Neuling braucht Unterstützung

Allgemeine Fragen & Diskussionen zum Veganismus
Antworten
Sandrax81
Beiträge: 2
Registriert: 06.06.2026

Neuling braucht Unterstützung

Beitrag von Sandrax81 » 6. Jun 2026 06:32

Hallo meine Lieben,

ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Könnte etwas lang werden, aber ihr solltet mich ja auch verstehen und etwas mehr über meinen Hintergrund wissen. :laugh: Ich bin Sandra, bin 45 Jahre alt und wohne mit meinem Mann, meinem Sohn und aktuell 2 Hunden in einem schönen Haus auf dem Dorf.
Seit 16 Jahren nehmen wir immer wieder Seelen auf, die gequält, mißhandelt und absolut vernachlässigt wurden. Sie kamen nicht nur aus der Tötung, sondern auch völlig verängstigt und verwahrlost aus Deutschland. Alle meine Hunde und Katzen (in der höchstzeit hatten wir 3 Hunde und 2 Katzen). Ich habe versucht alles noch ein schönes Leben zu bieten. Seit 2,5 Jahren habe ich 2 Brüder. Käfighaltung. Käfig war kaum größer wie die beiden. Die Nahrung bestand aus schimmeliges Essen und Kot. Manchmal hatten sie Glück wenn sie mal ein paar Reste abbekommen haben. Die Besitzer vorher fanden es anscheinend auch sehr lustig einem von den beiden das vordere Bein zu brechen und es nicht zu versorgen. So das es schief zusammen gewachsen ist und er durch seine humpelei nun Rücken und Knieschmerzen hat die Medikamentös behandelt werden müssen. Eine oder 2 Operationen werden noch folgen. Beim anderen ist ebenfalls der Rücken und die Kniescheibe kaputt. Auch er muss operiert werden. Das wusste ich jedoch alles vorher und ich habe mich extra für die beiden zusammen entschieden. Man wollte sie nämlich trennen. Nur die beiden sind so schwer traumatisiert, dass es selbst nach 2,5 Jahren noch schwer ist. Nicht sie sind schwer denn sie haben nur eines: Angst, immernoch. Mir und dem Tierschutz war klar, dass so gut wie niemand 2 Hunde nehmen wird, die so stark traumatisiert sind und Operationen bei beiden! erfolgen müssen. Und da kam wie schon so oft mein Herz für Tiere ins Spiel. Tiere haben keine Stimme, sie verlassen sich auf uns. Und ich tue was ich kann. Mit viel Liebe, Geduld aber auch viel Arbeit versuche ich die Wunden zu heilen die Menschen ihnen zugefügt haben. Jetzt kam das neulich ja auch mit Hope, dem Wal. Ich war schockiert darüber, dass man hier in Deutschland ein Tier sterben lassen wollte und alle schauen zu. Meine Stimme war auch laut. Ich wohnte 700km weg, habe aber getan und gemacht was ich konnte und was in meiner Macht stand. Jedoch wurde selbst ich immer wieder angegriffen, wobei wir doch das gleiche Ziel hatten. Hilfe für Hope/Timmy. Ich wurde angegriffen weil ich keine Veganerin bin. Ich bitte euch, schlachtet mich jetzt nicht. Ich habe so oft auf der Couch gesessen und habe zu mir selber gesagt: Sandra, du setzt dich schon seit so vielen Jahren für Tiere ein. Selbst wenn ich immer in Marokko im Urlaub bei Freunden war bin ich mit sämtlichen Tieren zum Tierarzt gefahren damit sie versorgt werden. Auch dort wurde ich richtig angegriffen weil ich dem Tier helfen wollte. Aber das war mir egal. Ich habe nur dieses Wesen gesehen was sich alleine nicht helfen kann. Aber zurück zum Wal. Ich habe in der Zeit sehr sehr oft mit mir gekämpft und hab gesagt: du wirst jetzt Veganerin. Ich hatte auch mal ein paar vegane Sachen gekauft. Verschiedene Sachen (Aufschnitt, Käse, Fleischersatz ect pp). Aber leider schmeckt mir das überhaupt gar nicht. Ich bekomme es einfach nicht runter. Dazu kam, dass ich einen sehr sehr sensiblen Magen habe und rein gar nichts mit Soja essen kann. Ich habe einen Magenbypass und vertrage sehr sehr wenige Dinge. Hier wird nicht viel Fleisch gegessen. Wenn dann hatte ich das schon immer vom Metzger meines Vertrauens geholt, Eier nur Freilandhaltung denn auch Bioeier können Bodenhaltung sein, wenn ich MAL im Rewe Mett geholt habe dann immer das Strohwohl. Aber ich vertrage seit der OP vor 5 Jahren nur noch Pute. Und da zahl ich immer lieber mehr und weiß wo es herkommt. Käse nur aus Holland an der Frischetheke, Aufschnitt beim Metzger. Ich hatte wirklich danach geschaut wo die Tiere her kamen. Das war mir sehr sehr wichtig. Ich weiß, für einen Veganer tu ich nicht genug und es tut mir unendlich leid. Das glaubt ihr nicht. Aber ich will ja noch nicht aufgeben. Bitte bitte klärt mich doch mal ein bisschen auf. Ja lesen kann man viel, hab ich auch. Wochenlang. Ich beschäftige mich wirklich intensiv damit. Dazu kommt, ich bin eine Adhs‘lerin und habe eine Autismusspektrum Störung. Das heißt das mir eine Veränderung wahhhhhnnnnssiiinnniiig schwer fällt. Und ich mich durch die ganzen veganen Regeln einfach erschlagen fühle und ich totales Chaos im Kopf habe. Ich hatte schon versucht eine Art Liste zu machen aber das klappt mit meinem Chaotenhirn auch einfach nicht. Dann immer wieder der Gedanke daran das ich nichts essen kann was auch nur annähernd mit Soja zu tun hat. Ich meine Fisch esse ich schon nicht mehr wegen den Geisternetzen aber ich schaffe den Rest einfach nicht. Habt ihr Ratschläge für mich? Ich bin 45 Jahre alt, habe im Leben schon viel gemeistert und gekämpft und getan und gemacht. Aber beim Thema vegan fühle ich mich wie ein kleines Kind was einfach nichts versteht :cry: :cry: :cry: und ich habe immer wieder diese vorwürfe im Kopf: du kannst nicht für den Tierschutz sein wenn du nicht vegan bist. Dabei sind mir Tiere so unendlich wichtig :cry:

