Haarausfall....

Ernährung, Lebenswandel, Supplemente

Beitragvon somebody am 12. Aug 2018 19:06

Bei Haarausfall halte ich die Haarausfall betreffende Sachkenntnis der Hausärztin oder des Hausarztes für entscheidend.

Allgemein natürlich sehr wichtig, wie Ärztin bzw Arzt & Patientin bzw Patient miteinander zurechtkommen.

BTW, lt dieser Studie haben von einer Ärztin nach einem Herzinfarkt behandelte Menschen statistisch etwas höhere Überlebenschancen als von einem Arzt behandelte Menschen:
http://www.pnas.org/content/early/2018/07/31/1800097115
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Beitragvon human vegetable am 12. Aug 2018 19:44

Mike13, in meiner zehnjährigen Veganerkarriere (wobei ich nach Illiths Erläuterungen zweifle, ob ich es nicht eher Vegetabil- oder Veganköstlerkarriere nennen sollte, weil Vermeidung von Tierleid für mich nicht der wichtigste Grund für meinen weitgehenden Verzicht auf tierische Produkte ist) war ich auch mehrmals an dem Punkt, dass ich geglaubt habe, gesundheitliche Beschwerden nur mit tierischen Produkten kurieren zu können.

Ich gebe zu, dass ich mehrmals schwach geworden bin, und bestimmte tierische Produkte in genau definiertem Umfang zeitweilig wieder verkostet habe. Leider (?) hatte ich dabei kein ekstatisch-orgasmisches Erweckungserlebnis wie scheinbar viele andere Ex-Veganer/Vegetabile/Veganköstler, meine Beschwerden blieben unkuriert, und eklig fand ich es noch dazu. Deswegen bin ich nach kurzer Zeit reuig immer wieder zur reinen Pflanzenkost zurückgekehrt.

Vielleicht besser, du bringst das Experiment schnell hinter dich, anstatt die Idee, dass tierische Produkte dir helfen könnten, wo alle Pflanzen versagen, weiterhin mit dir rumzutragen und unbewusst zu überhöhen.

Es mag antivegan scheinen, zum temporären Verzehr tierischer Produkte zu raten, aber einige Veganer praktizieren den "Verzicht" auf tierische Produkte (diese Formulierung hat eine zu negative Konnotation, eher "bewusste Freiheit von") wie mönchische Askese, mit dem klaren Subtext, dass deren Konsum und Verzehr eben doch zu einem guten und gesunden Leben dazugehören. Das finde ich auf eine hintergründige Art noch schädlicher, selbst wenn der dabei gelebte Veganismus "lupenrein" ist. Werde keiner von denen!
Zuletzt geändert von human vegetable am 12. Aug 2018 21:26, insgesamt 6-mal geändert.
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Beitragvon Ixodes ricinus am 12. Aug 2018 20:17

Mike13 hat geschrieben:Das dürfte der wunde Punkt jedes Veganers sein. Jeder Veganer kennt Duzende von Fleischfressern, die meinen sie wären die witzigsten Menschen auf dem Planeten, wenn sie irgendeinen dämlichen Spruch von sich geben, den man davor schon locker 100 mal von anderen gehört hat....

Wie du im Thread nachlesen kannst, war dieser Spruch wohl nicht so leer, wie von dir gedacht.


:skeptic:
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Beitragvon Akayi am 13. Aug 2018 03:24

Sphinkter hat geschrieben:Offtopic:
Was ist denn hier für eine Panik wegen vollen Zitaten?
Verbrauchen die nachweislich mehr Speicherplatz oder ist das ein Zeiger auf CHAR die ohnehin schon in der Datenbank stehen?

Ill hatte Dir doch nettwerweise extra einen Link dazu gepostet?

@Somebody, auch bei dir habe ich das Gefühl du hast den Beitrag von Ill nicht gelesen. Was stimmt denn nun?
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Beitragvon Mike13 am 13. Aug 2018 16:38

fucktheflipflop hat geschrieben:
tinka1 hat geschrieben:Bei unklaren Haarausfall wäre es ratsam Haus- bzw. Hautärztin aufzusuchen.

