Keto Vegan

Ernährung, Lebenswandel, Supplemente
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illith
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Keto Vegan

Beitrag von illith » 23. Mai 2020 10:34

ich hatte auf FB in einem Kommentarstrang über vegane Joghurts grade mit einer Brustkrebs-Patienten geschrieben, deren Arzt - von der Uni Heidelberg - ihr aufgrund ihrer Erkrankung Sojaprodukte verboten hat - es ja schon mal nicht konform mit dem Stand der Wissenschaft geht. :roll:

außerdem dürfte sie keine gespritzten Sachen essen und würde sich "keto-vegan" nach Rüdiger Dahlke ernähren.
das Buch, Die Keto-Kur, kannte ich vom Hören schon, hab es mir jetzt aber mal genauer auf Amazon angeguckt.
Rezepte mit Haferflocken und Obst, keine Kohlenhydrat- oder sonstige Nährwertangaben...?
irgendwie hatte ich sowas schon vermutet.
gerade vegan ist Keto doch ein ziemlicher Gewaltmarsch, oder? das ist doch mit halbwegs 'vollwertiger' Ernährung (also Whole-Foods) gar nicht hinzubekommen, oder doch? wenn man unter 40g Carbs am Tag bleiben muss?

und gibt es tatsächlich belastbare Grundlagen, dass eine ketogene Ernährung bei Krebs hilfreich sein kann? dass Krebszellen Zucker lieben, liest man ja oft, ist da was dran?

die Dame war übrigens total schockiert, als ich ihr die Zutatenliste von einem "Lupinen"-Joghurt rezitierte... :/ lesen die (veganen!) Leute denen keine Etiketten?
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mashisouk
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Beitrag von mashisouk » 23. Mai 2020 17:16

Ich glaube, dass Krebs-Erkrankungen sehr viel komplexer sind, als wir es gerne hätten. Es ist sicher richtig, dass entartete Zellen Zucker verbrauchen, der Zell-Stoffwechsel findet ja nicht mehr im Zellkern statt.
Und was ich auch höre ist, dass man den Patienten vor der Chemo zu Fastentagen rät. NICHT im den Krebs "auszuhungern", sondern weil die Chemo dann besser vertragen wird und man mit dem nächsten Chemozyklus nicht solange warten muss.
Aaaaaber viele Krebsformen sind hormonell oder genetisch bedingt, da kommt dann eh eine Antihormon-Therapie in Betracht, keine Chemo (oder eine Kombination). Da scheint dann auch die Art der Ernährung eher eine untergeordnete Rolle zu spielen.
Und wegen der Unterhaltung: je nach dem welche Hormonrezeptoren gefunden werden bei dem Tumor wird durchaus von Phytoöstrogenen abgeraten.
Aber auch das bekomme ich nur hier auf der Arbeit mit, ich kenne keine aussagekräftigen Studien dazu.
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somebody
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Beitrag von somebody » 24. Mai 2020 19:35

illith hat geschrieben:
23. Mai 2020 10:34
und gibt es tatsächlich belastbare Grundlagen, dass eine ketogene Ernährung bei Krebs hilfreich sein kann? dass Krebszellen Zucker lieben, liest man ja oft, ist da was dran?

die Dame war übrigens total schockiert, als ich ihr die Zutatenliste von einem "Lupinen"-Joghurt rezitierte... :/ lesen die (veganen!) Leute denen keine Etiketten?
illith, letztes Jahr las ich eine Übersichtsarbeit, lt der lt einigen Studien geringe Evidenz für Nutzen von Keto Diets bei Krebserkrankungen vorliegt, während lt den anderen Studien diesbezüglich keine Evidenz vorliegt.

Das waren alles Studien zu Omni Keto Diets.

Apropos Zutatenliste. Anfangs las ich selten Zutatenlisten von Convenience Produkten mit Vegan Label. :ghost: Später erkannte ich, dass man diese unbedingt lesen sollte.
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Vampy
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Beitrag von Vampy » 24. Mai 2020 20:09

wieso? wenn man keine unverträglichkeiten hat isses eigentlich egal. ich schau da eher auf die nährwertangaben
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illith
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Beitrag von illith » 24. Mai 2020 20:19

nein, ist es nicht. :roll:

und wenn man, wie in diesem Fall, kein Soja, kein Zucker und "nichts gespritztes" essen darf/will, ist es völlig unverständlich, die Zutaten nicht zu lesen.
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somebody
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Beitrag von somebody » 24. Mai 2020 20:21

+1

Für mein Empfinden enthalten Convenience Produkte gelegentlich zu viel Chemie.
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Beitrag von Vampy » 24. Mai 2020 20:22

jedes produkt enthält chemie. und atome. und gene.
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