Erfahrungsbericht: Stevia-Blattpulver

Welche veganen Nahrungsmittel sind zu empfehlen? Wo gibt es was?

Erfahrungsbericht: Stevia-Blattpulver

Beitragvon human vegetable am 5. Mär 2019 17:22

Nachdem die Dose monatelang in der letzten Ecke eines Küchenschranks stand, habe ich sie jetzt endlich mal genutzt:
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Ich habe damit eine Schüssel Buchweizengrütze verfeinert (ca. 1,5g Pulver auf 1kg Grütze). Ergebnis: Mit dieser Menge war die Süßung relativ leicht, genau wie gewünscht. Sehr feiner Mahlungsgrad - nach Verrühren weder sichtbaren Spuren noch Veränderung des Mundgefühls. Der Geschmack war unerwartet mild, nach den oftbeklagten Bitternoten die ich bei verschiedenen Extrakten auch schon hatte, habe ich davon hier gar nix wahrgenommen. War fast schon ein bisschen enttäuscht, da ich bittere Geschmäcker gar nicht so schlecht finde. Für Süßspeisen hat das Pulver den Test also sehr gut bestanden - gut dosierbar, feiner Geschmack.

Zur Süßung von Getränken ist zu berücksichtigen, dass das Pulver nicht löslich ist, und Rückstände nach unten sinken (was ja nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium sein muss). Zwar breitet sich die Süßung in Heißgetränken natürlich schon aus, aber wie echter Zucker schmeckt es vermutlich dennoch nicht. Da ich weder Kaffee- noch Teeliebhaber bin, kann ich diesen Verwendungszweck nicht kompetent bewerten.

Dennoch - unter dem Strich ist das für mich die beste Zuckeralternative, die ich bis jetzt getestet habe. Vor allem wegen der Unsicherheit, ob künstliche Süßstoffe die Darmflora schädigen. Bei lediglich getrockneten und gemahlenen Steviablättern habe ich da die geringsten Befürchtungen - insbesondere weil mehrfach belegt ist, dass Stevia (zumindest die ganze Pflanze, aber meines Wissens nach nicht notwendigerweise die isolierten und hochverfeinerten Steviolglykoside, die den Grundstoff für die gängigen Süßstoffe bilden) den Blutzuckerspiegel senkt und nicht anhebt, was für andere künstliche Süßstoffe dokumentiert ist.

Kleiner Wermutstropfen, dass diese Art von Stevia nicht offiziell für den Verzehr zugelassen ist. Aber was diese Zulassung wert ist, sieht man ja im Fall von Sucralose und co., zudem kann sich jeder den Anbieter seines Vertrauens online suchen.
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Beitragvon Vampy am 5. Mär 2019 19:55

also dosiert man so wie kristalle? wie ist der preis?
Für die einen die Signatur - für die anderen der sinnloseste Satz der Welt.
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Beitragvon illith am 5. Mär 2019 22:46

das halte ich für relativ ausgreschlossen, da es sich bei denen ja um ein Extrakt handelt.
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Beitragvon human vegetable am 5. Mär 2019 22:56

Wie gesagt, für einen mittelgroßen Topf Buchweizenkascha (350 g trockener Buchweizen + 700 ml Wasser) habe ich ca. 1,5 g genommen (etwa ein halber TL), und der Geschmack war dann leicht aber merklich süß. Bei dem Extrakt, das ich vorher benutzt habe, brauchte ich fürs gleiche Ergebnis vermutlich höchstens ein Drittel der Menge.

Weiß ehrlich gesagt schon gar nicht mehr, was das abgebildete Produkt gekostet hat. Nach dem erfolgreichen Test habe ich heute aber ein Kilo Blattpulver für knapp 20 Euro incl. Versand auf ebay erstanden - hoffe, Mahlungsgrad und Qualität sind wie erwartet.
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