zu viel Salz

Ernährung, Lebenswandel, Supplemente
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Xanthippe
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Beitrag von Xanthippe » 14. Jul 2019 10:10

Meine Strümpfe sind von Sigvaris. War beim Orthopäden und habe mich dort beraten und ausmessen lassen.

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joli cœur
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Beitrag von joli cœur » 23. Jul 2019 20:59

Weniger Salz, weniger Cortisol..
http://ergo-log.com/sodium-cortisol.html
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Xesh
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Beitrag von Xesh » 6. Aug 2019 00:55

Ich würde da zu mehr Soyasauce raten da es den Salzgeschmack verstärkt d.h. es braucht subjektiv weniger Salz. Ausserdem gibts viele Salzarten, manche davon werden bei gleicher Menge als intensiver empfunden. Da muss man einfach austesten, ich denke aber das persisches Salz ziemlich prickelnd dadurch intensiver ist, nur leider teuer.

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vegabunt
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Beitrag von vegabunt » 8. Sep 2019 10:08

Da ich ebenfalls ein Liebhaber salziger Speisen bin, habe ich mich vor einer Weile entschieden, nur noch reine Stein - und Quellsalze zu verwenden, da i.d.R nicht schadstoffbelastet wie das Meersalz und vor allem ohne Rieselhilfen & Antiklumpmittel wie sonst im Steinsalz üblich. Die sollen ja auch nicht so gesund sein, gerade für Allergiker, las ich mal. Keine Ahnung, ob diese "Hilfsstoffe" noch andere Auswirkungen haben, jedenfalls sind's Stoffe, die unser Körper definitiv nicht braucht. ;)

5gr Salz pro Tag und Person ist schon eine ganze Menge, wenn ich das so auf dem stark gehäuften Teelöffel sehe, da komme ich sehr gut mit aus. Zudem habe ich mir angewöhnt, die Speisen nur minimal zu salzen (oder für Deftiges zB Soyasauce, Miso und Kräutersalze verwenden), dafür gebe ich gerne eine hauchdünne Prise direkt auf das Essen und für gröberes Salz nehme ich eine einstellbare Salzmühle, da kommt praktisch nur Salzstaub raus, der bereits in kleinsten Mengen exorbitant salzig schmeckt. :popcorn:

Meine Lieblingssalzsorten sind Bolivianlisches Rosensalz zB. fürs Gemüse, Kala Namak für den Ei-Geschmack, Uyuni Wüstensalz für eine zurückhaltende, milde Salzung und Himalayasalz (aus Pakistan) zB. für's Kochwasser der Teigwaren. Das hochreine Halitsalz schmeckt mir auf dem Popcorn am besten und Portugiesisches Quellsalz schmeckt mir auf dem Salat sehr gut.

Die Spezialitäten wie Persiensalz und das fantastisch gute Rauchsalz als Dänemark nutze ich für spezielle Speisen, letzteres zB. für veganen "Räucherlachs" aus Karotten.

Gefunden habe ich die Salzsorten bei einer österreichischen Firma, die mir sehr vertrauenswürdig erscheint, wenn ihr zB. nach Uyuni Wüstensalz googelt, solltet ihr sie finden. (als Forumsneuling will ich da noch keine Direkt-Links spendieren ;) )

Überdies sind die sonstigen Inhaltsstoffe auf der Packung angegeben, das sieht dann zB. so aus:
Inhaltsstoffe Uyuni Wüstensalz.JPG
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Xesh
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Beitrag von Xesh » 8. Sep 2019 13:47

Ich verwende kaum separates Salz (in Käse u.a. hat es genug Salz), aber sofern ich es tue auch gerne Kala Namak und ein 9-fach gebranntes Bambussalz, da es intensiv violet ist. Es ist die Farbe die mir am meisten Kraft gibt daher auch die Lieblingsfarbe. Bambussalz hat einen PH von 11 oder so, damit stark alkalisch mit dem höchsten Mineralstoffgehalt der Natursalze. Direkte Aufbringung des Salzes kaum empfohlen da zu alkalisch, ich verwende es als Sole gut verdünnt in wässerigen Speisen. Kala Namak ist sicher erschwinglicher, die Qualität geht aber weit auseinander denn nur wenige angebotene Kala Namak sind aus echten natürlich-vulkanischen Rohstoffen traditionell gebrannt, das Meiste ist leider minderwertiger Fake (lässt sich gut Geld mit Betrug verdienen). Die Nachfrage ist weitaus grösser als das Angebot des echten Kala Namak, aber dank Fake kann man so gut wie alles in fast unendlicher Quantität herstellen... Ethik ist in der heutigen Wirtschaft wo man ohne mit der Wimper zu zucken Regenwälder niederbrennt leider kaum was wert.

