in der Marktwirtschaft gescheiterte vegane Produkte/Projekte

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somebody
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Beitrag von somebody » 15. Sep 2018 19:21

Bzgl den Veganz Produkten bei Edeka frage ich mich für den hiesigen Markt, wann die aus dem Sortiment genommen werden. Denn gekauft werden die hier anscheinend kaum.
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Pfeffertopf
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Beitrag von Pfeffertopf » 15. Sep 2018 19:23

Bei meinem Edeka sind die Veganz-Sachen inzwischen fast komplett raus aus dem Programm. Ich denke, die verkaufen jetzt nur noch die Reste.

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Kim Sun Woo
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Beitrag von Kim Sun Woo » 16. Sep 2018 03:07

Wobei ich glaube, daß das in vielen Fällen einfach mit unrealistischen Preisvorstellungen zu tun hat: aktuell, weil heute erst in der Hand gehabt, fällt mir das Ben & Jerry's Eis ein. preislich sind die Milchvarianten ja aufgrund der "fairen" (oder zumindest "faireren"?) Produktionsbedingungen schon teurer als übliche andere Eissorten. es leuchtet aber finde ich kaum ein, warum die veganen Sorten dann nochmal ein Stück mehr kosten.

und so ähnlich ist das doch bei vielen anderen Produkten auch, teilweise auch bei Produkten bei denen es kaum nachvollziehbar ist (vielleicht vergleichbar damit, wie für glutenfreie Lebensmittel auch oft horrende Absurdpreise verlangt werden).
Man hat jeden Tag die Chance die bestmögliche Version von sich selbst zu sein. ♥

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somebody
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Beitrag von somebody » 16. Sep 2018 10:15

Kim, ja, die Preisgestaltung für veganisierte omnivore Lebensmittel/Gerichte war & ist aus Nachfragesicht teils stark überzogen.

Aus Angebotssicht kann ich mir andererseits durchaus beispielsweise die knapp 5 Euro Forderung für 2 kleine Veganz Schnitzel Fakes oder die Preisgestaltung des veganen Ben & Jerrys vorstellen. Neben etwaigen Mehrkosten für Zutaten & Verarbeitung berücksichtigen die Markeninhaber ja auch die Kosten etwaiger Vegan Labels, etwaige Margen möglicherweise involvierter Auftragsfertiger, Werbekosten, Vertriebsweg.

BTW, da Ben & Jerrys in vielen Tankstellen erhältlich ist, fragte ich einen lokalen Tankstellen GF, ob er Ben & Jerrys beziehen könne. Seine Antwort war nein, da keiner seiner Lieferanten die Marke im Programm habe. Auf meine Nachfrage bestätigte er, seine Einstandskosten als Tankstelle im spezialisierten Großhandel seien wesentlich höher als die für Lebensmittelmärkte im Einkauf anfallenden Kosten.
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Dana68
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Beitrag von Dana68 » 16. Sep 2018 12:46

Die Tankstellen haben keinen in dem Sinn für sie spezialisierte Großhändler. Meist werden sie von Lekkerland oder Rewe beliefert, die auch andere Sparten (Kioske, Supermärkte) beliefern. Allerdings haben sie - und das muss ich bestätigen - andere Einstandspreise. Das liegt daran, dass die Mineralölgesellschaften an jedem vom Tankstellenpächter getätigten Einkauf mitverdienen. Außerdem legen die Mineralölgesellschaften auch das Sortiment fest, von dem die Pächter kaum oder gar nicht abweichen können. Lediglich freie Tankstellen (von denen es immer weniger gibt) haben dort freie Hand.
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Vampy
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Beitrag von Vampy » 16. Sep 2018 18:38

milch ist halt superbillig, billiger als mandelpaste, erbsenprotein o.ä. was in den veganen sorten drin ist.
Für die einen die Signatur - für die anderen der sinnloseste Satz der Welt.

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somebody
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Beitrag von somebody » 16. Sep 2018 19:14

So ist es. Und tendenziell höhere Fertigungskosten kleiner Stückzahlen sollten ebenfalls bedacht werden.

Wenn dann aber zB Tofuspezialitäten zum Preis von 2,49 Euro je 200 g Block erheblich besser schmecken als zB gefakter Aufschnitt zum Preis von 1.99 Euro je 100 g Packung, dann werden oft Tofuspezialitäten vorgezogen.


@Dana68

Dana68, vielen Dank für die Klarstellung.

Lekkerland ist mir im Zusammenhang mit Tankstellen, Kiosken, Imbissen etc ein Begriff. Beliefern die auch normale Lebensmittelmärkte?
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Dana68
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Beitrag von Dana68 » 16. Sep 2018 21:19

Zum Teil. Am ehsten noch die kleinen "Tante Emma" Läden. Die meisten Vollsortimenter haben eigentlich meist nur einen Lieferanten (Edeka, Rewe, regionale Großhändler).
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