EPA/DHA Omega 3

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RoadOfBones
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Beitrag von RoadOfBones » 14. Jul 2019 13:25

Was ist in dem Zusammenhang eigentlich mit Hanföl?
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human vegetable
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Beitrag von human vegetable » 14. Jul 2019 15:00

Hanföl enthält wie Leinsamen etc. auch die kurzkettige o3-Fettsäure ALA. Also nicht das Gleiche wie Algenöl (mit langkettiger DHA, was hier gerade diskutiert wird).

Aber Leinsamen ließe sich prinzipiell natürlich durch eine im o3-Gehalt entsprechende Dosis Hanf ersetzen.
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somebody
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Beitrag von somebody » 14. Jul 2019 17:14

@human vegetable

human vegetable, schaute mir gestern noch das komplette Video an.

IMO meint es Jeff gut, aber so kann man das Thema IMO nicht verallgemeinern.

Möchte noch eigene Recherchen anstellen. Antworte zur Sache am Abend oder morgen.


@RoadOfBones

RoadOfBones, Hanföl ist mit durchschnittlich über 15 % ALA & einigen % anderen interessanten Fettsäuren hochinteressant, insbesondere wenn man EPA/DHA nicht via Algenöl supplementieren möchte. Sollte jedoch IMO nicht drauflos zugeführt werden, sondern in ein individuelles Fettsäurenzufuhrkonzept integriert werden.
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Beitrag von human vegetable » 16. Jul 2019 08:05

Was mich wundert, ist die weite Spanne bei der angeblichen Risikosteigerung von aggressivem Prostatakrebs. Bei einer der zitierten Studien liegt diese bei 150% (d. h. auf das 2,5-fache), bei der letzten zitierten Metastudie nur bei 13% (auf das 1,13-fache).

Jeff behauptet, diese Studie wäre durch die Ergebnisse der Vorstudien beeinflusst worden (Ausstieg vieler Männer aus Angst vor Prostatakrebs), aber das kann den Unterschied doch nicht erklären? Andere Zusammenssetzungen bzgl. dder Teilnehmergruppenn werden doch statistisch rausgerechnet, und Prostatakrebs lässt sich nunmal nur an Männern untersuchen?!
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Beitrag von human vegetable » 17. Jul 2019 10:08

Neue Metaanalyse, diesmal verhalten pro-o3: https://www.sciencedaily.com/releases/2 ... 095529.htm
Forty-one studies with 134,034 participants evaluated the possible impact of omega-3 fatty acid supplements. In this group, 10,707 people had events such as a heart attack or stroke indicating heart disease. Overall, these studies suggested that supplement use was linked to an 8 percent reduction in heart attack risk and a 7 percent reduction in coronary heart disease compared to those not on the supplements. The researchers ranked evidence for a beneficial link to this intervention as low.
:kk:
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Beitrag von somebody » 17. Jul 2019 12:15

Ein Angehöriger der Fischöllobby zur Krebsthematik:

https://www.mayoclinicproceedings.org/a ... 1000-8/pdf

Nicht ganz von der Hand zu weisen.
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Beitrag von human vegetable » 17. Jul 2019 19:01

Auf der einen Seite beruhigend, dass es auch viele Studien gibt, die keine Risikosteigerung, bzw. sogar eine Senkung sehen.

Auf der anderen Seite sprichst du selbst die Verflechtung des Autors an (siehe "competing interests" am Schluss). Die Debatte degeneriert zu einer Schlammschlacht, in der beide Seiten mit scheinbar hochwissenschaftlichen Belegen argumentieren, man als Zuschauer aber dennoch ständig persönliche Interessen wittert (angestachelt von den Unterstellungen in Jeffs clip). Als Laie ist es mir da unmöglich, ein rationales Urteil zu fällen.

Letztendlich werde ich wohl die pragmatische Entscheidung treffen, meine Algenölkapselvorräte etwas langsamer aufzubrauchen, und erst wenn Nachkäufe anstehen, mich wieder mit dem dann aktuellen Stand zu befassen. Hoffentlich ist der dann etwas eindeutiger.
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Beitrag von human vegetable » 8. Aug 2019 10:15

Jeff Nelson legt nach:
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=ZIF0ZB6g6tg&t=144s[/youtube]

Allerdings gibt es hier keine neuen Infos über Nutzen und Risiken von DHA-Supps, sondern es geht lediglich darum, wie Dr. Fuhrman (und indirekt auch Dr. Greger) wissentlich die Evidenzbasis verzerrt haben, um DHA-Ergänzung als für Veganer geboten darzustellen. Nelson listet das penibel anhand von Website-Chroniken auf.

Die "Einsicht" für mich als allgemein gesundheitsinteressierten Zuschauer, der sich herzlich wenig um persönliche Nickligkeiten zwischen verschiedenen Vegan-Gurus schert: Auch diese "Experten" sind nur Menschen und durch wirtschaftliche Eigeninteressen motiviert.

Einige Argumente gegen DHA mögen sich zunächst nach persönlicher Vendetta und unbegründeter "Verschwörungstheorie" anhören, und eher Zweifel über denjenigen aufkommen lassen, der sie vorbringt - aber in diesem Fall scheinen Sie ins Schwarze zu treffen und sind voll berechtigt.

Mag sein, dass Nelsons Warnung vor ehöhtem Krebsrisiko durch DHA-Ergänzung übertrieben ist - aber ob diese auf der anderen Seite auch irgendeinen Nutzen bringt, ist ebenfalls nicht schlüssig belegt. Vor diesem Hintergrund scheint mir DHA keineswegs ein "must-take" Supplement für Veganer zu sein, sondern eher unter "spekulativer Nutzen" zu rangieren. Wenn man die eventuellen Risiken und den immer noch hohen Preis einbezieht, sollte das zu denken geben...
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