Ich verwende das von Naturkraftwerke, es scheint eines der wenigen echten Kala Namak zu sein aber der Preis von 70 CHF/kg (ohne Aktion) ist natürlich happig. https://www.naturkraftwerke.com/shop/in ... t&info=680
9-fach gebranntes Bambussalz ist allerdings noch teurer. Ich habe dafür etwa 30 CHF/75g gebeutelt... (wahrscheinlich teuerstes Salz der Welt) https://www.oka-superfoods.ch/health-fo ... Crzmittel/
Qualitativ bin ich klar überzeugt davon, da ich nur sehr wenig ziemlich sporadisch brauche ist mir der Preis wenig relevant.

Ansonsten habe ich bei grösserem Gebrauch noch echtes Tibetsalz, das ist bedeutend günstiger (verglichen mit echtem Kala Namak, Halit- oder Bambussalz) aber auch gut, etwa 10-20 EUR/kg. Das kommt von uralten Ur-Salzseen die noch nicht dermassen mit Schadstoffen belastet sind wie das Meersalz. Halitkristalle hätte ich auch aber das verwende ich wie Bambussalz auch nur sehr sporadisch für Salzsolen (geht dort gar nicht anders da die Kristalle riesig sind).

Das Tibetsalz habe ich relativ günstig auf einer Wien-Reise gekauft (Produzent müsste ich mal nachschauen). Natürlich ist dieses bolivianische Wüstensalz günstiger aber es ist nicht die gleiche Qualität. Ausserdem habe ich in Bolivien mittlerweile bezüglich der Sorgfalt gegenüber der Umwelt Bedenken, dort ist momentan die Hölle los beim "Raubbau", ich bin bei Bolivien allgemein vorsichtig.

Natürlich ist das pakistanische "Himalaya-Salz" auch gut aber es ist eigentlich bei uns deutlich überteuert, denn dieses Salz welches dort in riesiger Menge ohne Rücksicht auf die Umwelt abgebaut wird kostet vor Ort fast nichts und ist quasi ein weltweit verwendetes "Salz der Armen". Nur bei uns macht man hier ein echtes "Abzocksalz" draus. Da würde ich vorher noch sorgfältig abgebautes österreichisches rosa Alpensalz (Keltensalz) verwenden, das ist den Preis deutlich besser wert und ist vergleichsweise sehr rar (habe ein Probebeutel davon im Küchenschrank).
vegabunt hat geschrieben:
8. Sep 2019 10:08
Überdies sind die sonstigen Inhaltsstoffe auf der Packung angegeben, das sieht dann zB. so aus:
33 mg auf welche Menge bezogen? Das heisst doch nichts...

Der Eisengehalt scheint so mickrig zu sein dass du dich um genug Eisen aufzunehmen mit Salz vergiften müsstest. :shock:

Klar, das traditionelle Kala Namak oder 9-fach Bambussalz haben ein durchaus markanter Mineralstoffgehalt (sieht man an der stark dunkelvioletten Farbe), aber dazu wurde aufwendig Ton- oder Vulkanerde mitgebrannt und zusammen mit dem Salz "versiegelt", das ist ein aufwendiger Prozess, daher sind diese Salze auch so teuer.

Wenn das pakistanische oder österreichische Steinsalz eine starke Färbung aufweist (purpurrot bis violet) ist dort der Mineralstoffgehalt auch gut aber nur wenige Salzbrocken sind gehaltreich d.h. dunkel gefärbt.

Bei den weissen und rosa-Salzen (besonders Halit, oder wenn das Salz, z.B. Tibetsalz, beim ernten Sonne tanken konnte) sind Mineralstoffe unbedeutend hoch aber dennoch wird in der Esoterik eine bessere Energetik, dadurch hochwertiger als übliches Steinsalz, nachgesagt. Ob man damit was anfangen kann muss jeder selber wissen... ich persönlich berücksichtige alle Faktoren und Wissenschaften.

