Neues Buch von Neal Barnard

Benutzeravatar
Sphinkter
Beiträge: 1357
Registriert: 29.07.2017
Wohnort: Endor

Neues Buch von Neal Barnard

Beitrag von Sphinkter » 3. Feb 2020 20:22

Morgen, am 04.02.2020, kommt das neue Buch von Neal Barnard mit dem Titel "Your Body in Balance: The New Science of Food, Hormones, and Health"

Da ich alle seine Bücher gelesen habe, weiss ich wer auch dieses Buch kauft.

Ich werde berichten, wenn gewünscht.

Your Body in Balance: The New Science of Food, Hormones, and Health

ISBN-10 1538747421
ISBN-13 978-1538747421
Dateianhänge
41pvBfX9xQL._AC_SY400_.jpg
41pvBfX9xQL._AC_SY400_.jpg (17.34 KiB) 315 mal betrachtet

Benutzeravatar
illith
Berufs-Veganer
Beiträge: 58104
Registriert: 09.01.2008
Wohnort: Niedersachsen

Beitrag von illith » 4. Feb 2020 01:28

auf jeden Fall gewünscht. :)

vlt möchtest du in der Wartezeit deine Beurteilung von Barnard bzw seiner Arbeit und seinen Thesen zusammenfassend erzählen?
☜★VeganTakeover.de★☞
BlogShirtsBuch

Benutzeravatar
Sphinkter
Beiträge: 1357
Registriert: 29.07.2017
Wohnort: Endor

Beitrag von Sphinkter » 4. Feb 2020 10:00

Die Kurzfassung von Barnard: Ich lese seine Bücher seit 20 Jahren, mein erstes Buch war "Lebensmittel die schlank machen" aus dem Jahr 2000 (Junge wie die Zeit vergeht). Damals wurde ich Vegetarier und fand das Buch schon interessant, konnte aber noch nicht weg von den Milchprodukten.
Er ist einer der Low Fat Ärzte (Fett ca. 10%) und Gegner von Low Carb. Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkorn.
Dabei wenig Fett wie paar Nüsse, ganz wenig Öl, z.B. 1 EL Leinöl, fertig. Im Prinzip aus dem Pritikin Lager.
Sein Argument ist hauptsächlich, dass Fett 9 Kcal hat und Carbs nur 4 Kcal und Cholesterin und gesättigte Fette schädlich sind, trotz aller gegenteiligen Meinungen, hält er die Low Fat Fahne seit 30 Jahre hoch, erklärt seinen Ansatz aber auch lückenlos.
Sein Hinweis auf die Wichtigkeit von B12 schätze ich sehr, bei anderen Supps ist er eher Entspannt. Wenn keine Sonne dann Vitamin D, DHA eher kritisch, da es zu Blutungen führen kann. Fertig. Aus Bequemlichkeit kann es aber auch ein Multivitamin sein. Sein optimaler Teller sieht so aus: 25% Hülsenfrüchte, 25% Vollkorn, 25% Obst, 25% Gemüse.
Vollkornnudeln mit Gemüse , Tomatensoße, Kichererbsen und als Nachtisch Obst. Das wäre so ein Klassiker.
Dateianhänge
M-D-Neal-Barnard+Nahrungsmittel-die-schlank-machen-Der-Kalorien-reduzierende-Effekt.jpg

Benutzeravatar
Sphinkter
Beiträge: 1357
Registriert: 29.07.2017
Wohnort: Endor

Beitrag von Sphinkter » 4. Feb 2020 10:05

Gut erklärt die Power Plate seinen Ansatz

https://p.widencdn.net/n0ayrz/18155-NTR ... ooklet-RGB
Dateianhänge
b2ap3_medium_PCRM-Power-Plate-Small.png
b2ap3_medium_PCRM-Power-Plate-Small.png (141.52 KiB) 262 mal betrachtet

Benutzeravatar
Sphinkter
Beiträge: 1357
Registriert: 29.07.2017
Wohnort: Endor

Beitrag von Sphinkter » 4. Feb 2020 10:10

Sieht schon gut aus
Dateianhänge
Screenshot_20200204-101027_Chrome.jpg
Screenshot_20200204-101027_Chrome.jpg (256.96 KiB) 262 mal betrachtet

Benutzeravatar
Sphinkter
Beiträge: 1357
Registriert: 29.07.2017
Wohnort: Endor

Beitrag von Sphinkter » 4. Feb 2020 11:14

So 22% des Buchs durch.

Positiv ist erstmal, dass der Rezeptteil ab 70% losgeht. Das Buch hat 335 Seiten. Meist werden Bücher mit Rezepten aufgefüllt um Seiten zu bekommen. Die Rezepte sind ohne Bilder und daher zu langweilig für mich.

Zum Inhalt: Es geht hauptsächlich um Hormone und Ernährung (wie der Name sagt). Fruchtbarkeit bei Mann und Frau, Blutzucker, diverse Krebsarten besonders Brust und Prostatakrebs und die Verbindung zu Tierprodukten, aber auch die positiven Einflüsse einer fettarmen, vollwert Vegankost. Sehr interessant, viele Studien zum Nachlesen.
Milchprodukte IGF 1, Einfluss von Fett und Öl auf Hormone, DHA Supps und Erhöhung des Prostatakrebsrisikos :shock:
sind alles Themen die sehr lesenswert sind.
Abhandlung zu Alkohol (je weniger umso besser) und Isolierter Zucker (das selbe) und Fette und Öle.
Referenz auf die Ornish Prostatakrebs Studie und Erklärung.