Benutzeravatar
illith
Berufs-Veganer
Beiträge: 71604
Registriert: 09.01.2008
Wohnort: Niedersachsen

Beitrag von illith » 6. Jun 2026 11:55

hi, Sandra! :)

evtl hilft es dir, das Ganze strukturiert und sachlich anzugehen?
du könntest erstmal eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustands machen - einfach aufschreiben, was du aktuell noch an tierischen Produkten konsumierst und dazu zB so ein Ampelsystem, je nachdem wie un/verzichtbar sich das für sich anfühlt. umgekehrt vlt auch eine Positiv-Liste, mit Alternativ-Produkten oder -Rezepten, die du toll fandest oder dich damit anfreunden könntest. (Geschmack hat auch immer superviel mit Gewohnheit zu tun - auch wenn das mit AS idR bestimmt nochmal extremer ist)
dann weißt du erstmal, wo du stehst und kannst darauf aufbauen.

ich kann mir vorstellen, dass es auch hilfreich sein kann, sich auf YouTube ein paar Undercover-Aufnahmen aus Tier-Betrieben anzuschauen - gerade auch aus Biobetrieben.
egal ob Massentierhaltung oder Hof von nebenan - die landen alle in der gleichen Schlachthalle. das ist IMMER jemand, der leben wollte.
und vlt fühlt es sich für einen so an wie "ohne Käse könnte ich nicht leben!". aber wenn man sich dann vorstellt, wie man sich neben einen Tiertransporter voll mit verängstigten männlichen Kälbern stellt (dem Ausschuss aus der 'Milchkuh'-Produktion) und denen ins Gesicht sagen müsste "Tja, tut mir aufrichtig Leid für euch, aber auf meinen Käse will ich einfach nicht verzichten" - dann rückt einem das evtl die Perspektive zurecht.
du hast bereits eine innige Beziehung zu Tieren - das ist doch die perfekte Grundlage. du bereitest ihnen das bestmögliche Leben. wäre es dann ok für dich, wenn sie gerade ausgewachsen sind, dass der Schlachter mit Schürze und Messer an der Tür klingelt?
ob der Hund mit Namen auf dem heimischen Sofa oder das Schwein mit Nummer in der Mastbucht - sie fühlen alle das gleiche. wenn du in dein Herz hörst, bin ich sicher, dass du das eigentlich weißt. :heart:

und wieder zurück auf der praktischen Ebene: es gibt mittlerweile sehr viel Alternativ-Produkte ohne Soja, zB auf Basis von Erbsen- oder Weizenprotein. :)
und sowieso müssen Alternativ-Produkte ja gar nicht zwingend sein.
ich persönlich esse sie sehr viel und gern und die meisten sind auch ernährungsphysiologisch sinnvoll - aber viele VeganerInnen nutzen die gar nicht und halten sich an Gemüse, Hülsenfrüchte, Pilze, Obst, Getreide, Nüsse und Staaten. :*:
wie ist es denn um deine Koch-Skills so bestellt? :mg:

(jetzt hab ich deinen langen Post einfach genauso lang gekontert :D )
☜★VeganTakeover.de★☞
BooksFBShirts

Sandrax81
Beiträge: 2
Registriert: 06.06.2026

Beitrag von Sandrax81 » 8. Jun 2026 08:51

Hallo Lillith 🥰

erst einmal möchte ich mich bedanken das du dir meinen doch sehr langen Post durchgelesen hast.
Als du von den Tiertransporten geredet hast, da kamen mir schon alleine bei den Gedanken daran fast die Tränen. Ich hatte mir das tatsächlich mal versucht an zu schauen. Das kann ich nicht. Ich musste weg schalten weil ich es nicht ertragen konnte. Dabei wollte ich eines: mir anschauen was ich mit anrichte. Aber ich konnte nicht. Daraufhin bin ich zum Metzger gefahren und habe nachvdercHsltung gefragt. Ich kenne sogar die Felder wo sie stehen (wohne auf dem Dorf). Aber du hast Recht und DAS habe ich dann irgendwie wieder ausgeblendet: Der Transport. Als du mir das geschrieben hattest hab ich danach nochmal geschaut. Und auch wenn bei unserem Metzger (er schlachtet nur nach Bestellung) es keinen Massentransport gibt musste ich hören, dass die Tiere eines sehr wohl mitbekommen: sie riechen es. Und bekommen dann natürlich Angst. Und das ist doch eigentlich das wofür ich seit Jahren kämpfe. Das Tiere keine Angst haben müssen 😢 Ich rette Fliegen aus der Limonade, lege Regenwürmer beim spazieren gehen vom Weg in die Wiese, füttere die Vögel, Pflanze Insektenfreundliche Stauden, hole kein Schneckenkorn sondern sammel sie ein und tue sie woanders hin, hab sogar schon ein ganzes Armeisenvolk versetzen können, hole kaputte Seelen aus dem Tierschutz und peppel sie wieder auf (ich versuche es zumindest und geb mein bestes), meine Liste ist unendlich lang. Aber wieso fällt es mir dennoch so schwer auf Käse zu verzichten? 😭 ich verstehe mich selber gerade nicht.

Aber wie gesagt, ich gebe mich selber ja nicht auf. Dein Rat mit dieser Liste war genial. Ich habe mir jetzt ein paar Rezepte zusammengestellt die ich gerne esse und habe diese umgewandelt. Ich will nicht aufgeben. Das du mich nicht verurteilt hast, sondern mir Mut zu gesprochen hast, das hat mir wirklich viel gegeben. Alternativen aufgezeigt hast, Ratschläge statt mich zu verurteilen ❤️ Danke dafür!!

Benutzeravatar
illith
Berufs-Veganer
Beiträge: 71604
Registriert: 09.01.2008
Wohnort: Niedersachsen