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joli cœur
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Beitrag von joli cœur » 8. Sep 2019 18:13

Ich benutze ein KCl/NaCl (50:50) Salz, so dass mein K/Na-Verhältnis nicht pathologisch (invertiert) ist.
Die aktuelle Empfehlung der DGE für Na beträgt 1,5 g (= 3,8 g Salz). Mir ist unverständlich wieso der Gesetzgeber es der Industrie erlaubt beliebige Mengen Natrium in Speisen zu tun. Offensichtlich lobbyfreundlich. Die LM-Industrie hat ein Freischein mit Salz, Zucker, Fett, Cholesterin usw die Nation krank zu machen und verdient schön daran. Und die Gesellschaft muß die Krankenkosten tragen, d.h., Gewinne werden privatisiert, der Schaden geht mal wieder auf Kosten der Allgemeinheit.
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Xesh
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Beitrag von Xesh » 8. Sep 2019 18:52

Aus meiner Sicht wird bei verarbeiteter Nahrung offiziell zu viel gesalzen weil es quasi fast Gratis viel Geschmack gibt. Deswegen lebe ich schon lange von ziemlich salzarmer Nahrung und kaufe viele Rohstoffe wo nichts im voraus gesalzen wurde. Ich muss mir wegen Natrium wenig Gedanken machen da ich allgemein fast nur Rohstoffe verwende, dazu hochwertige Salze mit höherer Ausgewogenheit. Wer allgemein deutlich mit verarbeitetem NaCl (Natriumchlorid, das gewöhnliche Kochsalz) in Berührung kommt dem empfehle ich z.B. Persisches Salz (bereits erwähnt, ist auch etwas intensiver) für eigene unverarbeitete Nahrung da es ein hoher Anteil KCl hat (Kaliumchlorid, seltene Salzart), was gesundheitsfördernd sein kann. Es ist Tatsache, wir essen allgemein zuviel Natrium (davon 80-90% aus Kochsalz), auch wenn der Körper sich an grosse Salzmengen und unausgeglichenen Verhältnissen z.T. gewöhnen kann indem er teils aufwendig kompensiert.

Ich esse auch kein Brot mit Jodsalz, dieses Salz ist für mich ein No Go. Die Politik wird grösstenteils für die Wirtschaft getan denn wir haben eine deutliche Wirtschaftsdiktatur, insofern ist eine oft übertriebene "Wirtschaftsfreundlichkeit" leider an der Tagesordnung, ausser die Linken kriegen mehr Aufwind, das hilft sicher.

Im übrigen kann auch Halit und andere nicht-standardisierte Steinsalze mit Sylvinit vergesellschaftet oder direkt verbunden sein, auch hier gäbe es ein Kaliumchlorid-Anteil, es ist eben doch nicht alles "nur" Natriumchlorid, sowie es die Lobbyisten-Wissenschaft behauptet. Die Natur ist viel schlauer und komplexer als wir es uns oft in unserer Einfachheit ausmalen.

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vegabunt
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Beitrag von vegabunt » 8. Sep 2019 19:56

joli cœur hat geschrieben:
8. Sep 2019 18:13
Mir ist unverständlich wieso der Gesetzgeber es der Industrie erlaubt beliebige Mengen Natrium in Speisen zu tun. Offensichtlich lobbyfreundlich. Die LM-Industrie hat ein Freischein mit Salz, Zucker, Fett, Cholesterin usw die Nation krank zu machen und verdient schön daran. Und die Gesellschaft muß die Krankenkosten tragen, d.h., Gewinne werden privatisiert, der Schaden geht mal wieder auf Kosten der Allgemeinheit.
Es verdienen eine Menge Leute extrem viel daran, dass es so viele kranke und hilfsbedürftige Menschen gibt, das ist ein eigener und hochprofitabler Industriezweig geworden, da sage ich ja nix neues. Ohne die LM-Industrie wäre das jedoch nicht so einfach zu erzielen gewesen... :cry:

Wenngleich ich es auch nicht an eine Verschwörung im klassischen Sinne glaube (selbstorganisierendes System usw.), so ist es dann doch sehr angenehm und einfach, die übliche Ausrede zu benutzen, der Kunde wolle das ja angeblich so. Was leider auch nicht ganz unwahr ist, da man die meisten zu so einem fehlgeleiteten Geschmack "erzogen" und verführt hat...

Meine Lösung ist, das Zeug nicht mehr zu kaufen. Wir stimmen in der Tat alle bei der Kasse ab.

