ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Könnte etwas lang werden, aber ihr solltet mich ja auch verstehen und etwas mehr über meinen Hintergrund wissen.
Seit 16 Jahren nehmen wir immer wieder Seelen auf, die gequält, mißhandelt und absolut vernachlässigt wurden. Sie kamen nicht nur aus der Tötung, sondern auch völlig verängstigt und verwahrlost aus Deutschland. Alle meine Hunde und Katzen (in der höchstzeit hatten wir 3 Hunde und 2 Katzen). Ich habe versucht alles noch ein schönes Leben zu bieten. Seit 2,5 Jahren habe ich 2 Brüder. Käfighaltung. Käfig war kaum größer wie die beiden. Die Nahrung bestand aus schimmeliges Essen und Kot. Manchmal hatten sie Glück wenn sie mal ein paar Reste abbekommen haben. Die Besitzer vorher fanden es anscheinend auch sehr lustig einem von den beiden das vordere Bein zu brechen und es nicht zu versorgen. So das es schief zusammen gewachsen ist und er durch seine humpelei nun Rücken und Knieschmerzen hat die Medikamentös behandelt werden müssen. Eine oder 2 Operationen werden noch folgen. Beim anderen ist ebenfalls der Rücken und die Kniescheibe kaputt. Auch er muss operiert werden. Das wusste ich jedoch alles vorher und ich habe mich extra für die beiden zusammen entschieden. Man wollte sie nämlich trennen. Nur die beiden sind so schwer traumatisiert, dass es selbst nach 2,5 Jahren noch schwer ist. Nicht sie sind schwer denn sie haben nur eines: Angst, immernoch. Mir und dem Tierschutz war klar, dass so gut wie niemand 2 Hunde nehmen wird, die so stark traumatisiert sind und Operationen bei beiden! erfolgen müssen. Und da kam wie schon so oft mein Herz für Tiere ins Spiel. Tiere haben keine Stimme, sie verlassen sich auf uns. Und ich tue was ich kann. Mit viel Liebe, Geduld aber auch viel Arbeit versuche ich die Wunden zu heilen die Menschen ihnen zugefügt haben. Jetzt kam das neulich ja auch mit Hope, dem Wal. Ich war schockiert darüber, dass man hier in Deutschland ein Tier sterben lassen wollte und alle schauen zu. Meine Stimme war auch laut. Ich wohnte 700km weg, habe aber getan und gemacht was ich konnte und was in meiner Macht stand. Jedoch wurde selbst ich immer wieder angegriffen, wobei wir doch das gleiche Ziel hatten. Hilfe für Hope/Timmy. Ich wurde angegriffen weil ich keine Veganerin bin. Ich bitte euch, schlachtet mich jetzt nicht. Ich habe so oft auf der Couch gesessen und habe zu mir selber gesagt: Sandra, du setzt dich schon seit so vielen Jahren für Tiere ein. Selbst wenn ich immer in Marokko im Urlaub bei Freunden war bin ich mit sämtlichen Tieren zum Tierarzt gefahren damit sie versorgt werden. Auch dort wurde ich richtig angegriffen weil ich dem Tier helfen wollte. Aber das war mir egal. Ich habe nur dieses Wesen gesehen was sich alleine nicht helfen kann. Aber zurück zum Wal. Ich habe in der Zeit sehr sehr oft mit mir gekämpft und hab gesagt: du wirst jetzt Veganerin. Ich hatte auch mal ein paar vegane Sachen gekauft. Verschiedene Sachen (Aufschnitt, Käse, Fleischersatz ect pp). Aber leider schmeckt mir das überhaupt gar nicht. Ich bekomme es einfach nicht runter. Dazu kam, dass ich einen sehr sehr sensiblen Magen habe und rein gar nichts mit Soja essen kann. Ich habe einen Magenbypass und vertrage sehr sehr wenige Dinge. Hier wird nicht viel Fleisch gegessen. Wenn dann hatte ich das schon immer vom Metzger meines Vertrauens geholt, Eier nur Freilandhaltung denn auch Bioeier können Bodenhaltung sein, wenn ich MAL im Rewe Mett geholt habe dann immer das Strohwohl. Aber ich vertrage seit der OP vor 5 Jahren nur noch Pute. Und da zahl ich immer lieber mehr und weiß wo es herkommt. Käse nur aus Holland an der Frischetheke, Aufschnitt beim Metzger. Ich hatte wirklich danach geschaut wo die Tiere her kamen. Das war mir sehr sehr wichtig. Ich weiß, für einen Veganer tu ich nicht genug und es tut mir unendlich leid. Das glaubt ihr nicht. Aber ich will ja noch nicht aufgeben. Bitte bitte klärt mich doch mal ein bisschen auf. Ja lesen kann man viel, hab ich auch. Wochenlang. Ich beschäftige mich wirklich intensiv damit. Dazu kommt, ich bin eine Adhs‘lerin und habe eine Autismusspektrum Störung. Das heißt das mir eine Veränderung wahhhhhnnnnssiiinnniiig schwer fällt. Und ich mich durch die ganzen veganen Regeln einfach erschlagen fühle und ich totales Chaos im Kopf habe. Ich hatte schon versucht eine Art Liste zu machen aber das klappt mit meinem Chaotenhirn auch einfach nicht. Dann immer wieder der Gedanke daran das ich nichts essen kann was auch nur annähernd mit Soja zu tun hat. Ich meine Fisch esse ich schon nicht mehr wegen den Geisternetzen aber ich schaffe den Rest einfach nicht. Habt ihr Ratschläge für mich? Ich bin 45 Jahre alt, habe im Leben schon viel gemeistert und gekämpft und getan und gemacht. Aber beim Thema vegan fühle ich mich wie ein kleines Kind was einfach nichts versteht