Beitrag von illith » 8. Jun 2026 12:38

es freut mich so sehr, das zu lesen. 💗
du schaffst das! und wenns erstmal alle anderen Bereiche bis aus den Käse sind, dann ist das auch schon mal ein großer Schritt.
ich hab damals auch nach und nach umgestellt (war als Vegetarierin ein totales 'Milchmädchen'). allerdings waren das auch die 90er und Möglichkeiten waren doch noch seeehr eingeschränkt. :D

was du schilderst, ist übrigens auch, wie meine Mutter damals vegetarisch geworden ist, woraufhin ich ihr kurz darauf folgte: wir sind damals in ein eigenes Haus umgezogen und der Garten wurde maximal ökofreundlich eingerichtet. und da ist ihr dann auch aufgefallen, wie paradox es ist - in unserem Garten richten wir mit Aufwand alles so her, dass jedes Würmchen beste Lebensbedingungen hat - und auf der anderen Seite schicken wir die Tiere ins Schlachthaus. (wobei es bei uns schon nicht viel Fleisch gab)
aber das waren die späten 80er, da dachte man noch, auf Fleisch verzichten reicht, wenn man nicht will, dass Tiere für einen leiden müssen. :drop1:
☜★VeganTakeover.de★☞
BooksFBShirts

Benutzeravatar
update-vegan
Beiträge: 6
Registriert: 08.06.2026

Beitrag von update-vegan » 8. Jun 2026 19:02

Liebe Sandra,

erst einmal: Danke, dass du so offen und ehrlich geschrieben hast. Man merkt in jeder Zeile, wie viel Herz, Verantwortung und Mitgefühl du für Tiere hast – und was du bereits alles leistest. Das ist nicht selbstverständlich.

Ich glaube, ein notwendiger Punkt vorweg: Es geht nicht darum, perfekt zu sein oder irgendwelche „Regeln“ zu erfüllen. Veganismus ist kein Test, den man bestehen muss, sondern eher ein Prozess – und jeder Schritt zählt. Gerade wenn man – wie du – schon so lange aktiv Tieren hilft, passt dieser Weg im Grunde sehr gut zu dem, was du ohnehin lebst.

Vielleicht hilft dir ein etwas entspannterer Zugang:

Du musst nicht „alles auf einmal“ umstellen. Kleine, machbare Schritte sind vollkommen ausreichend.
Schau nicht zuerst auf das, was „wegfällt“, sondern auf das, was für dich funktioniert und verträglich ist.
Es gibt viele vegane Lebensmittel ganz ohne Soja (z. B. auf Basis von Hafer, Erbsen, Linsen, Kartoffeln). Gerade bei empfindlichem Magen lohnt es sich, hier in Ruhe auszuprobieren.
Geschmack ist Gewohnheit – vieles, was anfangs fremd wirkt, wird mit der Zeit vertrauter. Aber auch hier gilt: Nichts erzwingen.

Vielleicht helfen dir ein paar ganz einfache, sojafreie Einstiegsideen:

Frühstück

Haferflocken mit Hafer- oder Mandeldrink, Banane, Beeren
Brot mit Avocado, Hummus oder Marmelade
Kartoffelreste vom Vortag mit etwas Gemüse

Mittag/Abend

Kartoffeln mit Gemüse und Olivenöl oder veganer Margarine
Nudeln mit Tomatensauce oder Gemüsesauce
Reis mit gedünstetem Gemüse und Linsen (falls du sie verträgst)
Ofengemüse (Kartoffeln, Karotten, Zucchini)

Snacks

Obst, Nüsse (wenn verträglich)
Reiswaffeln
einfache Suppen (z. B. Gemüsesuppe)

Und ganz wichtig: Du kannst auch mit „Teil-Schritten“ anfangen, z. B.:

erst das Frühstück pflanzlich gestalten
oder einzelne Produkte nach und nach ersetzen
oder einfach neue Dinge ausprobieren, ohne sofort etwas komplett wegzulassen

Wichtig ist auch: Dein Einsatz für Tiere wird nicht „ungültig“, nur weil du (noch) nicht vollständig vegan lebst. Das ist ein Gedanke, der oft Druck macht, aber so nicht sinnvoll ist. Du hilfst konkret und direkt – und das zählt.

Wenn du magst, kannst du dich zusätzlich ganz in deinem Tempo informieren. Auf meiner Webseite kannst du vielleicht auf einige Fragen eine Antwort finden.
https://www.update-vegan.de
Dort werden viele Themen so erklärt, dass man sie ohne Vorwissen gut nachvollziehen kann.

Und vielleicht noch das Wichtigste: Du musst diesen Weg nicht allein gehen und auch nicht perfekt gehen. Dein Mitgefühl ist bereits da – alles Weitere darf sich Schritt für Schritt entwickeln.

Liebe Grüße
Thomas Bernd
Wissen ist der erste Schritt zur Veränderung.