Xesh hat geschrieben:
8. Sep 2019 13:47
Natürlich ist das pakistanische "Himalaya-Salz" auch gut aber es ist eigentlich bei uns deutlich überteuert,
Fand ich jetzt nicht, ich bezahlte um die 13€ für 5kg (ohne Porto).

Schlussendlich werden wir wohl kaum noch Produkte finden, die zu 100% lupenrein sind (das Pareto-Prinzip lässt wieder grüssen :D ), sondern können uns schon glücklich schätzen, wenn wir wenigstens die Wahl zw. "superschlecht" und "ein bisschen besser" und "ist ganz ok" haben. ;)


Beim Eisen weiss ich auch nicht, auf welche Menge das gemeint ist. Ich fands nur schon toll, dass überhaupt was angegeben ist. Im Supermarktsalz fehlen dafür komplett jegliche Mengenangaben und die Rieselhilfen müssen erst recht nicht deklariert werden. Wie joli coeur schon richtig bemerkte, die Lobbyisten sind da sehr einflussreich.
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Xesh
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Beitrag von Xesh » 8. Sep 2019 20:00

Ja gut wenn man den Transportweg berücksichtigt ist es sicher preislich OK, wobei ich hier mehr auf Kleinmengenpreise abzielte welche man im üblichen Detailhandel hat z.B. hier https://www.coopathome.ch/de/supermarkt ... /p/4196632, du hingegen kaufst klar Grossmengen... 5 kg ist ne Menge Salz. Die Diskrepanz zwischen Grossmengen- und Kleinmengenpreisen ist oft unglaublich gross, jenseits der vernünftigen Skalierung. Es gibt daher sogar schlaue Leute, die kaufen gemeinsam Grossmengen und füllen es danach untereinander ab.
vegabunt hat geschrieben:
8. Sep 2019 19:56
Wenngleich ich es auch nicht an eine Verschwörung im klassischen Sinne glaube (selbstorganisierendes System usw.), so ist es dann doch sehr angenehm und einfach, die übliche Ausrede zu benutzen, der Kunde wolle das ja angeblich so. Was leider auch nicht ganz unwahr ist, da man die meisten zu so einem fehlgeleiteten Geschmack "erzogen" und verführt hat...
Ich kenne jemand der ist im Marketing tätig... die wissen schon wie sie ohne Verschwörung Meinungen bilden damit der Kunde "es auch so will" ausserdem ist Propaganda auch immer mit dabei. Wir sind manipulierbar, oft sind gerade die welche meinen sie wären es nicht sogar besonders stark davon betroffen.
vegabunt hat geschrieben:
8. Sep 2019 19:56
Beim Eisen weiss ich auch nicht, auf welche Menge das gemeint ist. Ich fands nur schon toll, dass überhaupt was angegeben ist. Im Supermarktsalz fehlen dafür komplett jegliche Mengenangaben und die Rieselhilfen müssen erst recht nicht deklariert werden. Wie joli coeur schon richtig bemerkte, die Lobbyisten sind da sehr einflussreich.
100% Zustimmung, wir könnten soviel mehr Transparenz haben aber die Lobby verhindert alles was zu ihrem Nachteil wäre.
vegabunt hat geschrieben:
8. Sep 2019 19:56
Schlussendlich werden wir wohl kaum noch Produkte finden, die zu 100% lupenrein sind (das Pareto-Prinzip lässt wieder grüssen :D ), sondern können uns schon glücklich schätzen, wenn wir wenigstens die Wahl zw. "superschlecht" und "ein bisschen besser" und "ist ganz ok" haben. ;)
Geht so, zwar spielt dieses Pareto-Prinzip auch rein aber das banale Profit-Prinzip hat immer noch eine stärkere Auswirkung auf die Qualität der Güter.

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vegabunt
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Beitrag von vegabunt » 8. Sep 2019 21:01

Xesh hat geschrieben:
8. Sep 2019 20:00
wir könnten soviel mehr Transparenz haben aber die Lobby verhindert alles was zu ihrem Nachteil wäre.
Trotzdem sehe ich uns nicht als machtlose Opfer an, wir können sehr gut mit der Auswahl der Produkte unseren gewünschten Marktanteil stärken und das geschieht ja auch Stück für Stück, denn selbst der Mainstream wird immer wie bewusster.

Gerade wegen der haarsträubenden Informationen, die wir immer wieder zu Gesicht bekommen, richte ich mich gerne nach vorne und zum Positiven hin aus, das bringt mir mehr Lebensfreude als umgekehrt. ;)
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