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Schweinealarm

Beitragvon asti am 16. Aug 2018 20:32

Es hat sich kürzlich ein Landwirt bei uns (Initiative Lebenstiere e.V.) gemeldet, der uns gebeten hat, seinen Nutzhof in einen Schutzhof für Tiere umzuwandeln. Wir haben uns daher dazu entschieden, seine Rinder zu übernehmen und diese abzusichern. Aber neben den Rindern gab es weitere Tiere auf seinem Hof. Süße, große Schweineaugen blickten uns hoffnungsvoll an, als wir sie das erste Mal sahen. Ich versprach ihnen, alles dafür zu tun, dass sie leben dürfen. Bis August blieb uns Zeit. Ich schrieb x Lebenshöfe und Gnadenhöfe an. Ich telefonierte und versuchte alles, aber schlussendlich fand ich nur einen Platz für drei Schweine. Diese habe ich kürzlich dann in die Nähe von München gebracht. Aber was sollte aus den restlichen Vieren werden?

Nun galt es: wir übernehmen sie oder sie müssen aus Platzgründen zum Schlachter.

Unsere Finanzen sind gerade nicht sehr rosig. Durch die Behandlungskosten für unsere Rinder Luci und Niklas, die ja beide leider letzte Woche verstorben sind, werden noch einige Kosten auf uns zu kommen.

Aber sollten wir die hübschen Kerle zum Schlachter geben?

Wir konnten es einfach nicht. Heute sind sie dann in die Nähe von Soest auf einen tollen Hof gezogen. Monatlich müssen wir 45€ pro Schwein an den Landwirt zahlen. Hinzu kommen Tierarztkosten etc.

Nun hoffen wir sehr, dass wir viele Paten finden (ab 5€/Monat möglich), um unser Quartett finanzieren zu können.

Namen haben die Vier noch nicht. Diese dürfen die Paten aussuchen.

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Beitragvon slartibartfaß am 16. Aug 2018 20:54

45 Euro pro Schwein pro Monat? Wofür? Warum bleiben die Schweine nicht einfach auf dem zum Schutzhof umgewandelten Nutzhof?
Wellen des Paradoxen rollten über das Meer der Kausalität (...) an dieser Stelle gibt die normale Sprache auf, besucht die nächste Kneipe und gießt sich einen hinter die Binde.
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Beitragvon asti am 16. Aug 2018 21:01

Weil dort kein Platz ist, um sie dort unterzubringen. Eine Freilandhaltung ist dort leider nicht möglich. Daher haben wir sie auf einem anderen Hof untergebracht.
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Beitragvon slartibartfaß am 16. Aug 2018 21:14

Für was werden die monatlichen 45 Euro verwendet?
Wellen des Paradoxen rollten über das Meer der Kausalität (...) an dieser Stelle gibt die normale Sprache auf, besucht die nächste Kneipe und gießt sich einen hinter die Binde.
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Beitragvon asti am 16. Aug 2018 21:20

Für Futterkosten, Wasserkosten, Instandhaltung der Zäune, Einhaltung der Seuchenschutzauflagen, Betriebshaftpflicht, Klauenpflege, Instandhaltung des Offenstalls und tägliche Pflege.
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Beitragvon RoadOfBones am 16. Aug 2018 22:55

Ich frage mich da schnell wie sich das für nen Bauern auszahlen soll... So viel Fixkosten und dann noch der Hof... Was kriegt man nochmal für so 120kg Schwein?
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Beitragvon asti am 17. Aug 2018 13:45

Da diese Schweine nie geschlachtet werden, sondern ein unbekümmertes Leben führen dürfen, bezahlen wir als Verein die Versorgungskosten.

Für einen konventionellen Schweinemäster sind die Kosten viel niedriger. Da leben viel mehr Schweine auf engem Raum. Sie haben weniger Wasserkosten, da es keine Suhle gibt. Mastfutter ist deutlich günstiger als hochwertiges Schweinefutter sowie Obst und Gemüse. Die Tiere haben keine individuelle Betreuung. So kommt das Futter durch eine Fütterungsanlage, durch den Spaltenboden wird der Boden automatisch sauber gemacht.

Unsere Tiere werden jeden Tag betreut und beobachtet, ob es ihnen gut geht. Die Offenställe sind dick mit Stroh ausgelegt, was auch kostet. Jeden Tag bekommen sie frisches Gemüse und frisches Obst. Eine Suhle wird auch an trockenen Tagen mit Wasser gefüllt. Da sind die Kosten einfach höher.
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Beitragvon asti am 22. Aug 2018 19:21

Tadaa - hier sind die ersten bewegten Bilder vom Einzug unserer vier Schweinejungs ins Schweineparadies. Das war ganz schön aufregend für sie, aber sie haben sich auf Anhieb wohl gefühlt.

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Beitragvon Tica am 4. Sep 2018 08:45

Tolle Fotos. Da geht einem das Herz auf. :whee:
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