Ich würde sogar so weit gehen, dass sogar ein männlicher Haus- oder Hautarzt hilfreich wäre.


Ich möchte Euch beiden jetzt nicht zu nahe treten, deshalb nehmt mir bitte meine folgende Frage nicht so übel: Aber lebt ihr hinter dem Mond? Was glaubt ihr denn, was passiert, wenn ich zu einem Arzt gehe und dem erzähle, dass ich Haarausfall habe und Veganer bin? Denkt ihr wirklich, da würde ich noch eine ernstzunehmende Untersuchung bekommen? Für die meisten Ärzte ist "vegan" das Wort, bei dem sie aufhören nachzudenken und reflexartig meinen, den Grund für sämtliche Beschwerden zu kennen.

Abgesehen davon, dass noch kein Arzt mir jemals wirklich geholfen hat. Für mein Asthma habe ich Jahrzehnte immer schön Medikamente verschrieben bekommen, aber denkt ihr irgendeiner dieser ganzen Hausärzte und Spezialärzte hätte je erwähnt, dass man da ggf. mit Ernährung was verbessern kann? Ne, hat keiner, nachdem ich Veganer wurde, wurde mein Asthma sukzessive über 2 Jahre hinweg immer besser und ist inzwischen nahezu weg. Deswegen bin ich aber gar nicht vegan geworden, mit diesem Effekt habe ich gar nicht gerechnet... War nur ein nicer Nebeneffekt. Oder glaubt ihr, dass mir irgendeiner der diversen Hautärzte jemals verklickert hätte, dass die entzündlichen Hautstellen, für die sie mir alle immer schön Kortison-Cremes verschrieben haben, vielleicht was mit schlechter Ernährung zu tun haben könnten? Ne, hat auch keiner. Welch Wunder, nachdem ich Veganer wurde, wurden auch diese ganzen Entzündungen deutlich besser. Oder glaubt ihr, dass mein (sehr netter, kompetent scheinender) Hausarzt mir irgendwas von Vitamin D, B12, usw. erzählt hätte, als ich vor Jahren beim ihm war und über Schlappheit und Antriebslosigkeit geklagt habe? Ne, hat er auch nicht. Alles, wirklich alles was ich gesundheitlich in meinem Leben verbessert habe, verdanke ich dem Internet, eigenen Recherchen und viel rumprobieren. Also hört mir bloß mit Ärzten auf, die genau 5 Minuten zuhören und dann eine Empfehlung aussprechen. Wenn es irgendein Problem geben würde, was man nach 5 Minuten zuhören mal eben so lösen kann, dann kann ich das im Internet auch locker selbst rausfinden.
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Beitragvon illith am 13. Aug 2018 16:42

ich teile deinen Pessimismus bzgl. ÄrztInnen zu größeren Teilen. >.>

weiß dein aktueller Arzt, dass du vegan bist? ansonsten könntest du es ja einfach unterschlagen und auf ein Blutbild hoffen? (hab den Thread-Verlauf grade nicht präsent, sorry falls das schon da steht)
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Beitragvon Mike13 am 13. Aug 2018 16:58

human vegetable hat geschrieben:Mike13, in meiner zehnjährigen Veganerkarriere (wobei ich nach Illiths Erläuterungen zweifle, ob ich es nicht eher Vegetabil- oder Veganköstlerkarriere nennen sollte, (...)


Diese ganzen Unterscheidungen, wann man Veganer oder doch vielleicht nur vegetabil lebender Mensch ist, finde ich unnötig. Wofür sollen die gut sein? Ist Veganer das höchste Siegel was man erreichen kann und wenn man das hat, kann mal stolz durch die Welt maschieren? Wenn ich jemanden treffe und der mir sagt, dass er Veganer ist, dann kann ich ja mit ihm sprechen, wenn es mich genauer interessiert. Da brauche ich ja keinen einzelnen Begriff, der mir sofort ein 100%iges Charakterprofil der Person mitliefert.

