Bedingungsloses Grundeinkommen

Politische Diskussionen ohne Tierrechtsbezug

Beitragvon somebody am 16. Apr 2018 09:08

So ist es. Ist auf Rohstoffvermarktung basierendes symbolisches BGE nicht auch in weiteren Ländern im Gespräch?

BTW, die in der dt Politik in den Raum geworfenen Beträge entsprechen meines Wissens zZ bereinigt bestenfalls dem derzeitign Hartz IV Niveau, da die :aq: arme :aq: Wirtschaft Angst hat, dass nach BGE Einführung keine Menschen mehr in ihrem :aq: tollen :aq: neuen Niedriglohnsektor arbeiten wollen. Die Führung von xxU & SPD lehnt ein BGE nach wie vor ab.

Von einem realistischen BGE müssten bereinigt IMO mindestens 150 % der heutigen Hartz IV Regelsätze übrig bleiben.


Bestehen Einwände gegen Verschieben anderer BGE betreffender Postings hierher?
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Beitragvon VegSun am 16. Apr 2018 12:15

Ja, also 95 US$ pro Monat , wobei das dann bei einer Familie mit einem kind schon 285 US $ sind.

Ich geh aber auch davon aus, das mieten von kleinen Häusern in slaska schon relativ teuer sind.

Man versucht also die zerstörung der natur wieder in Form von geld zurück zu geben ? In Simpsons wurde es auch so erklärt.

Edit: In der BGE Doku, die ich aber noch nicht zu Ende geschaut habe wurde das in Alaska schon als BGE Ansatz oder wie man sich genau ausdrückte bezeichnet.
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Beitragvon Akayi am 17. Apr 2018 07:24

Und eine dreiköpfige Familie hat auch drei Mal so viele Ausgaben...

Grundsätzliche Idee hinter solchen Ausschüttungen ist, dass die Bevölkerung an der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen beteiligt werden soll. Die Idee ist also, dass die Rohstoffe irgendwie doch der Bevlkerung "gehören" und wenn der Staat sie verschachert dann zumindest an den Steuererträgen beteiligt werden soll. In der Mongolei gab es das z.B. auch. Allein der Betrag zeigt aber auch wie lächerlich die Idee einer Beteiligung der Bevölkerung am Profit ist. Wenn das bereits ein BGE Ansatz ist, dann zeugt dass vom deutlichen Problem des BGE: durch die Entkoppelung der gesellschaftlichen Teilhabe und der Leistung (also des BGEs) öffnte man Tür und Tor für "Grundeinkommen", die nicht mehr sind als Almosen.
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Beitragvon VegSun am 17. Apr 2018 09:20

Wieviel müsste jeder Einwohner erhalten,
damit es gerecht zuginge und Alaska selbst dennoch genügend behalten könnte?
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Beitragvon Akayi am 17. Apr 2018 15:21

Ich denke wenn man den gesamten Profit statt ihn der Firma zu überlassen einbehalten würde, dann gäbe es genug für Reinvestition und Bevölkerung.
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Beitragvon sophie_blume am 17. Apr 2018 17:25

Das denke ich auch. Die Kohle bunkern macht wenig Sinn.
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Beitragvon mervon am 20. Apr 2018 04:34

Die Beteiligung aller Einwohner eines Landes an der Nutzung der natuerlichen Ressourcen ist imo das Hauptargument für ein BGE.
In der konventionellen Sichtweise ist Arbeit der erstrangig wertschaffende Faktor.
Deshalb sollen möglichst viele Menschen "in Arbeit" gebracht erden.
Es wird noch immer nicht wahrgenommen dass die natürlichen Ressourcen in Kombination mit der Automatisation die lebensnotwendigen
Güter mit immer weniger menschlicher Arbeit erzeugen.
Es stimmt also nicht dass die Berufstätigen die Nicht-Berufstaetigen mit ernähren.
Die Hauptarbeit machen Natur und Technik.
Hieran sollte jeder einen berechtigten Anteil haben
Allerdings , was auch von den BGE-Befuerwortern übersehen wird ,ist die
Tatsache dass ein Raubbau an den natuerlichen Ressourcen betrieben wird.
Der Planet und jedes einzelne Land können nicht beliebig viele Menschen ernaehren. Deshalb muss die Wirtschaft und Einwohnerzahl jedes Landes an die nachhaltig zur Verfuegung stehenden Ressourcen
angepasst werden.

Da man heute immer noch an das grenzenlose Wachstum glaubt und den Menschen als Profuktionsfaktor Nr.1
betrachtet wird eine völlig falsche Politik betrieben.
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Beitragvon Akayi am 20. Apr 2018 06:44

Das ist jetzt auf mehreren Ebenen Unsinn bzw. falsche Behauptungen.