Benutzeravatar
Ryuzaki
Beiträge: 175
Registriert: 08.03.2017

Beitrag von Ryuzaki » 21. Jun 2026 22:19

Huhu, herzlich Willkommen!

Erstmal super, dass du dir schon so viel Mühe gibst! Und es ist wahnsinnig toll, was du für die Hunde und Katzen machst!

Die Kombi Adhs und Autismus hab ich auch, insofern sammel ich mal ein paar Tipps zusammen, von denen ich denke, dass sie helfen können (aber du weißt ja, was einem von uns hilft muss nicht zwingend dem nächsten auch helfen).

Kannst du das Kochen (an bestimmten Tagen oder bestimmte Mahlzeiten) an deinen Mann oder Sohn (falls er alt genug ist) auslagern? Inklusive Auswahl des veganen Rezeptes. Das ist dann eine Entscheidung weniger, ein Aspekt weniger, der dich sonst Energie kostet.

Bestimmt gibt es so schon Mahlzeiten, die ihr ganz vegan habt, durch Zufall oder weil es ausprobiert wurde und geschmeckt hat. Listet sie auf und versucht, sie in nächster Zeit häufiger zu kochen.

Ersatzprodukte können entweder hilfreich sein oder gar nicht hilfreich. Manchen helfen sie besonders in der Umstellung, gewohnte Geschmäcker beizubehalten. Andere kommen damit nicht gut zurecht, weil vielfach der Geschmack und das Mundgefühl nicht ganz so ist wie das Original. Vom lesen her wirkt es etwas, als gehörtest du auch eher zur zweiten Kategorie? Dann kannst du Ersatzprodukte auch einfach weglassen und dich da erst durchprobieren, wenn du dich etwas ans vegane Leben gewöhnt hast.

Auf Käse zu verzichten, fällt vielen Leuten sehr schwer. Ich hab mir sagen lassen, dass nur die ersten Wochen besonders schwer sind. Eventuell hilft es dir, so zu tun als gäbe es aktuell Lebensmittelwarnungen oder Lieferschwierigkeiten für Käse? Oder du stellt dir vor, Käse wäre plötzlich superteuer? Ich weiß, es ist ein seltsamer Tipp, aber ich denke mir würde der helfen, wenn ich jetzt erst vegan würde.
Du kannst auch erstmal auf Fleisch, Milch und Eier verzichten und erstmal weiter Käse essen und die Umstellung vom Käse weg dann machen, wenn der erste Teil der Umstellung erfolgreich war.

Fällt es dir leicht, mehrere Tage hintereinander dasselbe zu essen? Dann kann es hilfreich sein, große Portionen zu machen, von denen du zwei oder drei Tage essen kannst. Dadurch musst du nur einmal überlegen was du kochst. Und einmal größer kochen kann leichter sein als zwei oder drei mal ein normales Gericht.

Hier noch einige Gerichte, die nah an der Ernährung der meisten Leute in Deutschland liegen, die aber vegan sind oder leich vegan gemacht werden können:
Bratnudeln (einfach in Öl mit Zwiebeln, optional mit Räuchertofu)
Bratkartoffeln
Linsensuppe, Erbsensuppe, Gemüsesuppe
One-Pot-Pasta (Reste davon sind im allgemeinen super als Basis für einen Auflauf)
Nudeln mit Tomatensoße
Salzkartoffeln mit Spinat
Gefüllte Paprika (mit Füllung aus Reis, getrockneten Tomaten, Gewürzen, Zwiebel)
Ofenkartoffeln
Pommes
Grüner Salat

Benutzeravatar
friarielli
Haus-Bot
Beiträge: 41
Registriert: 09.01.2025

Beitrag von friarielli » 27. Jun 2026 12:44

Ich würde es nicht wirklich nach dem Motto alles sofort perfekt angehen. Umso weniger bei einem Magenbypass, einer sensiblen Verdauung und Soja als Problem würde ich erst sichere Standardgerichte finden, die überhaupt funktionieren. Kartoffeln, Gemüse, Nudeln, Reis, Suppen, Aufstriche ohne Soja, sowas. Käse sollte man später gezielt angehen und nicht als erster Endgegner imho. Sauber ärztlich begleiten lasse würde ich auch die B12/Blutwerte würde ich bei der Vorgeschichte und es nicht nebenbei nach Gefühl machen.

Antworten