Gibts ja schließlich bei anderen Dingen auch nicht. Wenn mir jemand errzählt, dass er gläubig ist, weiß ich auch noch nicht, ob das heißt, dass er nur an Ostern und Weihnachten in die Kirche geht oder da jeden Sonntag hinrennt. Ob er nur das Vater-Unser kennt, oder jeden Abend vor dem Einschlafen 2 Stunden die Bibel liest. Und wenn mir jemand erzählt, dass er Umweltschützer ist, dann weiß ich deshalb auch noch nicht, ob er nur Glas und Papier trennt oder ob er jeden Tag 20km mit dem Fahrrad zu Arbeit fährt und auf Flüge in den Urlaub komplett verzichtet. Das muss ich aber auch nicht wissen, weil ich kann ja nachfragen, wenn es mich ganz genau interessiert.

Im Übrigen behaupte ich mal, dass die wenigsten Menschen nur aus einem Grund Veganer sind. Bei den meisten wird es eine Misch-Begründung sein. Bei mir z.B. (grob geschätzt) 50% Tierschutz, 30% Gesundheit, 10% Ressourcenschonung, 10% das gute Gefühl, moralisch sauber zu leben. Und was nun? Nur 50% Tierschutz??? Reicht das jetzt aus, damit ich mich Veganer nennen darf? Nicht, dass mich das auch nur ein bisschen interessieren würde, aber ich denke das Problem wird klar.
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Beitragvon somebody am 13. Aug 2018 17:02

Problem bei AllgemeinmedizinerInnen ist leider oft mangelnde Weiterbildung nach Einstieg ins Berufsleben. Ich muss das leider auch bei meinem langjährigen Hausarzt feststellen, der ca im 60sten Lebensjahr ist. Glücklicherweise ist in der Gemeinschaftspraxis meines jüngeren Sportarztes auch eine jüngere, fachlich sehr fitte junge Allgemeinmedizinerin tätig, so dass ich bei Problemen immer auf mehre fachliche Meinungen zurückgreifen kann.


@Mike

Mike, Haarausfall kann, falls Nährstoffmangel relativ sicher ausgeschlossen werden kann, sehr viele Ursachen haben. Wenn die hausärztliche Praxis nicht helfen kann oder dort dumme negative Vorurteile gegen Veganismus bestehen, würde ich als mächstes eine hautärztliche Praxis oder eine seriöse auf Haarerkrankungen spezialisierte Praxis konsultieren.
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Beitragvon Sphinkter am 13. Aug 2018 17:18

Das Problem mit Ärzten und dem Erkennen von Nährstoffdefiziten ist oftmals, dass Blutuntersuchungen keine Aussagekraft haben. Bei Magnesium hatte ich mich intensiv mit beschafft. So sind die Vorgaben der DGE für einige Menschen, vor allem mit viel Stress, viel zu niedrig. Hinzu kommt, dass der Körper das Magnesium im Blut konstant hält. Das bedeutet die Blutuntersuchung ist okay, in den Zellen ist aber bereits ein gravierender Mangel. Es gibt aber keine Tests, die dies feststellen könnten. Ob dein Körper dann die Versorgung deiner Haare weniger wichtig ansieht und anders haushaltet ist die Frage.
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Beitragvon Ixodes ricinus am 13. Aug 2018 19:00

Mike13 hat geschrieben:Ich möchte Euch beiden jetzt nicht zu nahe treten, deshalb nehmt mir bitte meine folgende Frage nicht so übel: Aber lebt ihr hinter dem Mond? Was glaubt ihr denn, was passiert, wenn ich zu einem Arzt gehe und dem erzähle, dass ich Haarausfall habe und Veganer bin? ...

Dafür gibt es Spezialisten, bei denen dann die Chance dass sie etwas von dem Problem verstehen größer ist, als beim Hausarzt.
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