Hex bar

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human vegetable
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Hex bar

Beitrag von human vegetable » 15. Mär 2019 17:09

Meine neueste Erwerbung:
Bild

Habe vorher noch nie einen hex bar benutzt und wusste nicht genau, was mich erwartet. Aber sowohl hex bar squats (mit möglichst geradem, aufrechtem Rumpf, quad dominant) als auch hex bar Romanian deadlift (hip dominant) sind die besten derartigen Übungsvariationen, die mir bisher untergekommen sind!

Unbedingte Kaufempfehlung für alle home gyms!
"The greatest obstacle to discovery is not ignorance - it is the illusion of knowledge." - Daniel J. Boorstin

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human vegetable
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Beitrag von human vegetable » 17. Mär 2019 16:57

Habe die Stange heute umgedreht und squats mit den tiefen Griffen gemacht - erschütternd, wie wenig Gewicht ich dann nur brauche, um mich alle zu machen.

Aber genau so soll es sein, ich kann tiefe Kniebeugen technisch einigermaßen korrekt bis nah ans MV ausführen, ohne dass ich auf Hilfe oder aufwändige Ständer und Ablagen angewiesen wäre.

Außerdem sind durch die aufrechte Körperposition wirklich die Quadrizeps limitierend, und nicht wie bei back squats eher der untere Rücken.

:up: :up: :up: - wie ging es nur 30 Jahre ohne?

Für die eher visuellen Typen:


Bei etwa 2:50 zeigt er Tiefkniebeugen.
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Lee
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Beitrag von Lee » 17. Mär 2019 18:06

Sieht vom Bewegungsablauf für mich etwas wie legpress aus. Um die Technik beneide ich dich, selbst im Rack trau ich mich nicht "schwere" Gewichte zu nehmen :drop1:

Dass die Übung den Quadrizeps isolierter anspricht, kann gleichzeitig gut und schlecht sein. Ich denk die meisten Menschen sind nicht so trainiert, dass sie Isolierende Übungen dringend brauchen und könnten allein mit Squats die meisten Muskeln im Körper zum wachsen bringen :). (Sofern sie diese denn richtig ausführen können, das kann ich selbst leider nicht.)
MUH!!!

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human vegetable
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Beitrag von human vegetable » 17. Mär 2019 20:56

Ich mache 20er Sätze und nehme bestimmt keine schweren Gewichte - vor 20 Jahren habe ich mir beim Kreuzheben einen Bandscheibenvorfall zugezogen. Zum Glück ist der nach einigen Jahren Rehabilitationsgymnastik völlig verheilt, aber meine Lehre habe ich trotzdem gelernt.

Wie quad dominant/hip dominant die Übung ist, kannst du selbst entscheiden: Je aufrechter der Rumpf, desto mehr verschiebt sich der Fokus auf die Kniestrecker. Je weiter du dich vornüberbeugst, und die Knie evtl. nicht mehr ganz beugst, desto stärker der Fokus auf posterior chain. Der hex bar lift deckt je nach Ausführung praktisch das ganze Kontinuum zwischen Kniebeuge und stiff legged deadlift ab.

Und was die technische Ausführung angeht, sind die Anforderungen hierbei wesentlich niedriger als bei der back squat. Die habe ich auch nie wirklich gut hinbekommen.
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Obilan
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Beitrag von Obilan » 2. Jun 2019 12:48

Könnte ich mir auch gut vorstellen aber leider hat mein Studio sowas nicht. :(
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Beitrag von Lee » 2. Jun 2019 13:38

wir haben das, und niemand benutzt es wirklich.
MUH!!!

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Beitrag von Obilan » 2. Jun 2019 14:24

Kennen wohl die wenigsten und zumindest bei mir macht auch kaum einer normale Beugen oder Heben.
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Beitrag von Lee » 2. Jun 2019 14:56

Jedem das seine. Find, dass die großen Verbundübungen viel Spaß machen, aber halt auch schwierig sind.

Gibt jetzt keine Muskelgruppe wo ich an Training mit der Hexbar denken würde, finde das schon etwas alternativ. Vielleicht liegts auch daran, dass sie nicht so oft zu sehen ist.
MUH!!!

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human vegetable
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Beitrag von human vegetable » 2. Jun 2019 15:19

Lee, natürlich sind Komplexübungen schwieriger als Isos - das ist ein Argument für sie, und nicht dagegen!

Unter der Bezeichnung "Trap Bar" hat Stuart McRobert schon vor 15 Jahren von dem Teil geschwärmt. Mittlerweile sind Trap Bars/Hex Bars definitiv im Mainstream angekommen, siehe z. B. hier ganz aktuell: https://www.t-nation.com/training/tip-3 ... s-are-king

Wenn du auf T-Nation suchst, findest du Dutzende Artikel über Hex bars, inkl. vieler Übungen und Trainingsideen.

Dass sie trotz überzeugender Vorteile gegenüber konventionellen squats/deadlifts nicht verbreiteter sind, hängt wohl vor allem davon ab, dass die erstgenannten beiden Übungen bei Kraftdreikampf-Wettkämpfen verwendet werden, und sich viele Freizeitsportler an diesem Kraftsport orientieren. Aus meiner Sicht macht das keinen Sinn, aber jedem das Seine.

Wenn ihr Bock auf so'n Teil habt, dann bittet doch mal freundlich euren lokalen Studioboss, dass er sowas anschafft. Das Argument, dass eh niemand Kniebeugen/Kreuzheben macht, mag auch was damit zu tun haben, dass beide Übungen technisch anspruchsvoll sind und hohes Verletzungsrisiko bergen. Ein Hex bar senkt gleich beide Hemmschwellen erheblich!

Was allerdings bleibt, ist die subjektive "Schwierigkeit" der Übung. Denn mit einem hex bar kann man den Satz bis viel näher ans MV bringen, als man es sich mit straight bar trauen würde. Außerdem wird die Leistung nicht mehr so stark durch den unteren Rücken begrenzt, und mann kann "beug-heben", bis einem Arsch und quads abfallen!
Zuletzt geändert von human vegetable am 2. Jun 2019 15:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Lee » 2. Jun 2019 15:25

intressant, ich denke, aber auch das aus deinem verlinkten Artikel wird ein Grund sein. Dass die Übungen schwierig sind ist für mich kein pro Argument. Manche krieg ich schlichtweg nicht auf die Reihe, was ich sehr Schade finde.
But most people already know all this. The true reason they won't make the switch is bro-based stubbornness, not because a barbell "works better for them." They think that it's not a true deadlift if you don't pull with a straight bar
erwisch mich selbst, dass ich sehr ähnlich denke.
MUH!!!

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