber nachdem er vegan wurde, nahm er an keinen Weltmeisterschaften mehr teil. Stärkster Mann Deutschlands wurde er 2011, in dem Jahr als er vegan wurde. Später konnte er den Titel nicht mehr erreichen.
Keine Frage ist Lewis Hamilton ein großartiger Rennfahrer mit 5 Weltmeistertiteln, ob die nun alle auf die vegane Ernährung zurückzuführen sind, ist fraglich.

Noch mal, ich will die Leistungen nicht in Abrede stellen, wenn die Message ist, „Leute ihr braucht kein Fleisch, selbst Hochleistungssportler mischen vorne mit und das vegan“, ist es für mich okay. Aber der Film vermittelt mir, dass man mit der veganen Ernährung plötzlich besser und leistungsfähiger wird. Das kann ich persönlich nicht bestätigen. Ich lebe seit 19 Jahren vegetarisch und davon 13 Jahre vegan. Mein Krafttraining war als Omnivore, Vegetarier und Veganer gleich mühsam. Eine bessere Gesundheit kann ich nun auch nicht verzeichnen.
Zudem finde ich die Motivation des Filmes fraglich. Der einzige Grund vegan zu werden, ist der moralische und ethische Grund. Ich will das Leiden der Tiere beenden, soweit dies für mich praktisch durchführbar ist. Und so lautet auch die Definition der Vegan Society von 1944. Veganismus über die gesundheits- und sportliche Schiene anpreisen zu wollen, geht meiner Meinung nach nicht auf. Daher haben wir auch das Phänomen der ganzen Ex-Vegan Youtuber. Alle erhofften sich eine bessere Gesundheit, mehr Leistung etc. Wenn sich dies nicht einstellt, wandern diese Leute zur nächsten magischen Ernährung weiter.
Die Studienlage ist auch nicht so klar. Sicher hat ein Dean Ornish mit einer fettarmen vegetarischen Ernährung sehr gute Resultate bei Herzpatienten erreicht, aber andere haben mit Ernährungsplänen mit Anteilen von Tierprodukten auch Diabetes geheilt (Logi-Ernährung) oder eine Fettleber reduziert.
Hier geht es wahrscheinlich eher darum, schädliche verarbeitete Lebensmittel zu eliminieren und zu einer Vollwerternährung zu wechseln. Dass dann eine vegane Vollwerternährung gesundheitliche Vorteile, gegenüber der Standard-Westlichen-Welt-Kost hat liegt auf der Hand. Das zeigen auch Studien in Bezug auf Zivilisationskrankheiten.

Mein Fazit: Ich habe 1 ½ Jahre erwartungsvoll auf diesen Film gewartet, vor allem auch weil ein Arnold Schwarzenegger sich positive über die vegane Ernährung äußert (obwohl er ein eigenes Proteinpulver vertreibt, dass aus Molke besteht). Letztendlich bin ich aber von dem langweiligen Stil des Filmes enttäuscht. Nicht wirklich etwas Neues mit einer Motivation, die so wahrscheinlich nicht aufgeht.

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Beitrag von illith » 5. Okt 2019 22:53

freut mich, dass ich helfen konnte^^

und danke für deine Review.
bei mir hat es im Vorfeld auch die ganze Zeit von und her geswitcht zwischen überhyped durch die Trailer und die düstere Vorahnung, dass es ziemlich sicher wieder *so eine* Vegan-Doku wird.
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Beitrag von Sphinkter » 6. Okt 2019 11:27

Wie fandest du denn den Film? Vielleicht bin ich auch zu kritisch. Nachdem ich ihn zum weiteren Mal gesehen habe, hat mich dieser Lou extrem fasziniert, wie fit er mit 60 ist..und nicht nur optisch, sondern auch von der Leistung.
Dateianhänge
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Beitrag von illith » 6. Okt 2019 13:16

ich hab ihn noch nicht geguckt^^
hoffe, dass das mit Netflix alsbald noch hinhaut.
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Beitrag von Sphinkter » 6. Okt 2019 14:55

Achso :eek: Dann hoffe ich kein negativen Einfluss genommen zu haben...

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