So das war es erstmal im ersten Viertel.

Benutzeravatar
Sphinkter
Beiträge: 1357
Registriert: 29.07.2017
Wohnort: Endor

Beitrag von Sphinkter » 4. Feb 2020 13:15

So 55% erreicht:
Es bleibt interessant, wobei es hauptsächlich für Frauen interessant ist, da zahlreiche gesundheitliche Probleme die hauptsächlich Frauen betreffen behandelt werden und der positive Einfluss einer fettarmen Vollwertigen Veganen Kost. Aber auch für Männer dürfte es interessant sein, Einfluss der Ernährung auf Erektionsprobleme, Hodenkrebs, aber auch Klassiker wie Herzkreislauferkrankungen oder Diabetes Typ 1 und 2, die für beide Geschlechter von Relevanz sein dürfte.
Schilddrüsenprobleme werden ferner behandelt und Ernährungsstrategien um diese zu Verbessern.
Barnard ist Mediziner. Beim Thema Krebs bleibt er Konservativ, indem er auf den möglichen Nutzen der aktuellen Behandlungsmethoden reflektiert, aber er lässt sich nicht nehmen die Ernährung als Schlüsselfaktor in der Behandlung einzuordnen, was ich sehr mutig finde.

So das war es erstmal, jetzt kommen noch 2 Kapitel: Die gesunde Ernährung wird nun erklärt (wahrscheinlich nichts Neues dabei) und wie man Umwelt Chemikalien vermeidet. Dann kommt der Rezeptteil, der mich wenig interessiert.

Benutzeravatar
illith
Berufs-Veganer
Beiträge: 58104
Registriert: 09.01.2008
Wohnort: Niedersachsen

Beitrag von illith » 4. Feb 2020 14:00

wow, danke!
☜★VeganTakeover.de★☞
BlogShirtsBuch

Benutzeravatar
human vegetable
Beiträge: 1330
Registriert: 25.05.2016
Wohnort: bei Trier

Beitrag von human vegetable » 4. Feb 2020 17:30

Sphinkter, hatte ich nicht auf dem Radar. Cool!

Habe von Barnard "The Cheese Trap" und "Power Foods for the Brain", beides liest sich gut. Ist schon so, dass die ganzen low fat plant based Gurus im Prinzip dasselbe schreiben. Zwar höhlt steter Tropfen den Stein und ein bisschen Wiederholung schadet nix, die Frage ist für mich aber doch, welche 5-10% des Buchinhalts ich so vielleicht noch nicht kenne.

Da ich Schilddrüsenprobs habe und mein T-Wert trotz gesunder Lebensführung (bis auf Schlafmangel) recht erbärmlich ist, könnten es die Teile über Hormone sein, die du in deiner Rezension ansprichst. Da habe ich so explizit bis jetzt wenig gelesen, außer der generellen Empfehlung, "low fat plant based whole foods" zu essen.

Aus der Hüfte geschossen - was meinst du? Lohnt sich das, wenn man andere einschlägige Werke bereits kennt?
"The greatest obstacle to discovery is not ignorance - it is the illusion of knowledge." - Daniel J. Boorstin

"If you want to be more successful, double your failure rate. Success lies on the far side of failure." - Thomas J. Watson

Benutzeravatar
human vegetable
Beiträge: 1330
Registriert: 25.05.2016
Wohnort: bei Trier

Beitrag von human vegetable » 4. Feb 2020 18:19

Uff, habe gerade fast das ganze Kapitel über die Schilddrüse mit der amazon "look inside" Funktion gelesen. Enttäuschend - gar nix Neues! Hätte mir hier konkretere Empfehlungen erhofft.

So toll wie bei den Leuten in den Einstiegsbeispielen (deren SD-Probleme sich nach dem Wechsel auf plant based extrem verbesserten oder ganz erledigten) ging es mir leider nicht - im Gegenteil, meine SD hat erst nach der Veganisierung schlappgemacht.

Ich vermute, Schuld war übertriebener Seetangkonsum. Zuviel Jod kann Hashimoto auslösen, und das ist mir wohl passiert.

McDougall hat auch schon einiges über SD-Probleme geschrieben (alte Newsletters sind auf seiner webiste thematisch gruppiert zugänglich), und er empfiehlt bei Unterfunktion Medikation mit T4 als Monotherapie. Das funktioniert bei mir scheinbar noch am besten (wenn auch nicht perfekt). Sobald ich T3 dazu nehme, gehen Schlafdauer und -qualität massiv den Bach runter.

Übrigens: Gibt's hier im Forum noch weitere Mitglieder mit SD-Problemen? Falls ja, wie wär's mit einem Thread zum Erfahrungsaustausch?
"The greatest obstacle to discovery is not ignorance - it is the illusion of knowledge." - Daniel J. Boorstin

"If you want to be more successful, double your failure rate. Success lies on the far side of failure." - Thomas J. Watson

Antworten