Grundsätzlich ist menschliche Arbeit der bestimmende Faktor für jede Wertschöpfung. Das lässt sich einfach zeigen: die Tatsache dass es in der Nordsee Ölvorkommen oder in Hessen Braunkohlevorkommen gibt heißt ja nicht dass diese Rohstoffe zugänglich wären. Man könnte lange warten ohne dass irgendwas passieren würde. Um diese Vorkommen zu nutzen muss der Mensch darauf einwirken: Exploration, Abbau, Veredelung, Vertrieb, Verkauf, Nutzung etc. Auch die Zugaben von Technologie änder daran nichts. Stellt man einen Laptop, einen Bagger oder ein automatisches Förderband neben das Braunkohlevorkommen so wartet man genauso lange wie im ersten Beispiel. Wieder ist es die menschliche Arbeit die hier bestimmend ist. Dass die Arbeit erleichtert wird durch den Einsatz von Maschinen ist keine neue Erkenntnis. Nur: hier wird beständig vergessen dass auch Maschinen entwickelt, gebaut, gewartet und schließliche eingesetzt werden müssen. Wieder sehen wir, dass ohne menschliche Arbeit nichts läuft.

Der Springende Punkt ist doch der, dass durch den Einsatz von Technologie die Arbeit immer leichter wird bzw. mit weniger (nicht keiner) menschlichen Arbeit mehr Wert geschaffen werden kann. Und genau da müsste man ansätzen. Statt immer weniger Menschen an der gesellschaftlichen Arbeit teilhaben zu lassen sollte man die Arbeit auf mehr Schultern verteilen. Das ist z.B. die Idee einer flächendeckenden 30h Stunden Woche. So ein Modell ist jedem BGE überlegen, nur zugegeben nicht sonderlich wirtschaftsfreundlich. Daher kann man wohl lange darauf warten dass es eingeführt wird (ungefähr so lange bis sich Braunkohle in Hessen von selber fördert). Sprich: es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Ein Engagement in diese Richtung ist alle mal sinnvoller als ein Träumen von irgendwelchen BGE Modellen oder das Darben von 95 USD in den realen BGE Beispielen wie in Alaska.
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Beitragvon mervon am 20. Apr 2018 08:45

"Grundsätzlich ist menschliche Arbeit der bestimmende Faktor für jede Wertschoepfung"
Das kann man nicht so generell behaupten.
Beispiel: Obstbäume und Palmen.Auch ohne vom Menschen gepflanzt worden zu sein liefern viele Bäume wertvolle Nahrung .Die "Arbeit" besteht nur im Ernten.Das ist evtl.
mit weniger Aufwand verbunden als Einkaufen im Supermarkt.
Beispiel; Landbesitznahme
In früheren Zeiten könnte man sich Land einfach aneignen und hatte damit einen bleibenden Wert.
Bezüglich Maschinen stimmt es dass zur Schaffung viel Arbeit notwendig ist. Aber wenn sie existieren ist nur noch der Bedienungsaufwand erforderlich.
Bei einer Beschränkung der Produktion auf sinnvolle Produkte könnte man mit noch viel weniger Arbeit auskommen .Hierbei sollte freigestellt werden wie die Arbeit verteilt wird.
Diejenigen die nicht beruflich arbeiten können sich dann kreativen Tätigkeiten widmen die ebenso notwendig und nützlich sind .
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Beitragvon Akayi am 20. Apr 2018 09:17

Das habe ich nicht behauptet sondern nachgewiesen. Und es trifft auch auf deine vermeintlichen Gegenbeispiel zu, dass die menschliche Arbeit der bestimmende Faktor ist.

Zu deinen Obstbäumen: praktisch alle Obstbäume sind sehr wohl vom Menschen gepflanzt und zudem vom Menschen gezüchtet. Die ungezüchteten Ursorten brauchten ein vielfaches mehr an Arbeit durch aufsammeln und Verarbeitung als z.B. die uns bekannten Kulturäpfel. Obstbäume werden meines Wissens nach in der Regel gepfropft oder geklont und das schon seit hunderten von Jahren.

Zu den Palmen: auch wenn Du nur runtergefallene Kokosnüsse aufglauben würdest: viel Spaß dabei eine Kokosnuss ohne Werkzeug zu öffnen. Tatsächlich ist die Kokosnussernte und Verarbeitung ein wichtiger landwirtschaftlicher Wirtschaftszweig.

Landbesitznahme: die Inebsitznahme von Land setzt so viele Schritte menschlicher Kulturentwicklung voraus, die du hier einfach ignorierst (Besitz, Herrschaft, Insitutionen) etc. Es fängt schon damit an, dass du den Besitz durch Umfriedung sichern und kennzeichnen musst. Und auch dann: was ist Grundbesitz wert wenn Du nur einen Zaun drum herum baust. Dann hast du nur menschliche Arbeit investiert und bekommst null ertrag. Der Wert ergibt sich wiederum nur indem du etwas mit dem Land anstellst (Nahrung anbauen, Rohstoffe fördern etc.)

Maschinen: die müssen nicht nur bedient, sondern auch gewartet, weiterenwickelt, in Stand gesetzt werden usw. Die die Maschinen bediendend/reparierenden/entwickelten Menschen müssen ausgebildet werden usw.

Ich finde aber dein vermeintliches Argument hat gar nichts mit deiner Schlussfolgerung zu tun (Verteilung der Arbeit, kreative/künstlerische Arbeit). Du kannst dich also einfach davon lösen.
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